Füchse können weiter auf Rang zwei hoffenDerbysieg gegen Herne wird gegen Ende deutlich

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Dabei waren die Voraussetzungen nicht schlecht für den EVD. Wie angekündigt konnte der Tabellenführer nur stark ersatzgeschwächt in Duisburg antreten – so standen nur 13 Feldspieler in Grün-Weiß-Rot auf dem Eis. Tatsächlich bestimmten die Füchse die ersten Minuten, wurden dabei aber nur selten gefährlich. Etwa zur Mitte des ersten Drittels merkten die Gäste, dass sie auch in der Minimalbesetzung etwas ausrichten könnten. Das gelang vor allem in der zwölften Minute, als sich Aaron McLeod, den Füchse-Trainer Reemt Pyka vor dem Spiel ohnehin als den gefährlichsten Herner ausgemacht hatte, sich in der Ecke an der Zamboni-Tür die Scheibe schnappte, vor das Tor kurvte und nahezu unbedrängt zur Herner Führung traf. Das passierte übrigens vor den Augen des früheren Duisburger DEL-Verteidigers Jean-Luc Grand-Pierre, der sich das Spiel ansah und sicher wenig Verständnis für ein derart leichtes Gegentor haben dürfte.

Zumindest passten die Duisburger danach etwas besser auf – oder „löschten“, wenn es zu brenzlig wurde. Wie Lukas Koziol, der im entscheidenden Moment Dominik Luft am Einschuss störte. Nur McLeod bekamen die Duisburger nicht wirklich in den Griff. So durfte er in der 18. Minute noch einmal unbehelligt an allen in rot vorbeiziehen, konnte aber Justin Schrörs im EVD-Tor nicht bezwingen.

Im zweiten Drittel machten die Füchse mehr Druck, doch auch in der kleinen Besetzung machten die Herner ihre Sache in der Defensive gut. Dennoch gab es Chancen für die Füchse. In der 25. Minute hatte Raphael Joly doppelt Pech; erst traf er den Pfosten, ehe er Sekunden später den Puck direkt vor dem Herner Tor nicht kontrollieren konnte. Zwei Minuten später scheiterte Coco Krämer nur knapp beim Versuch, den Ausgleich zu erzielen. Letztlich blieben zu viele Angriffsversuche einfach zu ungenau – und Herne spielte dafür dann auch zu aufmerksam. Und als es dann doch mal klappte, hatte Christian Wendler seinen Schoner dazwischen, wie in der 34. Minute, als André Huebscher einen Gegenspieler aussteigen ließ und den Puck genau in den Lauf von Raphael Joly spielte.

Aber wenn es nicht schön geht, dann stochert man die Scheibe eben rein, denn in der 35. Minute scheiterte Jakub Wiecki erst, „arbeitete“ das Spielgerät dann aber doch noch irgendwie zum 1:1 über die Linie. Das löste den Knoten: Drei Minuten später brachte Jari Neugebauer die Füchse in Führung. In der Schlussphase machten es Cody Bradley (55.), Jakub Wiecki (59.) und Patrick Klöpper (60.) sogar noch richtig deutlich. Das 4:1 durch Wiecki war ein technisches Tor, bei dem er vor dem leeren Tor gefoult wurde und nur das Außennetz traf.

„Das erste Drittel war nicht gut, aber danach waren die klar bessere Mannschaft“, sagt EVD-Trainer Uli Egen. „Wir haben ein gutes erstes Drittel gespielt, sind auch verdient mit 1:0 in Führung gegangen. Aber ab der 30. Minute hatten wir nicht so viel Kraft, da machten sich dann unsere fehlenden vier Spieler bemerkbar“, sagte der HEV-Trainer Frank Petrozza.

Am Sonntag steht das letzte Punktspiel vor den Play-offs an. Um 18.15 Uhr spielen die Füchse bei den Saale Bulls Halle. Die ebenfalls punktgleichen Moskitos Essen und Tilburg Trappers treffen eine Viertelstunde später direkt aufeinander.

Tore: 0:1 (11:14) McLeod (Schneider, Richter), 1:1 (34:50) Wiecki (Ochmann, Beck), 2:1 (37:49) Neugebauer (Krämer, Mike Schmitz), 3:1 (54:33) Bradley (Mike Schmitz, Ochmann), 4:1 (58:38) Wiecki (technisches Tor), 5:1 (59:50) Klöpper (Koziol). Strafen: Duisburg 6, Herne 10. Zuschauer: 1939.


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