Füchse Duisburg knacken den PferdeturmScorpions kommen mit blauem Auge davon – Leipzigs Siegesserie geht weiter

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Ärgerlich für die Moskitos, aber auch sie hatten Glück, denn die Reisetätigkeit von Verfolger Tilburg Trappers war bei Spielen in Halle und Hamm nicht gerade von Erfolg geprägt. Somit konnten die Essener ihren Sieben-Punkte-Vorsprung behalten. Und auch der nächste Verfolger, die Hannover Indians, leistete sich eine Panne. Ausgerechnet der Tabellenvorletzte Füchse Duisburg schaffte das gleiche wie eine Woche zuvor die Scorpions, nämlich einen Sieg am Pferdeturm. Noch stehen die Indians auf Rang vier, aber es hätte auch Platz drei sein können.

Direkt dahinter, nur zwei Punkte entfernt, Halle und Erfurt, die beide sich in guter Form befinden. Und auch Hamm zeigte gegen Tilburg, dass man sich mit Platz sieben noch nicht zufriedengibt. Rostock scheint sich im Augenblick eine kleine Pause zu gönnen, muss aber auf Herne aufpassen, das mit dem Erfolg in Essen ein Ausrufezeichen setzte. Die Mannschaft der Stunde ist jedoch Leipzig, das in Rostock den fünften Sieg in Folge holte und jetzt von Platz neun nur noch zwei Punkte entfernt ist. Etwas gefrustet wird Duisburg sein, dass trotz der überraschenden zwei Punkte am Turm bei der Aufholjagd mit Leipzig einen Punkt verloren hat und schon acht Zähler Rückstand hat. Und Herford? Die Westfalen stecken tief in der Misere, bräuchten drei Siege am Stück, um zunächst einmal mit Duisburg gleichzuziehen.

Moskitos Essen – Herner EV Miners 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)

Ein etwas überraschender Erfolg des Underdogs, der sich zwar über die fast gesamte Spielzeit in der Defensive sah, aber am Ende durch seine erfolgreiche Kontertaktik drei wichtige PUnkte einsacken konnte. Vor der Rekordkulisse von fast 3.500 Zuschauern boten die Essener zwar in der Offensive eine Menge, aber die Toreffizienz war am Ende mangelhaft. Herne hatte das Glück, dass der 1:1-Ausgleich eine Sekunde vor der ersten Drittelpause fiel und als sie vier Minuten vor dem Ende in Führung gingen, ließ die sattelfeste Deckung mit einem überragenden Keeper Finn Becker nichts mehr zu.

Tore: 1:0 (03:45) Michael Gottwald (Slanina, Stelzmann), 1:1 (19:59) Maximilian Braun (Kalnins, Keresztury), 2:1 (26:08) Edmunds Augstkalns (Zolmanis, Biezais 5-4), 2:2 (32:25) Dennis Swinnen (Kalnins, Spezia), 2:3 (56:16) Sebastien Döring (Polter, Liesegang)

Hammer Eisbären – Tilburg Trappers 4:1 (1:0, 0:1, 3:0)

Tilburg hatte optisch mehr vom Spiel, hatte am Ende 47:38 Torschüsse aufzuweisen und war letztlich an der heimischen Defensive und an Torhüter Daniel Filimonow gescheitert. Hamm spielte äußerst konzentriert und traf zum besten Zeitpunkt, nämlich in der 51. Minute, zur 2:1 Führung durch Thomas Zuravlev. Der frühere Hamburger traf dann auch wenige Minuten später zum 3:1 und ebnete den Weg zum Sieg.

Tore: 1:0 (04:03) Moritz Israel (Evanish, Spacek), 1:1 (24:31) Reno de Hondt (Gracel, Joly), 2:1 (50:38) Thomas Zuravlev (Tegkaev,Bappert), 3:1 (54:47) Thomas Zuravlev (Geuss, Tegkaev), 4:1 (58:10) Ben Evanish (Luknovsky, Gollenbeck)

Hannover Scorpions – Black Dragons Erfurt 3:2 (1:0, 1:1, 0:1, 1:0) n.P.

Nur mit viel Mühe konnte der Tabellenführer den Angstgegner früherer Tage bezwingen. Die Erfurter versteckten sich nicht, ließen sich vom 0:1 in der 12. Minute nicht beeindrucken und trafen im zweiten Drittel bereits nach 23. Minuten zum Ausgleich. Die Scorpions antworteten postwendend mit ihrer erneuten Führung, aber die Erfurter taten dem Tabellenführer nicht den Gefallen und öffneten sich. Sie spielten ihren Part so weiter und in der 56. Minute war es soweit. Keil glich aus. In der Verlängerung hätten die Erfurter sogar fast den Siegestreffer erzielt, wenn Kuhn nicht hervorragend reagiert hätte. Im abschließenden Penaltyschiessen hatten die Scorpions schließlich durch Aquin knapp die Nase vorn.

Tore: 1:0 (11:11) Alexander Heinrich (Wruck, Thomson), 1:1 (22:12) Tim May (Eichstadt, Keil 5-4), 2:1 (23:38) Pascal Aquin (McPherson, Dybowski), 2:2 (56:00) Maurice Keil (Bosas, Belendir), 3:2 (65:00) Pascal Aquin (PEN)

Hannover Indians – Füchse Duisburg 2:3 (0:1, 1:0, 1:1, 0:1) n.P.

Eine Woche nach der knappen Niederlage gegen den Tabellenführer zeigten die Indians ihr anderes Gesicht. Trotz einer haarsträubenden Überlegenheit sahen sie sich nicht in der Lage, die Scheibe an Duisburgs Keeper Linus Schwarte vorbeizubringen. Der Füchse-Keeper avancierte zum Helden der Partie, kam auf sehr starke 96,9 Prozent Fangquote, während sein Gegenüber Böttcher-Miserotti mit 93,4 Prozent etwas schlechter abschnitt. Matchwinner bei den biederen Duisburgern war Schymainski, der für die beiden letzten Tore sorgte, wobei der Siegtreffer im Penaltyschießen fiel.

Tore: 0:1 (02:25) Tobias Fischer (Pfeifer, Phillips), 1:1 (28:05) Christian Hausinger (D. Palka, R. Palka), 2:1 (45:44) Philipp Messing (Hausinger, D. Palka), 2:2 (51:42) Martin Schymainski (Walch, Brice), 2:3 (65:00) Martin Schymainski (PEN)

Rostock Piranhas – Icefighters Leipzig 1:2 (1:0, 0:2, 0:0)

In einem ausgeglichenen Spiel gewann der Gast verdient, weil er in den ersten beiden Dritteln das aktivere Team darstellte und nicht zu Unrecht 2:1 führte. In den letzten zwanzig Minuten warf Rostock alles nach vorne, spielte stellenweise Powerplay, traf aber nicht und weil Leipzig zu keinen offensive Aktionen mehr kam, blieb es beim Vorsprung der sich zur Zeit in guter Form befindlichen Gäste.

Tore: 1:0 (16:38) Keegan Dansereau (Tousignant, Tramm), 1:1 (31:09) Andre Schietzold (Klaus, Östling), 1:2 (33:29) Victor Östling (Gibbons, Nix)

Herforder EV – Saale Bulls Halle 0:6 (0:3, 0:0, 0:3)

Die 619 Fans aus Herford wurden von ihrer Mannschaft bitter enttäuscht. Der Grund war, dass die Herforder bereits nach drei Minuten mit zwei Toren in Rückstand lagen und danach ihre Angriffe viel zu ungenau durchführten. Halle stand hinten sicher, ließ die Ice Dragons anstürmen, traf durch einen Konter kurz vor der ersten Pause zur 3:0 Führung aus ihrer Sicht und verwaltete im zweiten, torlosen Drittel, das Ergebnis.Im letzten Drittel schossen die Bulls dann in regelmäßigen Abständen drei weitere Tore zum Kantersieg. Überragend bei Halle neben Torhüter Nils Velm Patrick Schmid mit vier Scorerpunkten. Ihm nahe kamen noch Perlini und Domogalla mit je drei Zählern.

Tore: 0:1 (01:32) Martynas Grinius (Domogalla, Köhler), 0:2 (02:29) Tatu Vihavainen (Stas, Schmid), 0:3 (18:12) Leon Fern (Grinius, Domogalla), 0:4 (41:05) Brett Perlini (Schmid, Domogalla), 0:5 (50:02) Patrick Schmid (Perlini, Vihavainen), 0:6 (53:13) Patrick Schmid (Schug, Perlini)

Nachtrag vom 5. Dezember:

Saale Bulls Halle – Tilburg Trappers 5:2 (3:0, 0:1, 2:1)

Tore: 1:0 (08:22) Adam Domogalla (Weyrauch, Perlini), 2:0 (18:57) Brett Perlini (Merl, Vihavainen 5-4), 3:0 (19:58) Thomas Merl (Grinius, Hoffmann), 3:1 (29:11) Mikko Virtanen (PEN), 4:1 (48:35) Brett Perlini (Merl, Vihavainen 5-4), 5:1 (55:21) Brett Perlini (Vihavainen, Schmid 5-3), 5:2 (59:02) D‘Artagnan Joly (Virtanen, Borgman)


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