Gleicher Modus, Braunlage und zwei Überraschungen

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So teilten Ligenleiter Thomas Hubelitz und NEV-Präsident Hans Ellfrodt mit, dass der ESC Harzer Wölfe Braunlage definitiv nicht am Spielbetrieb der Oberliga in der anstehenden Spielzeit teilnehmen wird. Als Begründung wurden das schwebende Insolvenzverfahren sowie die zweimalige Spielabsage der Wölfe in der Relegation genannt. Unabhängig von der Zukunft des Harzer Eishockeys würden diese Tatsachen einen Zwangsabstieg schon aus verbandsrechtlichen Gründen nach sich ziehen. Ebenfalls nicht mehr der Oberliga angehören wird der EC Wedemark, der als sportlicher Absteiger den Gang in die Regionalliga antritt.

Dafür steigt der GEC Ritter Nordhorn in die Oberliga auf. Die erste kleine Überraschung war die Teilnahme eines Vertreters der Crocodiles Hamburg, mit deren Oberliga-Verbleib fast schon nicht mehr gerechnet wurde. In Farmsen strebt man nun jedoch eine Ausgliederung der ersten Mannschaft aus dem FTV an und will mit viel Engagement und neuer Unterstützung alles tun, um das Oberliga-Eishockey zu erhalten. Die Teilnahme der Krokodile steht zwar noch unter Vorbehalt der Einigung mit dem FTV über einen Kooperationsvertrag, aber man geht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einem Verbleib in der dritthöchsten Spielklasse aus. Die zweite und weitaus größere Überraschung war das Erscheinen Lenny Soccio als Vertreter der Langenhagen Jets. Soccio will noch nichts garantieren, aber er sieht nach eigener Aussage gute Chancen für eine Oberliga-Teilnahme der Jets als „Quasi-Nachrücker“ für die zwangsabgestiegenen Wölfe. Sollten sich diese Pläne verwirklichen lassen, würde die Oberliga auch in der kommenden Saison aus neun Mannschaften bestehen, was von allen Anwesenden mit großer Freude gehört wurde.

Rein theoretisch ist auch eine Oberliga mit zehn Teilnehmern für die neue Saison möglich, denn sportlich sind die Fishtown Penguins Bremerhaven aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Konsequenterweise war dann mit Teammanager Alfred Prey auch ein Verantwortlicher der Pinguine erschienen. Dieser drückte zwar den verständlichen Wunsch nach Verbleib in der zweiten Liga aus, erklärte aber ebenso deutlich, dass man sportlich abgestiegen und bis zu einer endgültigen Entscheidung seitens ESBG und DEB (Aufstockung der zweiten Liga) Teil der Oberliga Nord sei. Insgesamt gehen Ligenleitung und Vereinsvertreter aber von dem deutlich wahrscheinlicheren Fall des Verbleibs Bremerhavens in der 2. Bundesliga aus.

In rund drei Wochen soll in allen drei Fällen Klarheit herrschen und damit auch feststehen, wie viele Teams der Oberliga dann angehören werden. Egal ob nun acht, neun oder zehn Mannschaften, der Modus wird mit einer Doppelrunde derselbe, wie in der abgelaufenen Spielzeit sein. Los geht‘s  derzeit geplant am 14./16. September mit der ersten Runde des DEB-Pokals und am letzten September-Wochenende mit dem ersten Oberliga-Spieltag. Als Neuerung wird dann erstmalig das Statistik-Service-System Pointstreak zum Einsatz kommen.

Neben verschieden weiteren Informationen über aktuelle Entwicklungen und Verbandsangelegenheiten wurde schließlich noch die überfällige Vereinfachung und Vereinheitlichung der sogenannten „U-Regel“ bekanntgegeben. Jedes Team darf damit zukünftig 15 Spieler über 21 Jahre einsetzen und danach muss jeder weitere Spieler jünger als 21 Jahre sein. Wenn nichts Großartiges mehr schief geht, passte das Wetter des Tages perfekt zum Verlauf und den Ergebnissen der Tagung. In etwas trübem und regnerischen Wetter war man in Hannover gekommen und zum Abschied herrschte (fast nur) eitel Sonnenschein.

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