Falken nach Niederlage mit dem Rücken zur WandHarzer Falken

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Vor rund 850 Fans im Braunlager Wurmbergstadion zeigten die Falken von Beginn an, wer Herr im Haus ist und sorgten in den Abwehrreihen der Gäste gleich für mächtig Betrieb. Allerdings blieben einige Chancen der Falken ungenutzt und auch eine Überzahlsituation konnte nicht in Zählbares umgemünzt werden.

Besser machten es da die Gäste aus Langenhagen. Mit der ersten Überzahlsituation nach Strafe gegen Lukas Brückner, konnten man durch Justin Spenke das 0:1 erzielen. Die Falken liefen diesem Rückstand bis zum Ende des ersten Drittels hinterher, konnten aber kein Treffer mehr erzielen und so ging es nach einem eher ruhigeren aber schnellen ersten Spielabschnitt in die Pause.

Das zweite Drittel sollte ähnlich ablaufen wie das erste. Die Falken kamen mit mächtigem Dampf aus der Kabine und waren dem Ausgleich näher, als die Gäste dem zweiten Treffer. So war es auch wenig verwunderlich, dass Michael Fichtl in der 32. Minuten den verdienten Ausgleich erzielen konnte. „Doch genau mit diesem Tor entglitt dem Schiedsrichter die Partie nach und nach immer mehr“, erklärten die Falken. Nachdem die Scorpions nur 33 Sekunden später das 1:2 erzielen konnten, bekam Semen Glusanok direkt hintereinander innerhalb von 123 Sekunden zwei Strafen, welche aus Sicht der Falken „teils mehr als diskutabel“ waren. Trotz allem konnten die Falken vor Ende des Drittels spielerisch noch einmal zurückschlagen und durch das Tor von Andrew Bailey in der 36. Minute erneut ausgleichen. Dieses Mal gelang den Gästen auch nicht der direkte Konter und so ging mit einem verdienten Unentschieden ein letztes Mal in die Kabine für beide Mannschaften.

Im letzten Drittel sollten sich dann die Ereignisse wieder einmal überschlagen. Nach einer berechtigten Strafe gegen Fabian Pyszynski, bekam Justin Spenke für einen Check gegen Kopf- und Nacken lediglich eine 2+10-Minuten-Strafe, wobei Semen Glusanok nach diesem Check zu Boden ging und später sogar ins Krankenhaus gebracht werden musste, weswegen die Braunlager hier eine Spieldauerstrafe für angemessener gehalten hätten. Die Stimmung im Stadion heizte sich durch solche Entscheidungen natürlich mehr und mehr auf und die Scorpions konnten scheinbar damit besser umgehen und erzielten in der 53. Minute erneut den Führungstreffer. Doch dieses Mal schlugen die Falken umgehend zurück und konnten durch Erik Pipp in Überzahl nach 55 Minuten den Ausgleich erzielen. Nachdem die Falken in der 56. Spielminute erneut eine aus ihrer Sicht umstrittene Strafe gegen sich erhielten, konnten die Scorpions den erneuten Führungstreffer erzielen (58.). Nach dem Führungstreffer der Gäste bekam Stefan Bilstein für dieselbe Spielszene, in der das Tor fällt, noch eine Strafe wegen Beinstellens. Daraufhin flogen einige Trinkflaschen aus Eis und auch einige nette Worte wurden ausgetauscht. Nachdem das Spiel dann mit etwas Verzögerung weitergehen konnte, kamen sich Sebastian Lehmann und Andrew Bailey an der Bande noch näher und teilten einige Fausthiebe aus, worauf beide Strafzeiten erhielten.

Die Falken, welche die letzten Minuten dauerhaft in Unterzahl spielen mussten, versuchten natürlich alles, konnten aber bis Spielende kein Tor mehr erzielen. In der Serie steht es nach der Heimniederlage für die Falken nun 0:2 und man muss am Freitagabend in Langenhagen einen Sieg einfahren, um nicht bereits nach drei Spielen aus dem Halbfinale auszuscheiden.

Tore: 0:1 (7:05) Justin Spenke (Sebastian Lehmann, Andreas Morczinietz/5-4), 1:1 (31:03) Michael Fichtl (Michael Schwindt), 1:2 (31:36) Britt Quellette (Sebastian Lehmann, Andreas Morczinietz), 2:2 (35:34) Andrew Bailey (Tobias Schwab, Michael Schwindt/5-4), 2:3 (52:13) Andreas Morczinietz (Keven Gall), 3:3 (54:50) Erik Pipp (5-4), 3:4 (57:21) Keven Gall (Andreas Morczinietz, Sebastian Lehmann/5-4). Strafen: Braunlage 22, Hannover 18 + 10 (Justin Spenke). Zuschauer: 831.


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