Füchse feuern zwei Spieler„Loyalitätsbruch gegenüber der Mannschaft“

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Drei Wochen lang dauert nun schon die Durststrecke der Füchse. Nach dem überzeugenden 8:2-Sieg beim Verfolger EHC Neuwied lief nicht mehr viel zusammen. Sieben Spiele, davon drei gegen ambitioniertere Gegner – und eben diese drei Partien gingen klar verloren. Nun gibt es die ersten Konsequenzen: Der Eishockey-Oberligist EV Duisburg hat sich am Dienstagabend fristlos von Stürmer Danny Albrecht und von Verteidiger Jan-Niklas Pietsch getrennt. Der Grund liegt aber noch jenseits der reinen Ergebnisse: Beide hatten für die Rockets Essen in den Play-offs der Skaterhockey-Bundesliga gespielt, „ohne dass das mit uns abgesprochen war. Das ist ein absolutes No Go. Beide sind Angestellte der Füchse. Das ist ein Loyalitätsbruch gegenüber der Mannschaft. Erst recht in der jetzigen Situation“, betont Füchse-Chef Sebastian Uckermann.

Die Rockets, die von Frank Petrozza trainiert werden, der in der Eishockey-Oberliga den EVD-Konkurrenten Herner EV coacht, spielten im Finale gegen den HC Köln-West. In den Spielen eins und drei liefen Albrecht und Pietsch in Essen für die Rockets auf; im Auswärtsspiel in Köln war es nicht möglich, da diese Partie an einem Sonntag stattfand. Uckermann sagt: „Diese Entscheidung haben wir als Geschäftsleitung gefällt. Es geht einfach nicht, zwischen zwei Eishockeyspielen auch noch beim Skaterhockey aufzulaufen und dann noch nicht einmal mit uns darüber zu sprechen. Und dann kommt noch die Leistung in Hannover dazu.“ Aufgefallen ist es den Füchsen erst im Zuge der Berichterstattung über die gewonnene Meisterschaft der Rockets. „Wir lesen ja nicht täglich die Essener Zeitung und beschäftigen uns mit dem, was beim Skaterhockey passiert.“

Die Füchse, so Uckermann, intensivieren nun die Spielersuche. Ob es schon vor dem Sonntag, wenn der EVD die Tilburg Trappers um 18.30 Uhr zum Spitzenspiel in der Scania-Arena erwartet, Neuzugänge gibt, kann der Füchse-Chef nicht sagen. „Wir werden sehen, wie schnell das funktioniert. Die Mannschaft muss nun enger zusammenrücken. Klar ist aber, dass wir uns das nicht bieten lassen konnten.“ Denkbar wäre, gerade in der Verteidigung, die entstandene Lücke zunächst mit Hilfe der Kooperationspartner zu schließen. „Das ist nun eine Sache unseres Teamchefs Lance Nethery.“

Nethery selbst sagte: „Wenn ich nach 34 Jahren Eishockey denke, ich hätte alles erlebt, kommt doch noch immer etwas Neues dazu“, zeigte sich der Kanadier ebenfalls verärgert.

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