Füchse starten in der HauptstadtErst zu den Preussen, dann kommt Essen

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Ein altes Duell – und doch irgendwie ganz neu. 28 Mal gab es im Eishockey das Duell zwischen Duisburg und Preußen Berlin. Das letzte dieser Spiele ist 28 Jahre her. Und dennoch ist vieles neu, wenn die Saison in der Eishockey-Oberliga Nord am Freitag um 19.30 Uhr mit dem Spiel zwischen dem ECC Preussen Berlin und dem EV Duisburg beginnt. Ein altes, aber eben auch junges Derby steht am Sonntag (18.30 Uhr, Scania-Arena) an: Dann treffen die Füchse daheim auf die Moskitos Essen. Apropos neu: Seit dieser Saison heißen die Stechmücken offiziell Wohnbau Moskitos Essen.

Als sich die Berliner aus dem Westteil der Stadt und Duisburg letztmals gegenüberstanden, hörten beide noch auf gänzlich andere Namen: Berliner SC Preußen auf der einen, Duisburger SC auf der anderen Seite – die bewegte Geschichte beider Clubs seither fand ohne direktes Duell statt. In der gemeinsamen Zeit in der 2. Bundesliga waren die Berliner, die aus dem Zusammenschluss der Eishockeyspieler des Berliner SC und des BFC Preußen hervorgingen, meist an der Spitze zu finden, ehe 1987 der Bundesliga-Aufstieg gelang. Kein Wunder also, dass die Statistik für die Berliner spricht: Der Club, der damals an der Jafféstraße zu Hause war, gewann 19 Mal, sechs Partien gingen an den DSC. Dreimal hieß es Remis.

Wenn heute die Saison startet, sind die Voraussetzungen andere: Erstmals spielt der EVD in der 2012 eröffneten Eissporthalle Charlottenburg an der Glockenturmstraße, die 1000 Zuschauern Platz bietet. Und während der BSC Preußen im Regelfall Favorit war, sind diese Rollen aktuell getauscht. „Wir werden allerdings keinen Gegner unterschätzen“, betont EVD-Coach Tomas Martinec. „Für beide beginnt die Saison gerade erst und die Preussen werden uns viel Widerstand entgegensetzen.“ Teamchef Lance Ne­thery ergänzt: „Es kommt aber zu 95 Prozent auf unsere Leistung an – und nur der Rest hat etwas mit dem Gegner zu tun.“

Da ist es eine gute Sache, dass die Füchse – bis auf den langzeitverletzten Manuel Neumann – komplett sind. Auch Raphael Joly, der zuletzt angeschlagen war, wird in Berlin dabei sein. „Er gehört auf jeden Fall zum Kader“, sagt Martinec. „Wir werden sehen, wie oft wir ihn einsetzen.“ Erstmals wird auch Verteidiger Kevin Neumüller auflaufen, den die Füchse wie berichtet kurz vor dem Start verpflichtet haben. Seit Montag ist der 21-Jährige im Training, seit Mittwoch gehört der Mann, der für Crimmitschau in der DEL2 gespielt hat, dem Team auch offiziell an. Martinec: „Er ist ein junger Spieler, läuferisch gut, verfügt über eine gute Puckkontrolle und ist ehrgeizig – er passt also zu uns.“

Auch andere Spieler sind ja vergleichsweise neu im Team – und dennoch hat sich längst herumgesprochen, dass das Ruhrderby am Sonntag gegen Essen eine große Bedeutung hat. „Das ist den Jungs klar“, sagt Martinec. „Sie wissen aus ihren bisherigen Vereinen, wie wichtig Derbys sind.“ Das 42 Spiele andauernde Rennen auf die Play-off-Plätze kann also beginnen.

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