Füchse Duisburg gewinnen das Derby verdient5:1 gegen Herne – Sorgen um Lars Grözinger

Mike Schmitz traf für die Füchse Duisburg gegen die von seinem Vater Elmar Schmitz gecoachte Mannschaft des Herner EV. (Foto: Roland Christ)Mike Schmitz traf für die Füchse Duisburg gegen die von seinem Vater Elmar Schmitz gecoachte Mannschaft des Herner EV. (Foto: Roland Christ)
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Doch auch ohne ihn – und ohne den gesperrten Armands Berzins – bot der EV Duisburg gegen den bisherigen Arbeitgeber von Füchse-Trainer Frank Petrozza eine starke Leistung. Am Ende stand ein 5:1 (1:0, 3:1, 1:0)-Erfolg und die Rückkehr auf Rang drei der Oberliga Nord.

Vor der Partie war Petrozza zu Umbaumaßnahmen gezwungen. Für Grözinger spielte Jari Neugebauer in der ersten Reihe und nahm die Centerposition ein. Sam Verelst, Björn Barta und Marco Habermann bildeten die zweite Formation, während Dennis Gulda zu Robin Slanina und Viktor Beck rückte – und die beiden aufgerückten Angreifer machten ihre Sache gut. Das galt auch für die übrigen Füchse. Herne blieb im ersten Drittel brandgefährlich, aber die meiste Zeit der ersten 20 Minuten verbrachten die beiden Teams dann doch in Rufweite von Hernes Goalie Christian Wendler. Auf Herner Seite dauerte es bis zur fünften Minute, ehe Sören Hauptig nach einem Puckverlust der Hausherren erstmals gefährlich auf das EVD-Tor schoss. Und die Gäste, die sehr „hoch standen“, also früh angriffen, machten in den Folgeminuten den Füchsen das Leben schwer, kamen zu guten Gelegenheiten – doch stets stand Torhüter Christoph Mathis den Gysenbergern im Weg. Bereit in der zwölften Minute hätten sowohl Robin Slanina und kurz darauf Raphael Joly sowie André Huebscher treffen können – der Gram über vergebene Chancen endete aber schnell. Nach einem Bully zog Joly ab und düpierte Wendler im Herner Tor. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Aaron McLeod, scheiterte aber erneut an Mathis (17.).

Spätestens mit dem 2:0 von Viktor Beck – nach technisch hervorragender Vorarbeit von Robin Slanina – hatte der EVD das Spiel im Griff. Passend zur jüngsten Trainergeschichte, die beide Teams verbindet, traf Mike Schmitz in Überzahl zum 3:0. Sein Vater, Krefelds Nachwuchschef Elmar Schmitz, steht derzeit interimsmäßig an der Herner Bande. Zwar ließ die Konzentration kurz nach, was Philipp Kuhnekath mit dem 1:3 bestrafte, doch nur 34 Sekunden später jagte Joly den Puck zum 4:1 in den kurzen Winkel. Im Schlussdrittel packte Slanina den Deckel oben drauf – ebenfalls auf der kurzen Seite. Das letzte Wort hatte jedoch Christoph Mathis mit einer Szenenapplaus auslösenden Fanghand-Parade gegen Michel Ackers (56.).

„Wir wollten unserem Publikum ein gutes Spiel liefern – und das haben wir getan“, strahlte Frank Petrozza nach dem Derbysieg. „Es gab einige Schlüsselszenen für diesen Erfolg: Das 2:0 nach überstandener Unterzahl, das 3:0 durch eine ausgenutzte Unterzahl – und das schnelle 4:1 als Antwort auf den Gegentreffer.“ HEV-Interimstrainer Elmar Schmitz sagte: „Wenn man gewinnen will, muss man auch im richtigen Augenblick ins Tor treffen. Das haben wir nicht heute geschafft. Trotzdem hat das Team erneut einen guten Charakter gezeigt und hervorragend gekämpft. Jetzt müssen wir unbedingt die beiden Spiele gegen Preussen Berlin gewinnen.“

Tore: 1:0 (13:35) Joly (Huebscher, Neugebauer), 2:0 (26:44) Beck (Slanina, Beally), 3:0 (32:46) Schmitz (Joly, Neugebauer/5-4), 3:1 (35:09) Kuhnekath (Marsall, Albrecht), 4:1 (35:43) Joly (Neugebauer), 5:1 (44:53) Slanina (Beck, Huebscher). Strafen: Duisburg 14, Herne 10. Zuschauer: 1713.

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