Füchse zu zäh im DerbyPenalty-Niederlage gegen Essen

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Derbys sind anders. Tore in Derbys sind anders. Und als Lars Grözinger den EV Duisburg in der 36. Minute gegen die Moskitos Essen endlich in Führung gebracht hatte, da fuhr er zur Bande – dorthin, wo die Füchse-Fans jubelten, um eben diesen Jubel auszukosten. Bis dahin war es eine zähe Angelegenheit. Das Team vom Westbahnhof, spielte kompakt, zog sich eng vor das eigene Tor zurück, wenn der EVD in Puckbesitz war, fuhr selbst immer wieder gefährliche Konter. Am Ende aber verloren die Füchse mit 2:3 (0:0, 2:1, 0:1, 0:1) nach Penaltyschießen.

Auch in der Pressekonferenz ging das Derby weiter: „Uns hat geholfen, dass Duisburg drum herum gespielt hat“, meinte Essens Coach Frank Gentges – was EVD-Trainer Tomas Martinec stinksauer machte: „Das haben wir natürlich nicht – wir haben uns 56 Chancen erspielt.“

Das Derby war auch von Beginn eben das – ein Kampf auf Biegen und Brechen. Und als Lars Grözinger nach knapp fünf Minuten vor dem Essener Tor zu Boden ging, kurz liegen blieb, der Arm von Schiedsrichter Carsten Lenhart aber unten blieb, da brodelte es zum ersten Mal an diesem Abend in der Scania-Arena. Doch schon zu Beginn machten die Stechmücken klar, dass sie so überhaupt gar keine Lust hatten, den Punktelieferanten zu spielen. Da spielte es ihnen freilich in die Karten, dass die Füchse im ersten Drittel dreimal in Unterzahl spielen mussten. Die Füchse wiederum ließen es ordentlich krachen – entweder durch Checks von Raphael Joly auf offenem Eis oder durch Neuzugang Kevin Neumüller, der offenbar ganz genau weiß, dass die Bande nicht als Zierde dient. Die beste – und schönste – Gelegenheit hatte der immens laufstarke André Huebscher, der im vollen Lauf die Scheibe annahm, bremste, sich drehte, mit dem Rückhandschuss aber das Tor knapp verfehlte (13.).

Das vierte Unterzahlspiel nach fünf Minuten im Mittelabschnitt war dann aber eines zu viel. Jan Barta zog ums Tor – und brachte Essen in Führung. Die Duisburger taten sich danach schwer – auch in zwei Powerplaysituationen, fingen sich gar dabei einen Alleingang von Michal Velecky ein (29.). Wenn es bei den Stürmern nicht klappt, muss eben ein Verteidiger ran. So landete ein trockener Handgelenkschuss von Lukas Gärtner zum 1:1 im Tor (35.). Eineinhalb Minuten später klappte auch das Überzahlspiel, als Lars Grözinger einen Rebound von Raphael Joly verwertete. Und zwölf Sekunden vor der zweiten Pause hätte es gar 3:1 stehen müssen, doch Huebscher bemerkte zu spät, dass das Moskitos-Tor völlig offen stand.

Der nachlässige Umgang mit Chancen rächte sich. Natürlich. In der 45. Minute versprang eine Scheibe, die beim Ex-Fuchs Coco Krämer landete. Der drehte sich, zog ab und glich aus. Danach ließ der EVD zu viele Chancen liegen, alleine auch vier in der folgenden torlosen Verlängerung. So kam es, wie es kommen musste: Im Penaltyschießen entschied Michael Velecky die Partie für Essen.

Tore: 0:1 (25:34) Barta (Klingsporn/5-4), 1:1 (34:06) Gärtner (Huebscher), 2:1 (35:48) Grözinger (Joly, Huebscher/5-4), 2:2 (44:54) Krämer (Schneider), 2:3 (65:00) Velecky (entscheidender Penalty). Strafen: Duisburg 14, Essen 10. Zuschauer: 1810.

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