Frisch verarztet zurück aufs EisNiddery kam aus dem Krankenhaus und traf

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Wenn eine Mannschaft mit 7:1 (2:1, 4:0, 1:1) gewinnt – wie der EV Duisburg im Oberliga-Spiel gegen die Rostock Piranhas – gibt es nur selten einen Grund, ausgerechnet das 6:1 übermäßig zu feiern. Das war diesmal anders. Fünf Minuten waren gespielt, da traf EVD-Verteidiger Lukas Gärtner seinen Mitspieler Chad Niddery im Gesicht, als er den Puck tief spielen wollte. Der Kanadier musste vom Eis, fuhr ins Krankenhaus und wurde mit sieben Stichen genäht. Das war für den 24-Jährigen aber kein Grund, den Abend abzuhaken. Es ging zurück nach Wedau, ein Gitter wurde an den Helm geschraubt und ab aufs Eis. Das begeisterte die Duisburger Fans bereits – die dann völlig aus dem Häuschen waren, als der frisch verarztete Niddery eben jenes 6:1 erzielte.

„In den ersten 20 Minuten haben wir das gut gemacht“, sagte Rostocks Trainer Sergej Hatkevitch. „Gerade weil wir nur vier Verteidiger hatten.“ Das sah EVD-Coach Tomas Martinec ähnlich. „Rostock hat es uns schwer gemacht.“ Und die Füchse haben sich schwer getan. Mit wenig Tempo fiel den Duisburgern zunächst kein Mittel ein. Zudem gingen die Piranhas nach 34 Sekunden durch Paul Stratmann in Führung, der einen Konter abschloss. „Wir haben wieder zu viele Chancen liegen gelassen. Daran müssen wir arbeiten“, mahnte Martinec nach dem Spiel mit dem Blick auf die Sonntagsaufgabe in Tilburg. Lars Grözinger verwandelte zwar in der fünften Minute eiskalt, seine Teamkameraden hatten aber zunächst noch kein Zielwasser getrunken. Immerhin: In der 18. Minute fälschte Noureddine Bettahar einen Schlenzer von Finn Walkowiak zum 2:1 ab.

Nach dem Seitenwechsel vergab André Huebscher in der 23. Minute einen Penalty, nachdem er in Unterzahl als letzter Mann von Rostocks Klemens Kohlstrunk gefoult worden war. Doch fortan wurden die Duisburger immer dominanter. Huebscher (31.) und Christoph Ziolkowski (32.) trafen per Doppelschlag zum 4:1, sodass Hatkevitch seine auszeit nahm. Doch noch vor der Pause erhöhten Daniel Kunce (33.) und eben Chad Niddery (37.) auf 6:1, sodass Rostock seinen Goalie wechselte; für Tobias John kam Dustin Halloschan. In den letzten 20 Minuten ließen es die Füchse ruhig angehen. Den Schlusspunkt setzte Bettahar (45.).

Ebenfalls schön aus Duisburger Sicht: EVD-Jugendspieler Leon Taraschewski (18) kam zu seinem ersten Einsatz in der Oberliga-Mannschaft. Als Niddery verletzt fehlte und Viktor Beck mit einer „Zehner“ auf der Strafbank saß, bekam er viel Eiszeit. Dabei verschaffte sich der gebürtige Duisburger mit zwei sehenswerten Checks Respekt. So kann das weitergehen.

Tore: 0:1 (0:34) Stratmann (Sulcik, Striepeke), 1:1 (4:44) Grözinger (Bettahar), 2:1 (17:36) Bettahar (Walkowiak, Bauermeister), 3:1 (30:36) Huebscher (Bettahar, Albrecht/5-4), 4:1 (31:15) Ziolkowski (Kunce), 5:1 (32:29) Kunce (Joly, Gärtner), 6:1 (36:05) Niddery (Ziolkowski, Beck), 7:1 (44:38) Bettahar (Schmidt, Huebscher/5-4). Strafen: Duisburg 4 + 10 (Beck), Rostock 10. Zuschauer: 927.

HEV muss beim Tabellendritten Halle ran
Herforder Ice Dragons gegen das nächste Topteam

​Nicht nachlassen – der Herforder EV hatte nur wenig Zeit, den 8:6-Heimsieg über Tabellenführer Saale Bulls Halle zu genießen. Zu kurz getaktet ist der Spielplan der...

Erfurt weiter auf Siegeskurs – irres zweites Drittel am Pferdeturm
Hannover Scorpions lassen sich von Herford kalt erwischen

​Die Scorer, die schon am Freitag sehr erfolgreich waren, schlugen auch am Sonntag zu. Wieder fielen in der Oberliga Nord neun Tore im Schnitt – und diese Ergebnisse...

Rostock überholt Krefeld
Oberliga Nord: 60 Tore in sechs Spielen

Die Zuschauer, wenn sie denn hätten kommen dürfen, hätten ihre Freude gehabt. Im Schnitt fielen in jeder Partie des Freitags in der Oberliga Nord zehn Tore und bei e...

Duell mit den Tilburg Trappers
Herforder Ice Dragons fordern Serienmeister heraus

„Gegen Tilburg und die Hannover Scorpions ist es für uns sehr schwer zu punkten“, sagte Jeff Job, Chefcoach des Herforder EV am vergangenen Freitag. Sein Team hatte ...

Außerdem geht es nach Halle
Rostock Piranhas: Icefighters Leipzig im Doppelpack

Das Ergebnis des letzten Heimspiels ließ die Herzen der Fans der Rostock Piranhas höher schlagen. Der REC setzte sich souverän mit 7:0 gegen die EG Diez-Limburg durc...

Abschied nach drei Jahren
Crocodiles Hamburg und Jacek Plachta gehen im Sommer getrennte Wege

Nach drei Jahren ist Schluss. Jacek Plachta wird in der kommenden Saison nicht mehr an der Bande der Crocodiles Hamburg stehen. Der 51-Jährige übernahm 2018 die Trai...

Erfurt überholt Indians – Rostock überrollt Diez-Limburg
Crocodiles Hamburg bremsen Herner Vorwärtsdrang

Auch wenn die Tilburger Siegesserie in der Oberliga Nord andauert und sie zumindest nach Punkten wieder auf Platz eins stehen, haben die Hannover Scorpions sechs Spi...

Halle gewinnt am Pferdeturm – Erfurt weiter im Vorwärtsmarsch
Tilburg Trappers holen Hannover Scorpions nach Punkten ein

​Jetzt haben die Tilburg Trappers die Hannover Scorpions an der Spitze der Oberliga Nord eingeholt – zumindest nach Pluspunkten (77). Da der Tabellenführer aus dem G...

Oberliga Nord Hauptrunde

Dienstag 09.03.2021
Hannover Indians Indians
- : -
Krefelder EV Krefeld
Rostock Piranhas Rostock
- : -
Icefighters Leipzig Leipzig
Hammer Eisbären Hamm
- : -
Black Dragons Erfurt Erfurt
Hannover Scorpions Scorpions
- : -
EG Diez-Limburg Limburg
Saale Bulls Halle Halle
- : -
Herforder EV Herford
Dienstag 23.03.2021
Krefelder EV Krefeld
- : -
Black Dragons Erfurt Erfurt
Hannover Indians Indians
- : -
Icefighters Leipzig Leipzig
Saale Bulls Halle Halle
- : -
Rostock Piranhas Rostock
EG Diez-Limburg Limburg
- : -
Hammer Eisbären Hamm
Dienstag 30.03.2021
Hannover Indians Indians
- : -
Black Dragons Erfurt Erfurt
Herner EV Herne
- : -
Rostock Piranhas Rostock
EG Diez-Limburg Limburg
- : -
Hammer Eisbären Hamm
Hannover Scorpions Scorpions
- : -
Krefelder EV Krefeld