Fünf Teams stehen vor direktem WeiterkommenOberliga-Play-offs kompakt

Der EV Duisburg und die Selber Wölfe lieferten sich ein packendes Duell - mit dem besseren Ende für die Oberfranken. (Foto: Roland Christ)Der EV Duisburg und die Selber Wölfe lieferten sich ein packendes Duell - mit dem besseren Ende für die Oberfranken. (Foto: Roland Christ)
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Das glücklichen Fünf sind Südmeister Deggendorfer SC, die Selber Wölfe, die Eisbären Regensburg, Nordmeister Tilburg Trappers und die Moskitos Essen. Die anderen gehen in die Verlängerung und treffen sich garantiert nicht nur am Dienstag, 13. März, sondern auch am Freitag, 16. März, zur dritten und vierten Auseinandersetzung.

Herner EV – Deggendorfer SC 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)

Rekordbesuch beim Herner EV. Über 2100 Zuschauer wollten die Sensation sehen und sie bekamen auch einiges geboten, allerdings kein Tor der gastgebenden Herner gegen einen stabil stehenden Südmeister. Am Ende hatten die Deggendorfer mit 3:0 gewonnen nach Toren von Benedikt Böhm (5.), Milos Vavrusa (34.) bei doppeltem Überzahlspiel und Curtis Leinweber (56.). Schwerstarbeit hatte in der Begegnung Schiedsrichter Eugen Schmidt zu leisten, der volle 141 Strafminuten aussprechen musste (53 gegen Herne, 88 gegen Deggendorf). Vertreten waren neben der normalen Strafenwelle auch gleich zwei Matchstrafen gegen Maik Klingsporn (Herne) und Ales Jirik (Deggendorf) sowie eine Spieldauerstrafe gegen Benedikt Böhm (Deggendorf).

EC Hannover Indians – Starbulls Rosenheim 4:2 (0:1,2:1,2:0)

2609 Zuschauer, darunter eine 100 Mann starke Abordnung aus Rosenheim wollten die zweite Begegnung dieser Play-off-Serie sehen und auch sie wurden Zeuge einer hochdramatischen, allerdings auch äußerst fairen Begegnung. Im ersten Drittel zeigten sich die Rosenheimer, die schon beim 3:0 am Freitag Kostproben ihrer starken Defensive gegeben hatten, voll auf der Höhe und als sie in der 19. Minute durch Daniel Bucheli in Führung gingen, schwante den Indians-Fans, die bis dahin eine eher mäßige Spielweise ihrer Lieblinge gesehen hatten, Böses. In der ersten Pause müssen dann einige härtere Worte in der heimischen Kabine gefallen sein, denn jetzt zeigten die Indians ein deutlich intensiveres Spiel und schafften innerhalb von sieben Sekunden die Wende. In der 27. Minute, Rosenheims Draxinger saß noch für acht Sekunden auf der Strafbank, traf Nicolas Turnwald zum Ausgleich und Igor Bacek erhöhte nach dem Bully sofort auf 2:1. Die Starbulls wollten natürlich den Ausgleich und der gelang ihnen aus relativ schnell. Der schon beim 1:0 beteiligte Bucheli brachte Fabian Zick in Schussposition und dann war ECH-Keeper Albrecht geschlagen. Eine schöne Kombination  im dritten Drittel mit Branislav Pohanka sah Lasse Uusivirta, den Starverteidiger der Indians als Torschützen (47.).  Danach versuchten die Starbulls, Druck zu machen, kamen aber nicht mehr wirklich gefährlich vor das Tor von Albrecht, so dass SBR-Coach Kofler seine letzte Option ziehen musste, und seinen guten Keeper Steinhauer vom Eis nahm.  Zwar fiel dann ein noch ein sechstes Tor, aber es war ein Empty-Netter von Stefan Goller, so dass am Ende ein 4:2 für die Indians herauskam, die die Serie auf 1:1 ausglichen.

Füchse Duisburg – Selber Wölfe 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1) n.V.

Die Duisburger Füchse stehen am kommenden Dienstag bereits mit dem Rücken zur Wand. In einem sehr intensiven, manchmal auch hakeligen Spiel konnten die Füchse mal wieder einen Vorsprung nicht über die Zeit retten und mussten am Ende sogar froh sein, wenigstens die Verlängerung erreicht zu haben. Aber die zusätzliche Zeit reichte nur den Selbern, die in der 66. Minute zum nicht unverdienten 4:3-Erfolg kamen. Das Siegtor platzierte Jared Mudryk  auf Vorlage von Lenny Gare nach einem Fehlpass in der Duisburger Defensive. Dabei hatte das Spiel aus Sicht der Füchse gut begonnen. Markus Habermann traf in der 16. Minute zum 1:0 und fünf Minuten später konnte Finn Walkowiak sogar auf 2:0 erhöhen. Die Antwort der Wölfe kam schnell. Kyle Piwowarczyk (28.), Dominik Kolb (32.) glichen noch im Mitteldrittel aus und als Achim Moosberger (50.) die Gäste gar mit 3:2 in Führung schoss, da sahen die 1850 Fans, darunter 250 aus Selb, schwarz für ihre Mannschaft, zumindest die Füchse-Fans. In der 57. Minute jubelten die Füchse, als Robin Slanina nach einer schönen Kombination mit Ziolkowski die Scheibe unter die Latte von VER-Keeper Deske nagelte. In der Verlängerung hätten dann die Duisburger den Sack zumachen müssen, als Mudryk zwei Minuten wegen Haltens bekam, aber kaum war die Strafe ausgestanden, erzielte der ausgeruhte Mudryk, wie bereits beschrieben, das Siegtor für die Selber.

Moskitos Essen – EV Landshut 6:3 (1:1, 0:2, 5:0)

Ein nahezu unglaubliches Spiel bekamen die 2100 Zuschauer am Essener Westbahnhof zu sehen. Die Moskitos, die am Freitag mit einem sensationellen 3:2 in Landshut aufhorchen ließen, jagten die EVL zurück über die Donaugrenze mit einem Erfolg, den nach 40 Minuten niemand erwartet hatte. Die Niederbayern, die die Heimniederlage unter die Rubrik „peinlich“ abgehakt hatten, gingen durch Stefan Reiter (10.) schnell in Führung. Auch als Julian Lautenschlager (12.) den Ausgleich für die Moskitos besorgte, schienen die Landshuter auf dem richtigen Weg zu sein. Im zweiten Drittel brachte David Wrigley (23.) seine Farben schnell wieder in Führung und sechs Minuten später erhöhte der Schwede Viktor Lennartson (29.) auf 3:1 für den EVL. Damit schien ein Auswärtserfolg für die Niederbayern in greifbarer Nähe, aber die konditionsstarken Essener hatten sich für das dritte Drittel viel vorgenommen. Angetrieben von ihrem Trainer Frank Gentges berannten sie das EVL-Tor von Keeper Maximilian Engelbrecht und dieser kassierte bei 18 Schüssen auf sein Tor gleich fünf Gegentore, wobei die letzten beiden Empty-Netter waren. Dennis Thielsch (45.), Kyle DeCoste (49.) und Tom Fiedler (50.) brachten Essen mit 4:3 in Führung. Landshut Coach Axel Kammerer nahm 64 Sekunden vor Schluss seinen Tormann vom Eis und kassierte prompt noch zwei Gegentore, erzielt ovn Thomas Gauch (60.) und Dominik Lascheit (60.).

Blue Devils Weiden – Tilburg Trappers 1:6 (0:2, 0:3, 1:1)

Die Trappers sind bereit für die Play-offs. Nach einem problemlosen 5:2-Auftakt am Freitag besiegten sie den Südachten Blue Devils Weiden auch in dessen Halle eindeutig mit 6:1. Bereits in den ersten 20 Minuten sorgten Jonne de Bonth (7.) und Kevin Bruijsten (18.) schon für klare Verhältnisse. Im Mitteldrittel erhöhten Giovanni Vogelaar (25.), Reno de Hondt (35.) und Kevin Bruijsten (40.) auf 5:0. Nach dem 6:0 von Brock Montgomery (46.) nahmen die Niederländer etwas das Tempo aus dem Spiel und kassierten in der 53. Minute vom Weidener Marcel Waldowsky das Ehrentor des tapferen Gastgebers.

Eisbären Regensburg – Saale Bulls Halle 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)

In einem spannenden und äußerst intensiven Play-off-Spiel kamen die Regensburger Eisbären zu einem letzten Endes verdienten 3:1-Erfolg über den Nordvizemeister aus Halle. Über die gesamte Spielzeit war das Match ausgeglichen und das Resultat hätte auch anders ausgehen können, vor allem wenn man bedenkt, dass Halles Kanadier Nathan Robinson  in der 30. Minute mit einem Penalty an Eisbären-Keeper Peter Holmgren scheiterte. Zuvor hatte Benjamin Kronawitter (6.) die Eisbären mit 1:0 in Führung gebracht. Die Entscheidung in dem heiß umkämpften Match File erst im dritten Drittel. Jason Pinizotto (45.) fälschte einen Schuss von Flache ab und es stand 2:0. Korbinian Schütz konnte in der 52. Minute sein Team sogar mit 3:0 in Führung bringen. Ganz ohne eigenen Treffer nach einem derart guten Auswärtsspiel wollten die Saale Bulls dann doch nicht heimfahren und als Schiedsrichter Uli Sicorschi Kronawitter in der 57. Minute auf die Strafbank schickte, nahm Halles Trainer Rich seinen Torwart vom Eis und hatte mit dieser Gewaltmaßnahme auch Glück. Philipp Gunkel (58.) verkürzte auf 1:3, mehr war in den nächsten beiden Minuten nicht mehr drin.

ERC Sonthofen – Icefighters Leipzig  4:3 (1:0, 1:2, 2:1)

Nach dem etwas unglücklichen 3:4 nach Verlängerung am Freitag in Leipzig kehrten die Sonthofener diesmal das Ergebnis, schafften es noch vor der 60. Minute. Somit steht es 1:1 nach zwei Spielen. Maximilian Hadraschek begann den Torreigen in der zwölften Minute. Leipzigs Hubert Berger glich in der 22. Minute aus und Michal Velecky erzielte in der 35. Minute gar die Leipziger Führung. Diese hatte ganze 32 Sekunden Bestand, dann glich Hadraschek für die Sonthofener zum 2:2 aus. Das dritte Drittel begann gleich mit einem Paukenschlag. Sonthofens Chris Stanley versenkte die Scheibe hinter Icefighters-Keeper Benedict Roßberg zum 3:2. Die Leipziger gab sich jedoch nicht geschlagen, bedrängten die Gastgeber, die in der 52. Minute durch Derek Roehl fast schon die Entscheidung mit dem 4:2 herbeiführten. Torschütze Roehl wurde am Ende des Spieles fast noch zur tragischen Figur, denn drei Minuten nach seinem 4:2 kassierte er eine Strafe, die die Leipziger zum Anschlusstor durch Hannes Albrecht (56.) nutzten und 35 Sekunden vor Spielende kassierte Roehl noch eine Strafe. Obwohl die Icefighters zu diesem Zeitpunkt ohne Keeper Roßberg spielten, konnten sie das doppelte Überzahlspiel nicht mehr zum Ausgleich nutzen.

EC Peiting – Hannover Scorpions  2:6 (1:1, 1:2, 0:3)

Nach dem überraschenden 3:2-Erfolg am Freitag in Mellendorf wollten die Peitinger ihrem Rekordbesuch, es waren 1306 Zuschauer in der Peitinger Eishalle, einen weiteren Sieg präsentieren. Vielleicht fiel dann das 1:0 zu früh, als Andreas Feuerecker schon nach vier Minuten die Führung markierte. Die Scorpions mussten sich erst einmal nach den Reisestrapazen finden und hatten Glück, dass der ECP anstatt des 2:0 den gegnerischen Pfosten genau anvisierte und man selbst durch den „Einheimischen“ Christoph Koziol in der 15. Minute ausglich. Ein Doppelschlag des Verteidigerpärchens Sean Fischer (25.) und Goran Pantic (27.) brachte die Gäste überraschend mit 3:1 in Führung. Peitings Amerikaner Brad Miller verkürzte nur wenige Uhrumdrehungen später auf 2:3 und ließ das Spiel wieder spannender verlaufen. Das Abschlussdrittel hatte kaum begonnen, da war die Vorentscheidung bereits gelaufen. Dennis Schütt (42.) und Brian Gibbons (44.) erhöhten innerhalb kürzester Zeit auf 5:2, dem Chad Niddery in der 57. Minute das 6:2 folgen ließ. Der Sieg der Niedersachsen war am Ende verdient, wenn auch etwas zu hoch ausgefallen. Leider trübte noch eine Abschlussszene das Spielgeschehen. Ob Scorpions-Defender Sean Fischer provoziert worden ist oder nicht, ist schwer zu sagen. Jedenfalls kassierte er 40 Sekunden vor Schluss noch eine Matchstrafe und wird seinem Team am Dienstag und am darauf folgenden Wochenende schmerzhaft fehlen. Auf Peitings Seite kassierte Gohlke, der sich mit Fischer anlegte, eine Spieldauerstrafe und wird am Dienstag in Mellendorf seinem Team nicht zur Verfügung stehen.

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