Füchse treffen am Samstag auf die Tilburg TrappersTopspiel in Duisburg

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Es gibt viele Zahlen, die den EV Duisburg und die Tilburg Trappers in der Eishockey-Oberliga Nord beschreiben können. EVD-Topscorer Raphael Joly ist beispielsweise der punktbeste Niederländer in der Liga – noch vor allen Spielern der Tilburg Trappers. Hollands Nationalgoalie Ian Meiderdres hat mit 2,0 den besten Gegentorschnitt aller Oberliga-Keeper. Die Füchse wiederum haben das zweiterfolgreichste Überzahlspiel der Oberliga Nord, die Trappers die erfolgreichste Unterzahlformation. Fakt ist aber nach nun beinahe zwei Saisons, in denen die Nordbrabanter in den deutschen Spielbetrieb integriert sind: Wenn Duisburg und Tilburg aufeinander treffen, ist meist eine Menge los.

Wenn sich die beiden Teams am Samstag (18.30 Uhr, Scania-Arena) gegenüberstehen, geht es aber um mehr als ein mitreißenden Eishockeyspiel. Die Trappers stehen aktuell als Zweiter mit drei Punkten mehr und einem um acht Tore besseren Torverhältnis vor den Füchsen. Da nur noch drei Meisterrundenspiele anstehen, ist es an der Zeit für den EVD, die Lücke zu schließen.

Da hilft eine gute Nachricht: „Alle sind an Bord. Nur hinter Cody Bradley steht noch ein Fragezeichen“, sagt Uli Egen, der zum Trainergespann der Füchse gehört. Unter der Woche drohten krankheitsbedingt noch mehr Spieler auszufallen. Am Freitag stand Bradley zwar im Training auf dem Eis, aber so recht auf dem Damm war er noch nicht. Reemt Pyka ergänzt: „Mike Schmitz wird auch dabei sein.“ Der Verteidiger lief am Freitag für die Krefeld Pinguine im Derby bei der Düsseldorfer EG auf, wird aber beim Oberliga-Topspiel nicht fehlen.

Unter der Woche haben Egen und Pyka am System gefeilt und zwei Maßnahmen ergriffen, die das Defensivverhalten der Mannschaft stabilisieren sollen. „Die Zuordnung ist nun klarer geregelt, wer den dritten Mann vor dem Tor nimmt“, sagt Pyka. „Und beim Forecheck haben wir so reagiert, dass wir uns möglichst wenige Konter einfangen“, so Egen. Und das war in einigen Spielen tatsächlich ein Problem – beispielsweise beim zurückliegenden Spiel in Tilburg. Das hatte Egen, der in den Niederlanden wohnt, gesehen. „Ich finde nicht, dass der sportliche Unterschied bei der Niederlage groß war. Tilburg wirkte einfach bereiter.“ Pyka schiebt nach: „Und das ist bitter, weil Tilburg zuvor vier Spiele in Folge verloren hatte.“ Bemerkenswert gut ist die Stimmung im Team, die den Wechsel auf der Trainerbank bestens verdaut hat. „Gegen Wedemark brauchten wir bis zum 1:0 oder 2:0, ehe es richtig lief“, so Pyka. Zwei Tage später in Taucha verdaute das Team den 3:3-Ausgleich der Leipziger nach 3:0-Führung und gewann doch noch.

Und darauf kommt es nun an. Gewinnen – egal, was passiert.

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