Füchse Duisburg gewinnen das Spitzenspiel gegen Tilburg4:1-Erfolg für den EVD gegen die Trappers

Raphael Joly traf zur 2:1-Führung des EVD gegen die Tilburg Trappers. (Foto: Roland Christ)Raphael Joly traf zur 2:1-Führung des EVD gegen die Tilburg Trappers. (Foto: Roland Christ)
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Und offenbar hatten auch die Fans ihren Spaß, die ihr Team lauthals anfeuerten. Dazu war das Spitzenspiel zwischen dem Oberligisten EV Duisburg und Tabellenführer Tilburg Trappers genau das: ein Spitzenspiel mit viel Tempo und ordentlich „Wumms“. Und die Füchse schnappten sich beim 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) auch noch alle drei Punkte.

„Wir sind so-so ins Spiel gekommen“, sagte Tilburgs Trainer Bo Subr. „Wir haben nicht geschossen. Nach dem 1:1 war unser Pressing besser. Aber wir sind heute auf einen guten Gegner getroffen, der im Powerplay eine gute Kontrolle hatte.“ EVD-Coach Reemt Pyka erklärte: „Wir haben uns explizit auf diesen Gegner vorbereitet. Im ersten Drittel haben wir wirklich gut gespielt. Nach der Pause wurde Tilburg besser. Ich kann meine Mannschaft nur loben. Coco Krämer hat seine Sache in der Defensive wieder gut gemacht. Entscheidend war, dass wir viele Schüsse geblockt haen. Und dass Christoph Mathias in drei Spielen nur zwei Gegentore zulässt, ist auch bemerkenswert.“

Gleich nach sieben Sekunden zeigten die Füchse die Richtung an, in die es gehen sollte, als André Huebscher das erste Mal aufs Trappers-Tor schoss. Und schon nach knapp fünf Minuten lag der EVD vorne. Armands Berzins wurde kaum einen Meter vor dem Netz gefoult – da er allein durch war, kreuzte Schiedsrichter Mischa Apel die Arme: Penalty! Der Lette lief an und versenkte die Scheibe so cool und locker aus dem Handgelenk, wie es drei Teilnahmen an Olympischen Spielen auch vermuten lassen. Danach dominierten die Füchse die Partie, fingen viele Angriffsversuche der Niederländer durch gutes Stellungsspiel ab, schalteten zügig wieder um in den Offensivmodus. So verbuchte Giovanni Vogelaar erst in der neunten Minute die erste wirklich gute Gelegenheit für die Gäste. Hinten standen die Füchse sicher – übrigens auch wieder mit dem eigentlichen Stürmer Coco Krämer, der ein Verteidigerpaar mit David Cespiva bildete.

Vor der Partie hatte es EVD-Coach Reemt Pyka bereits angedeutet: „Tilburg spielt variabel.“ Und tatsächlich war das Team aus Nordbrabant nach dem Seitenwechsel deutlich agiler und aggressiver. Das brachte den Gästen auch Erfolg. Einen schicken Angriff über die rechte Seite verwertete Ryan Collier in der 24. Minute zum 1:1-Ausgleich. Die Trappers waren nun deutlich besser im Spiel – und die Partie legte sogar noch an Tempo zu. Langsam befreiten sich die Füchse wieder und hatten in der 29. Minute eine gute Gelegenheit nach einem Rebound durch Sam Verelst, dessen Schuss aber sichere Beute von Trappers-Torwart Ian Meierdres wurde. Oft haben solche Spiele ein „ausgerechnet“ in ihrer Geschichte. Und tatsächlich brachte „ausgerechnet“ Duisburgs Holland-Kanadier Raphael Joly die Füchse wieder nach vorne. Nach schönem Pass von Björn Barta war er auf und davon, hatte zwar noch einen Tilburger Verteidiger im Schlepptau, tanzte Meierdres aber dennoch aus – und legte den Puck ins Netz (39.). Drei Sekunden vor der Pause gerieten die Teams aneinander und tauschten ihre Argumente handfest aus.

Die Entscheidung brachte schließlich ein Powerplay. Geduldig spielten die Füchse ihre Überzahl aus, ehe Viktor Beck die Scheibe in die Maschen nagelte (55.).Und Beck packte den Deckel dann auch drauf: 35 Sekunden vor dem Ende traf er ins inzwischen leere Tilburger Tor.

Tore: 1:0 (4:43) Berzins (Penalty), 1:1 (23:58) Collier (Kevin Bruijsten, van den Heuvel), 2:1 (38:15) Joly (Barta), 3:1 (54:15) Beck (Slanina, Berzins/5-4), 4:1 (59:25) Beck (Verelst, Nägele/ENG). Strafen: Duisburg 14, Tilburg 16. Zuschauer: 1421.

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