Füchse melden sich zurück6:2-Erfolg gegen Leipzig

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Fünf Sekunden: erster Check von Raphael Joly. Zehn Sekunden: erster Torschuss von André Huebscher. 33 Sekunden: erste Strafzeit gegen André Huebscher. Keine sechs Minuten – 1:0 für Duisburg durch Christoph Ziolkowski. Die Fans, die von der ersten Sekunde an hinter ihrem Team standen, schalteten einen Gang hoch – und die Spieler in Schwarz und Rot auch. So gewann der EVD im Play-off-Achtelfinale gegen die Icefighters Leipzig mit 6:2 (3:0, 1:2, 2:0) und verkürzte in der Serie auf 1:2.

Die Lösung, wie eine defensiv starke Mannschaft zu knacken ist, war offenbar gefunden. Und dabei klingt sie so einfach, klingt sie so nach Eishockey. Mit Härte und Geschwindigkeit überrannten die Duisburger ihre Kontrahenten aus Sachsen. Jeder Check wurde zu Ende gefahren, jeder Zweikampf wurde geführt. Und als Raphael Joly in der zehnten Minute in Überzahl zum 2:0 traf, da nahm Leipzigs Trainer Sven Gerike bereits seine Auszeit. Er sah: so wird das aus seiner Sicht heute nichts. Doch die Füchse machten weiter. Ein Schuss von Markus Schmidt strich kurz nach dem zweiten Treffer knapp am Leipziger Gehäuse vorbei. Und auch Joly hatte das dritte Tor auf dem Schläger (17.). Mit einem sehenswerten Treffer gab Mike Mieszkowski  den Füchsen endgültig den Glauben an sich selbst zurück. Chad Niddery spielte die Scheibe von rechts in die Mitte, wo der bullige Stürmer angerauscht kam, die Kelle im richtigen Winkel in den Pass hielt und so zum 3:0 traf. Als sich die Strafen gegen Duisburg mehrten, sorgte dann auch der Kampf im Unterzahl für Szenenapplaus.

Und hätte Joly nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn das 4:0 erzielt, wäre die Spannung nicht mehr in diese Partie zurückgekehrt. Doch plötzlich wanderten die Duisburger immer häufiger auf die Strafbank – und mussten in der 26. Minute eine 3:5-Unterzahl überstehen. Das nutzte Damian Martin zum 1:3 aus. Dreieinhalb Minuten später war Denis Fominych, erneut im Powerplay, zur Stelle und stellte den Anschluss her. Geschockt zeigten sich die Gastgeber nicht, kämpften und arbeiteten weiter. Und schließlich schlug ein Schlagschuss vom Markus Schmidt in der 39. Minute hinter Icefighters-Goalie Sebatsian Staudt ein – weniger als eine Sekunde, bevor eine Strafzeit gegen Hannes Albrecht abgelaufen war. 

In der 43. Minute hatte Chad Niddery nach einem Foul von Michal Psurny die große Gelegenheit, die Vorentscheidung zu besorgen – doch auch der zweite Penalty der Serie blieb ungenutzt. Sekunden später scheiterte auch Tepper frei vor Staudt. So blieb dies das größte Manko in einem ansonsten starken Play-off-Spiel der Füchse – die Chancenauswertung. Denn das Schussverhältnis sprach klar für Duisburg. Letztlich machten Lars Grözinger (56.) und Chad Niddery (58., leeres Tor) alles klar.

Damit geht es am Freitag  um 20 Uhr in Taucha weiter. Die Voraussetzungen bleiben die gleichen: Der EVD muss gewinnen, damit die Serie weitergeht. Gewinnt dagegen Leipzig, stünden die Icefighters im Viertelfinale.

Tore: 1:0 (5:42) Ziolkowski (Joly, Mieszkowski), 2:0 (8:50) Joly (Tepper, Grözinger/5-4), 3:0 (17:43) Mieszkowski (Niddery, Ziolkowski), 3:1 (26:00) Martin (Snetsinger, Eichelkraut/5-3), 3:2 (29:34) Fominych (Ullmann, Eichelkraut/5-4), 4:2 (38:48) Schmidt (Tepper, Joly/5-4), 5:2 (55:21) Grözinger (Joly, Huebscher), 6:2 (57:14) Niddery (4-5, ENG). Strafen: Duisburg 18 + 10 (Schmidt) + 10 (Tepper), Leipzig 10. Zuschauer: 2069.

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