Füchse beweisen Comeback-Qualitäten5:4-Sieg des EVD gegen Sonthofen

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Los ging es aber mit einem Déjà-vu: 55 Sekunden waren rum, als Benjamin Kronawitter die Bulls in Führung brachte. Doch anders als in Spiel eins ließen sich die Füchse nicht schocken. Sie gaben Gas, rannten, machten Druck – und so dauerte es nur bis zur sechsen Minute, ehe Patrick Klöpper einen Schuss von Manuel Neumann abfälschte. Der EVD war präsent und wollte nachlegen: Zwar hätten Grözinger, Viktor Beck und Manuel Neumann schon vorher treffen können, doch das holte Lois Spitzner nach einer Vorlage von Youngster Philip Kuhnekath nach.

Einen Aufreger hab es kurz vor der Pause. André Huebscher blieb nach einem Kontakt mit ERC-Torhüter Patrick Glatzel liegen, musste vom Eis geführt werden. Foul oder Zusammenprall? Schiri Tony Engelmann entschied sich für Letzteres. Als sich die beiden im zweiten Drittel noch einmal trafen, kassierte Huebscher nach einem erneuten Kontakt zwei Minuten. Da hatte aber schon Norman Martens nach einer schönen Kombination zum 3:1 getroffen (22.). Der gesperrte EVD-Trainer Uli Egen musste sich das Spiel vom VIP-Raum aus ansehen, während Reemt Pyka diesmal alleinverantwortlich war. Was Egen von oben sah, gefiel ihm nach 20 Minuten. „Wir machen Druck, bringen die Scheibe zum Tor. So müssen wir weitermachen.“ In der zweiten Pause mahnte Egen allerdings: „Gegen Ende des Drittels waren wir zu verspielt. Wir müssen aufpassen.“ Bei den nun wenigen Kontern der Bulls war aber Justin Schrörs zur Stelle, wie in der 32. Minute, als Charly Taft frei vor dem EVD-Goalie zum Abschluss kam.

Und tatsächlich brachten die Füchse die Gäste wieder ins Spiel. Nach individuellen Fehlern, die Chris Stanley, Benjamin Kronawitter und Maximilian Hadraschek ausnutzten, führte Sonthofen in der 54. Minute mit 4:3. Die Sommerpause für den EVD war da. Was folgte, zeigte allerdings, dass der Charakter der Füchse-Mannschaft mehr als nur intakt ist. Die Bulls leisteten sich eine Strafe nacheinander, sodass der EVD in der Schlussphase in 5:3-Überzahl spielte. Trainer Reemt Pyka nahm den bärenstarken Füchse-Goalie Justin Schrörs für einen sechsten Spieler vom Eis – und diese numerische Überlegenheit ließ Raphael Joly nicht ungenutzt. Der Holland-Kanadier in Diensten des EVD traf 42 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum 4:4.

Die Pause vor den letzten 20 Minuten dauerte deutlich länger als geplant, weil Tony Engelmann zunächst darauf beharrte, dass die Overtime nur zehn Minuten dauere. Erst in einem Telefonat wurde er von DEB-Ligenleiter Oliver Seeliger von der 20-Minuten-Variante überzeugt. In beiden Fällen wäre die Verlängerung nicht bis zum Ende gespielt worden. Erneut in Überzahl war Lars Grözinger zur Stelle und erzielte den Siegtreffer für den EVD (64.). Am Freitag geht es in Sonthofen um 20 Uhr weiter. Die Partie am Sonntag ist für 18.30 Uhr in Duisburg angesetzt.

Tore: 0:1 (0:55) Kronawitter (Hadraschek, Kink), 1:1 (5:19) Klöpper (Neumann, Martens), 2:1 (15:52) Spitzner (Kuhnekath, Ochmann), 3:1 (21:57) Martens (Barta, Klöpper), 3:2 (40:46) Stanley (Messing), 3:3 (42:30) Kronawitter (Hadraschek), 3:4 (53:28) Hadraschek (Kronawitter, Kink), 4:4 (59:18) Joly (Beck/6-3), 5:4 (63:05) Grözinger (Huebscher/5-4). Strafen: Duisburg 4, Sonthofen 16. Zuschauer: 1826.

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