Füchse sind bereit7:2-Sieg in Erfurt – Halle kommt zum Spitzenspiel

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Bereit für das Spitzenspiel? Offenbar, denn am Freitagabend ließ der EV Duisburg in der Eishockey-Oberliga Nord überhaupt nichts anbrennen. Nach langer Anreise war bei den Schwarz-Roten nichts von schweren Beinen zu spüren – das Team von Trainer Tomas Martinec machte schon im ersten Drittel alles klar und gewann bei den Black Dragons Erfurt sicher mit 7:2 (4:0, 2:1, 1:1). Am Sonntag (18.30 Uhr, Scania-Arena) folgt nun das Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle, die von vielen als einer der Mitfavoriten der Oberliga Nord angesehen werden – und auch selbst davon sprechen, gerne in Zukunft DEL2 spielen zu wollen.

Die Partie begann nach Wunsch für den EVD: Schon nach weniger als sechs Minuten lagen die Füchse mit 2:0 in Führung. Den Anfang machte der erneut bärenstarke Raphael Joly. Yannis Walch hatte in der fünften Minute abgezogen, der Puck prallte ab – und der Holland-Kanadier hatte den richtigen Riecher, stand goldrichtig und traf zum 1:0. 71 Sekunden später musste Dragons-Goalie Max Gimbel den Puck schon wieder aus dem Netz angeln. Seine Vorderleute vertändelten die Scheibe; Noureddine Bettahar setzte aufmerksam nach, passte zu Lars Grözinger und – drin. Von Erfurt war im ersten Drittel kaum etwas zu sehen. Nur in der achten Minute musste EVD-Torhüter Sebastian Stefaniszin eingreifen. Viktor Beck, der diesmal nach seinem Zahnverlust im Tilburg-Spiel ebenfalls wie Chad Niddery mit Gitter spielte, verlor den Puck; Felix Schümann hatte die Chance, doch Stefaniszin machte hinten dicht. Der Rest des Drittels brachte Duisburger Dominanz. Christoph Ziolkowski erhöhte frei stehend auf 3:0 (12.), ehe ein schöner Spielzug das 4:0 brachte (17.): André Huebscher hatte für Danny Albrecht nach hinten abgelegt, der wiederum spielte quer zu Joly und schon stand es 4:0.

Das war zu viel für die Black Dragons: Die Thüringer kamen wütend aus der Kabine, wollten sichtlich zurück ins Spiel – und trafen auch durch Kyle Bode nur 66 Sekunden nach Wiederbeginn zum 1:4. Duisburg blieb im Spiel, war in den Folgeminuten aber nicht mehr so bestimmend wie in den ersten 20 Minuten. Doch in der 31. Minute war der EVD wieder zur Stelle: Chad Niddery gab die Scheibe zurück zu Christoph Ziolkowski, der aus zentraler Position das 5:1 markierte. Grözinger sorgte kurz vor Pause zwei mit dem 6:1 endgültig für klare Verhältnisse. Niddery (EVD) und Sebastian Hofmann (Erfurt) trafen im Schlussdrittel.

„Wir sind trotz der langen Anreise wirklich gut aus der Kabine gekommen“, sagt EVD-Trainer Tomas Martinec. „Die Jungs haben in dieser Phase die Chancen gut genutzt. Das Spiel war unter Kontrolle.“ Nur nach Beginn des zweiten Drittels gab es einen kleinen Wackler. „Erfurt hat gleich die erste Chance gut genutzt. Ich hatte auch gewarnt, weil die Black Dragons einige gute Spieler haben. Manchmal tun wir uns noch schwer, den Sack zuzumachen, versuchen zu viel, statt den Puck einfach reinzuschießen.“ Aber auch das wurde im Verlauf des Spiels wieder besser – sodass Halle kommen kann. „Auch wenn sie quasi spielfrei hatten.“ Das Freitagspiel der Saale Bulls Halle gegen Timmendorf wurde nach 20 Minuten beim Stand von 1:0 wegen einer defekten Eismaschine abgebrochen.

Tore: 0:1 (4:31) Joly (Albecht, Walch), 0:2 (5:42) Grözinger (Bettahar, Kunce), 0:3 (11:49) Ziolkowski (Niddery, Beck), 0:4 (16:41) Joly (Huebscher, Albrecht), 1:4 (21:06) Bodie (Weise, Otte), 1:5 (30:44) Ziolkowski (Niddery, Walkowiak), 1:6 (38:55) Grözinger (Niddery, Walch), 1:7 (43:54) Niddery (Ziolkowski), 2:7 (58:13) Hofmann (Kämmerer, Otte/5-3). Strafen: Erfurt 8, Duisburg 16. Zuschauer: 515.


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