EVD nach holprigem Sieg auf Platz einsDuisburger Füchse schlagen Rostock spät

Doch noch gewonnen: Robin Slanina (3. von rechts) traf in der 57. Minute zum EVD-Sieg nach Vorarbeit von Raphael Joly (rechts). (Foto: Roland Christ)Doch noch gewonnen: Robin Slanina (3. von rechts) traf in der 57. Minute zum EVD-Sieg nach Vorarbeit von Raphael Joly (rechts). (Foto: Roland Christ)
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Zumindest für 24 Stunden. Denn am heutigen Samstag bestreiten die Tilburg Trappers ihr Nachholspiel gegen den ECC Preussen Berlin. Bei einem Sieg nach regulärer Spielzeit würde sich der Meister aus den Niederlanden punktgleich mit den Duisburgern aufgrund des besseren Torverhältnisses an die Spitze setzen.

Das Torverhältnis ist ein gutes Stichwort. „Mit dem ersten Drittel war ich zufrieden“, sagte EVD-Trainer Doug Irwin nach der Partie. Das konnte er auch. Die Füchse ließen kaum Chancen der Gäste zu, spielten vornehmlich in eine Richtung – vergaßen aber viel zu oft, den Puck auch im Netz unterzubringen. Eine Einzelaktion von Björn Barta brachte die 1:0-Führung (14.); beim 2:0 von Finn Walkowiak griff der sonst gute REC-Goalie Niko Stark daneben. Allerdings hätte der EVD mit einem viel deutlicheren Vorsprung in die Pause gehen müssen. Aus dieser kamen die Füchse weiterhin gut, doch die Eishockey-Weisheit, dass nichts gefährlicher sei als eine Zwei-Tore-Führung, bewahrheitete sich. Die Gastgeber wurden immer nachlässiger in der Verteidigung und kassierten nach 108 Minuten und 46 Sekunden ohne Gegentreffer deren gleich zwei innerhalb von 15 Sekunden, als Dennis Dörner und Tomas Kurka erfolgreich waren (32.). Wieder nur drei Minuten später führte Rostock nach einem Treffer von Arthur Lemmer. Das Abwehrverhalten der Füchse konnte man in dieser Phase kaum als solches bezeichnen. Wieder war es die vierte Reihe, die den EVD im Spiel hielt. „Diese Angriffsreihe war im zweiten Spiel hintereinander unsere beste“, sagte Irwin. Was ein Lob ist – aber auch Kritik an den übrigen Formationen. Nach dem Treffer von Coco Krämer (39.) ging es mit einem 3:3 in die zweite Pause.

Nun stellte Irwin um, ließ André Huebscher und Lars Grözinger aus der ersten sowie Viktor Beck aus der zweiten Reihe sitzen und formte aus Robin Slanina, Raphael Joly und Armands Berzins eine neue Formation, die auch gefällig spielte. Dennoch brachte ein weiterer Defensivschnitzer das 3:4 durch Lemmer (49.). „Wir haben Moral bewiesen. Der Charakter der Mannschaft ist intakt“, so Irwin. So glich Sam Verelst in der 56. Minute aus; eine gute Minute später setzte sich Joly durch, scheiterte noch an Stark, doch den Nachschuss brachte Slanina zum Siegtreffer unter (57.). „Wenn wir anfangen, über die vollen 60 Minuten unsere Arbeit zu machen, dann werden wir schwer zu schlagen sein“, mahnte Irwin endlich Konzentration an. Sein Gegenüber Ken Latta sagte: „Wir haben eine junge Mannschaft. Zwei grobe Fehler am Ende haben uns den Sieg gekostet. Wir haben keine schlechte Mannschaft. Duisburg hat aber unsere Fehler ausgenutzt.“ Das Rückspiel findet am Sonntag um 19 Uhr in Rostock statt.

Tore: 1:0 (13:10) Barta (Verelst, Habermann), 2:0 (17:45) Walkowiak (Grözinger, Joly), 2:1 (31:44) Dörner (Piehler, Bezouska), 2:2 (31:59) Kurka (Koopmann, Lemmer), 2:3 (34:59) Lemmer (Koopmann, Kurtka), 3:3 (38:20) Krämer (Neugebauer, Ziolkowski), 3:4 (48:48) Lemmer (Piehler, Kohlstrunk, 4:4 (55:17) Verelst (Walch, Barta), 5:4 (56:29) Slanina (Joly). Strafen: Duisburg 2, Rostock 6 + 10 (Kohlstrunk). Zuschauer: 1126.


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