Farbe bekennen war angesagtFüchse schlagen Preussen mit 12:0

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Nein, die Derby-Packung in Essen war nicht ausgestanden. „9:2, Euer Ernst? Härter, schneller, Duisburg gilt auch für Derbys!“, war auf einem Transparent zu lesen, dass die Fans des Oberligisten EV Duisburg aufgehängt hatten. Diese Niederlage hatte Spuren hinterlassen. Farbe bekennen war also angesagt – da konnte der Hauptschiedsrichter Jean-Paul de Brabander zunächst nicht mitmachen. Der Niederländer hatte das falsche Trikot eingepackt, lief ohne die roten Armstreifen des Hauptschiedsrichters auf und war optisch 20 Minuten lang nicht von seinen Linienrichtern zu unterscheiden. Nach der ersten Pause war dann auch ein passendes Trikot für ihn gefunden.

Farbe bekannten die Füchse zumindest in der Anzahl der Tore, die sie schon im Auftaktdrittel erzielten. Sechsmal netzten die Duisburger ein, wurden dabei allerdings auch nur sporadisch von den Charlottenburgern gehindert. Am Ende stand es 12:0 (6:0, 2:0, 4:0).

Gold war es freilich nicht, was da glänzte. Längst klappte nicht alles, aber immerhin brachten die Duisburger mehr Scheiben zum Tor als in manch anderen – vergleichbaren – Spielen. Dominik Meisinger, der zum ersten Mal in dieser Saison für die Füchse in einem Heimspiel auflief, nahm die Position des aufgrund seiner Spieldauerstrafe gesperrten Raphael Joly im ersten Block ein. Es war allerdings der Block mit Chad Niddery, Viktor Beck und Christoph Ziolkowski, der in dieser Phase am meisten auffiel. Den ersten Treffer setzte aber Daniel Kunce, danach waren Viktor Beck (2), Chad Niddery, André Huebscher und Danny Albrecht bis zur ersten Sirene erfolgreich.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Huebscher auf 7:0, ehe sich der EVD eine Tor-Auszeit nahm – und auch das eine oder andere Mal die schlechte Angewohnheit an den Tag legte, die Trainer Tomas Martinec zuvor oft kritisiert hatte – und doch noch einen Haken schlug, ehe der Abschluss gesucht wurde. So blieb beispielsweise eine 42-sekündige 5:3-Überzahl ungenutzt. Das wurde nach einigen Minuten wieder besser und Huebscher erhöhte mit seinem dritten Treffer auf 8:0. Ein Treffer von Chad Niddery 29 Sekunden vor der zweiten Pause wurde nicht gegeben, weil er – so de Brabander – mit dem Schlittschuh erzielt worden war.

Nach dem Wechsel machten es Julius Bauermeister und Christoph Ziolkowski zweistellig. Berlins Philip Menge kassierte nach einem Foul an Kunce eine Spieldauerstrafe. Auch Viktor Beck kam zu seinem Hattrick, ehe Youngster Leon Taraschewski seinen dritten Saisontreffer markierte. Am Sonntag, 18.30 Uhr, geht’s bei den Hannover Scorpions weiter.

Tore: 1:0 (6:11) Kunce (Schmidt), 2:0 (7:06) Niddery (Ziolkowski, Beck/5-4), 3:0 (9:31) Beck (Niddery, Ziolkowski), 4:0 (14:09) Albrecht (Bettahar, Huebscher), 5:0 (18:44) Huebscher (Albrecht, Meisinger), 6:0 (19:25) Beck (Walkowiak), 7:0 (22:07) Huebscher (Meisinger), 8:0 (35:47) Huebscher (Albrecht, Schmidt/4-4), 9:0 (42:50) Bauermeister (Kunce), 10:0 (46:55) Ziolkowski (Schmidt, Beck/4-4), 11:0 (55:35) Beck (Niddery, Ziolkowski), 12:0 (57:41) Taraschewski (Bettahar, Meisinger). Strafen: Duisburg 6, Berlin 14 + 5 + Spieldauer (Menge). Zuschauer: 843.

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