EVD steht im Viertelfinale – aber Grözinger verletztFüchse kommen ohne Niederlage weiter

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Und genau das hat der EV Duisburg am Dienstagabend im ersten Drittel gemacht: Nach dem 5:2 (3:1, 1:1, 1:0)-Erfolg im dritten Achtelfinalspiel gegen die Saale Bulls Halle haben die Füchse das Viertelfinale der Oberliga erreicht.

Nun ist Eishockey in Nigeria nicht unbedingt verbreitet, einen neuen Fan aus diesem Land haben die Füchse aber: MSV-Stürmer Kingsley Onuegbu sah sich die Partie der schwarz-roten Nachbarn an – und konnte sich nach nicht einmal vier Minuten über das erste Duisburger Tor freuen. André Huebscher setzte sich sehenswert zentral durch, legte ab und Raphael Joly lud einmal durch und tauchte die Eissporthalle Duisburg in Jubel. Damit konnten die EVD-Fans kurze Zeit später schon wieder weitermachen. Denn Norman Martens holte in der sechsten Minute zu einem Schlagschuss aus, der so manche Kinnlade im Rund des Eisstadions nach unten kippen ließ: Sein Geschoss schlug im rechten Winkel ein. Und als Mike Schmitz im Nachschuss und in Überzahl zum 3:0 (14.) erfolgreich war, schien die oben zitierte Weisheit ins Land der Fabeln verwiesen zu werden. Sie ist aber nicht ohne Grund eine Weisheit. Eine Unachtsamkeit nutzte Halles Philipp Gunkel in der 18. Minute zum 1:3.

Und tatsächlich wurden die ersten rund zehn Minuten des Mitteldrittels schwer. Halle wollte sich nicht als Mannschaft präsentieren, die sich mir nichts, dir nichts in die Sommerpause befördern lässt. Die Bulls gaben Gas, belagerten das Duisburger Tor und die Füchse hatten für einige Minuten Schwierigkeiten, sich aus der Umklammerung zu befreien. Das gelang erst in der 30. Minute in der bestmöglichen Art und Weise: Einen Konter schloss Joly mit der Rückhand zum 4:1 ab. Doch es blieb weiter kniffelig, weil Halle wieder auf zwei Tore herankam. Bei Eric Wunderlichs Schuss war die Sicht für EVD-Goalie Justin Schrörs verdeckt und die Bulls waren wieder in Schlagweite (39.). „Halle ist im zweiten Drittel besser ins Spiel gekommen“, sagte EVD-Trainer Reemt Pyka. „Es ist natürlich ärgerlich, so kurz vor der zweiten Pause so ein Gegentor zu kassieren.“

Im Schlussabschnitt waren gerade einmal 24 Sekunden gespielt, als Lars Grözinger die Chance hatte, den Deckel auf die Serie zu packen, doch er scheiterte aus kurzer Distanz am Hallenser Keeper Sebastian Albrecht. Danach musste Justin Schrörs im EVD-Tor zweimal entscheidend eingreifen, um den Anschluss zu verhindern. Besonders bitter wurde es weniger als zwei Minuten vor Schluss, als Grözinger offenbar mit einer Knieverletzung liegen blieb und mit einer Trage vom Eis gebracht werden muss; Wunderlich kassierte für das Foul eine Spieldauerstrafe. Joly legte das 5:2 nach.

Tore: 1:0 (3:45) Joly (Huebscher), 2:0 (5:59) Martens (Beck, Walch), 3:0 (13:03) Mike Schmitz (Bradley/5-4), 3:1 (17:33) Gunkel (Bacek), 4:1 (29:43) Joly (Grözinger), 4:2 (38:34) Wunderlich (Bacek), 5:2 (59:16) Joly (Huebscher/5-3). Strafen: Duisburg 2, Halle 12 + 5 + Spieldauer (Wunderlich). Zuschauer: 1667.


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