Füchse brauchen nun einen SiegAuch Spiel zwei geht an Sonthofen

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„Was willst du machen, wenn du in 120 Minuten kein Tor, abgesehen von einem in 5:3-Überzahl spielst“, sagte ein niedergeschlagener Trainer Uli Egen, der im zweiten Drittel eine Spieldauerstrafe kassierte. „Am Dienstag sind Lukas Koziol und Norman Martens wieder dabei. Dann können wir wieder mehr marschieren. Und eines sag‘ ich: Wir drehen die Serie noch. Dazu brauchen wir unsere Fans, aber wir schaffen das.“

Das Hotel, das der EV Duisburg in Bad Hindelang bezogen hatte, war angenehm. „Wirklich gut“, sagte Egen. Ein Fuchs musste die Gastfreundschaft im rund sieben Kilometer entfernten Nachbarort länger in Anspruch nehmen, als ihm lieb war: Verteidiger Norman Martens musste mit Magen-Darm-Problemen auf dem Zimmer bleiben und wurde nach der Partie mit einem Privatwagen nach Hause gebracht – um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Da sich Coco Krämer, dessen Spieldauerstrafe nach der Auseinandersetzung in Spiel eins noch in eine Matchstrafe umgewandelt worden war, und Lukas Koziol Sperren eingefangen und sich Cody Bradley selbst verabschiedet hatte, liefen die Füchse im zweiten Viertelfinalspiel beim ERC Sonthofen nur mit drei Reihen auf.

Die Partie hätte beinahe genauso unglücklich begonnen wie am Freitag in Duisburg: Diesmal waren gar nur 18 Sekunden gespielt, als Benjamin Kronawitter die erste Chance für die Bulls hatte. Doch Justin Schrörs im EVD-Tor war zur Stelle. Anders als im ersten Spiel fanden die Füchse aber gut ins Spiel, hatten durch André Huebscher aus dem Gewühl auch die erste gute Gelegenheit (5.) und bauten im Anschluss Druck auf. So hatte Verteidiger Manuel Neumann eine gute Schusschance. Doch der ERC hat Patrick Glatzel – und der verhinderte die Duisburger Führung in der elften Minute gleich doppelt, erst gegen den durchgebrochenen Björn Barta, dann beim Nachschuss von Patrick Klöpper. Doch dann machten die Füchse ihre Gastgeber stark, handelten sich zweimal eine 3:5-Unterzahl ein. Eine davon nutzt Chris Stanley kurz vor der Pause zur Sonthofer Führung (19.).

Und so begann das Geduldsspiel von Neuem. Und dass dies an die Nerven gehen kann, zeigte sich schnell. Denn schon im ersten Drittel zeigten sich die Gäste aus Duisburg mit der Strafenverteilung nicht einverstanden. Als die Füchse in Überzahl spielte, forderten sie eine weitere Strafe – und das so vehement, offenbar garniert mit unfreundlichen Worten, sodass Trainer Uli Egen eine Spieldauerstrafe kassierte. So machte Reemt Pyka alleinverantwortlich weiter und wird dies auch am Dienstag beim dritten Spiel in Duisburg machen müssen, weil Egen für eine Partie gesperrt ist. Chancen waren durch Patrick Klöpper (31.), Philip Kuhnekath (32.) und Lars Grözinger (39.) da – doch der Jubel der zahlreichen mitgereisten Fans blieb aus. EVD-Goalie Schrörs verhinderte zudem einen höheren Rückstand, als Charly Taft nach einem Duisburger Puckverlust durchgebrochen war.

Aus dem Geduldsspiel wurde im dritten Abschnitt die Gewissheit, dass es für die Füchse nun verdammt schwer wird.  Vor den Augen von Augsburgs DEL-Manager Duanne Moeser, der bereits Anfang der Neunziger als Spieler zum AEV kam, seine Deutschland-Laufbahn aber 1987 in Sonthofen begann, sicherten sich die Bulls den Sieg. Bei einem Pass von der rechten Seite, hatte Maximilian Hadraschek zwar Probleme, den Puck zu kontrollieren, traf aber dennoch zum 2:0 (46.). Als Benjamin Kronawitter auf 3:0 erhöht hatte (51.), war die Partie praktisch entschieden. Denn die Bulls, die zuvor schon kaum zwingende Duisburger Chancen zuließen, hatten nun leichtes Spiel.

Am Dienstag (19.30 Uhr, Scania-Arena) brauchen die Füchse einen Sieg, um in die Serie zu finden – und die Sommerpause zu vermeiden.

Tore: 1:0 (18:46) Stanley (Hadraschek, Kronawitter/5-3), 2:0 (45:37) Hadraschek (Kronawitter, Kink), 3:0 (50:06) Kronawitter (Kink, Hadraschek). Strafen: Sonthofen 6, Duisburg 10 + Spieldauer (Trainer Uli Egen). Zuschauer: 1895.


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