Fulminantes Mitteldrittel bringt Falken den vierten Sieg in FolgeBraunlage besiegt die Preussen

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Mit viel Respekt gingen beide Mannschaften in das erste Drittel und so sahen die Zuschauer einen sehr ausgeglichenen Start mit Chancen auf beiden Seiten, denen aber bis dahin noch etwas die Nachhaltigkeit fehlte. Im Braunlager Drittel sorgte vor allem der sehr schnelle und wendige Julian van Lijden immer wieder für brenzlige Situationen, die die Harzer Hintermannschaft aber gut meistern konnte. Und auf der anderen Seite stand mit dem Deutsch-Kanadier Olafr Schmidt ein Keeper im Kasten, der vor allem überragend parierte als Artjom Kostyrev völlig frei vor dem Tor zum Schuss kam. Doch so aufregend sich das alles anhört konstatierten auch die beiden Trainer, Len Soccio und Norbert Pascha, nach dem Spiel ein sehr defensives erstes Drittel, in dem keines der beiden Teams Fehler machen wollte und man die Großchancen tatsächlich an einer Hand abzählen konnte.

Ganz anders sollte es dann im Mitteldrittel losgehen. Genau eine Minute war gelaufen, da war es van Lijden, der auf Zuspiel des ebenfalls stark spielenden Verteidigers Maximilian Deichstetter zum 0:1 einschoss. Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, denn nur 23 Sekunden später netzte Ryan McGarth zum Ausgleich ein. Und ganz nebenbei durfte Torwart Fritz Hessel, der Roy Hähnlein den Puck auflegte, dabei seine erste Torvorlage in dieser Saison bejubeln. Um dem furiosen Start aber noch die Krone aufzusetzen, dauerte es erneut lediglich keine ganze Minute, bevor Veit Holzmann den alten Abstand wieder herstellte. Tore, die dem Spiel aber sichtlich gut taten, denn dieses nahm nun merklich an Fahrt auf. Und vor allem im Powerplay zeigten die Harzer Falken wieder einige gute Szenen und vor allem Dylan Quaile offenbarte eine Schussgewalt von der blauen Linie, die Nostalgiker unter den Braunlager Fans an Ted Materi oder Chris Mac Donald erinnern ließen. Doch Olafr Schmidt wusste auch in dieser Phase seinen Kasten sauber zu halten und ganz nebenbei zeigten die Berliner, warum sie ligenweit die zweitbeste Unterzahlstatistik aufwiesen. Ein Wert, den Trainer Soccio in der anschließenden Pressekonferenz damit erklärte, dass er eine ganz junge Mannschaft von 19-20-jährigen auf dem Eis stehen hat, die einfach keine Angst haben und sich mutig den Angriffen des Gegners stellen. Doch in der 31. Minute war dann auch Olafr Schmidt machtlos, als Dylan Quaile auf Vorlage von Ryan McGrath und Erik Pipp von der blauen Linie aus einnetzte. Es sah zudem so aus, als hätte Erik Pipp den Puck noch abgefälscht, doch Quaile wurde letztendlich als Torschütze aufgeführt und hatte sich dies redlich verdient, nachdem er Schmidt bereits ordentlich warmgeschossen hatte. Und dieses Tor sollte eine Phase einleiten, in der Soccio zu viele kleine Fehler seines Teams erkennen musste, die „ein starkes Team wie Braunlage erbarmungslos ausnutzt“. Denn in der 33. Minute durfte sich auch Erik Pipp, der im 2:1-Alleingang mit Ryan McGrath großartig von dem Amerikaner aufgelegt bekam, in die Torschützenliste eintragen und damit seine von Saisonbeginn an ganz starke Form auch nominell mit seinem ersten Saisontreffer unter Beweis stellen. Und nur 15 Sekunden später – der Berliner Daniel Volynec hatte gerade erst die Strafbank betreten und noch keine Gelegenheit Platz zu nehmen – nahm erneut Dylan Quaile Maß und ließ Schmidt bei seinem Schuss von der blauen Linie keine Chance, nachdem er von Alexander Engel und Ryan McGrath gut aufgelegt bekam. Das Sahnehäubchen auf die Vier-Minuten-Torte gab es dann in der 35. Minute, als Tobias Schwab, von Alexander Engel auf die Reise geschickt, seinen Alleingang nicht verwerten konnte, Florian Böhm den Abpraller aber nur noch über die Linie schieben brauchte.

So ging es mit einem beruhigenden 5:2-Vorsprung in die Kabine und dort einigte man sich im Falkenlager darauf, das Spiel nun kontrolliert und sicher runterzuspielen und sich die Kraft auch im Hinblick auf das frühe Sonntagsspiel gegen FASS Berlin einzusparen. Ein Unterfangen, das das Spiel aber nochmal spannend machte, denn die Preussen wollten sich nicht mit einer Niederlage aus dem Harz verabschieben und kämpften sich sehr eindrucksvoll aber letztlich glücklos zurück ins Spiel. Doch mehr als der 5:3-Anschlusstreffer durch den ganz starken Veit Holzmann sollte nicht mehr herausspringen.


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