EV Duisburg sorgt im Derby gegen Herne für den TagesknallerIndians rücken auf Platz vier vor – Mittelfeld so kompakt wie nie zuvor

Jubel bei den Füchsen: Der EVD besiegte den Herner EV mit 6:4. (Foto: Roland Christ)Jubel bei den Füchsen: Der EVD besiegte den Herner EV mit 6:4. (Foto: Roland Christ)
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Die größte Gruppe ist die Verfolgergruppe, die sich 16 Punkte hinter Herne tummelt. Anführer sind immer noch die Crocodiles, die jetzt jedoch von Hannover Indians verfolgt werden, die sich seit Wochen auf dem Kriegspfad wähnen und denen auch die eiskalten Kämpfer aus Leipzig nichts anhaben konnten. Die Hallenser Bullen besiegten die Hamburger Krokodile und weil die Mellendorfer Skorpione die Erfurter Drachen zähmten, beträgt die Differenz zwischen den Plätzen drei bis acht nur acht Punkte. Da ist Abwechslung garantiert. Auch wenn die Essener Moskitos die Tilburg Trappers ärgerten, an der Niederlage kamen sie nicht vorbei und weil sich die Piranhas von der Ostseeküste in Krefeld austobten, zogen diese an Essen wieder vorbei. Erfurt roch am Punktgewinn, konnte ihn aber nicht realisieren, hat jedoch immer noch Chancen auf Platz neun und Krefeld. Die Jungs können einem leidtun. Die ganzen Querelen um den DEL-Verein, eine Niederlage nach der anderen und heute nur 13 Zuschauer. Das haben sie wirklich nicht verdient.

Füchse Duisburg – Herner EV 6:4 (0:1, 3:1, 3:2)

Eine Zahl war aus Duisburger Sicht enttäuschend, und das war die Zuschauerzahl. Die in den letzten Wochen durchaus stark agierenden Duisburger trafen im Derby auf den Tabellenzweiten und ganze 1057 Fans fanden den Weg in die Eishalle. Das war schade, denn es war ein toller Kampf zweier gleichwertiger Mannschaften, der dazu noch äußerst fair durchgeführt wurde. Schiedsrichter Patrick Leven musste jedenfalls insgesamt nur 14 Strafminuten verteilen. Auf Seiten der Herner glänzte Marcus Marsall, dem drei Tore (20., 32., 47.) gelangen. Das vierte HEV-Tor steuerte Dominik Piskor (56.) bei. Für die kampfstarken Füchse, die erst im zweiten Drittel mit ihrer Torproduktion begannen, trafen der dreifache Torschütze Kyle Gibbons (21., 44., 59.), Robin Slanina (29.), Tim Krüger (34.) und Artur Tegkaev (56.).

Krefelder EV U23 – Rostock Piranhas 3:8 (1:3,1:2,1:3)

Das war eine klare Sache für die Ostseestädter, die sich vermutlich mehr Gegenwehr versprochen hatten. Vor ganzen 13 (!) Fans unterlagen die Krefelder 3:8, mussten am Ende froh sein, dass Keeper Sebastian Staudt, der bereits nach acht Minuten für den erst eingesetzten Nils Kapteinat ins Tor kam, eine zweistellige Niederlage verhinderte. Die heimischen Tore markierten Michael Jameson (12.), Matteo Stöhr (35.) und Constantin Vogt (60.), wobei Vogt sechs Sekunden vor Schluss sein erstes Saisontor für den KEV schießen durfte. Für die überlegenen Rostocker trafen Tomas Kurka (1.), Tom Pauker (8., 12., 32., 45.), Roman Tomanek (39.,58.) und Jonas Gerstung (50.).

Saale Bulls Halle – Crocodiles Hamburg 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)

Im zweiten Spitzenspiel des Tages besiegten die Bulls die etwas besser platzierten Hamburger verdient mit 4:1. Das Spiel, das um siebzig Minuten verspätet begann, weil die Schiedsrichter das Pech hatten in einem großen Stau zu landen, war geprägt vom disziplinierten Hallenser Spiel. Die Taktik, die Hamburger Starstürmer Zuravlev und Lascheit zu kontrollieren klappte und als den Hamburgern das erste Tor durch Dennis Reimer (57.) gelang, da hieß es aus Sicht der Hausherren schon 4:0. Beeindruckend diesmal bei den Bulls, das nicht ein Spieler für die Punkte sorgte, sondern das Team, denn zu den zwölf Punktesammlern passten zehn verschiedene Namen. Die Tore für Halle erzielten Eric Wunderlich (14.), Johannes Ehemann (27.) sogar in Unterzahl, Nicholas Miglio (29.) und Lukas Valasek (56.).

Moskitos Essen – Tilburg Trappers 3:5 (2:0, 1:4, 0:1)

Im Gegensatz zu den letzten Jahren gibt es in diesem Jahr einen Unterschied zu sehen, wenn Essen und Tilburg aufeinandertreffen. Wie immer haben die Niederländer Probleme, aber in dieser Saison gewinnen sie trotzdem ihre Spiele. Viertes Spiel, vierter Sieg, (4:3, 6:3, 7:4, 5:3) mehr geht nicht. Allerdings gab es auch an diesem Spieltag wieder das übliche zittern. Im ersten Drittel spielten die Essener ihren Gegner an die Wand. 12:2 Torschüsse und 2:0 durch Tore von Enrico Saccomani (7., 19.). Ein 4:0 wäre gerechter gewesen und wäre auch wichtig für Essen geworden, denn im Mitteldrittel verschob sich das Ganze extrem. Die jetzt aufgewachten Tilburger drehten das Ergebnis. Jordy Verkiel (21.), Bartek Bison (29.), Mitch Bruijsten (35.) und Janne de Bonth (36.) machten aus dem 0:2 ein 4:2 aber Essen schlug sofort zurück. Marc-Alexander Stähle traf mit seinem Saisonpremierentor in der 39. Minute zum 3:4. So blieb es bis zur Schlussminute und auch am Westbahnhof wurde das Spiel durch einen Empty-Netter endgültig entschieden. Mitch Bruijsten (60.) traf mit seinem zweiten Tagestor zum Endstand.

Hannover Indians – Icefighters Leipzig 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)

Vor der starken Kulisse von über 3500 Zuschauern besiegten die Hannover Indians im ersten Sechs-Punkte-Spiel des Wochenendes die Leipziger Icefighters verdient mit 3:0. Wie stark dabei vor allem die Defensiv-Leistung der Indians war, zeigt das Schussverhältnis von 18:7. Auch wenn mit Arnoldas Bosas in der 34. Minute mit dem schönsten Tor des Tages glänzte, war es doch überraschend, dass die beiden weiteren Tore nicht gerade von Topscorern erzielt wurden. Die Führung schoss Stefan Goller, der bei seinem zweiten Saisontor das Glück hatte, dass Leipzigs Keeper Glatzel für seine erste Rettungstag das Tor verlassen musste und der Kasten somit leer war und beim 3:0 traf Armin Finkel mit Glück und sicherlich auch mit Können in der Schlussminute mit einem Empty-Netter. 

Black Dragons Erfurt – Hannover Scorpions 3:5 (0:1, 2:1, 1:3)

Wieder ein Sieg, der förmlich erkämpft werden musste. Die Scorpions kamen zwar am Ende auf 44:36 Torschüsse, hatten am Ende aber auch das Glück, dass erstens das Powerplay klappte (Quote: 50 Prozent; Erfurt: 17 Prozent) und das diesmal die Nerven behalten wurden. Die Erfurter, die im ersten Drittel von der Offensivkraft der Scorpions in die Defensive gedrückt wurden, konnten am Ende froh sein, dass es aus ihrer Sicht nur 0:1 durch Christoph Koziol (7.) stand. Im zweiten Drittel dann das überraschende 1:1 von Oliver Kämmerer (24.), dem Paul Klein (26.) das einzige Überzahltor der Gastgeber folgen ließ. Julian Airich gelang in der 34. Minute das 2:2. Als Reto Schüpping (48.) Erfurt mit 3:2 in Führung brachte, da schien eine Überraschung möglich, aber die routinierten Scorpions, die im letzten Drittel ziemlich zurückgedrängt wurden, waren durch starkes Konterspiel erfolgreich. Patrick Schmid (51.) traf zum 3:3, Christoph Koziol brachte die Gäste mit seinem zweiten Tor in der 55. Minute wieder in Führung und Mario Valery Trabucco besiegelte den Gästesieg mit einem Empty-Netter in der Schlussminute.

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Mittwoch 26.02.2020
Black Dragons Erfurt Erfurt
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Krefelder EV Krefeld
Freitag 28.02.2020
Füchse Duisburg Duisburg
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Krefelder EV Krefeld
ESC Moskitos Essen Essen
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Hannover Indians Indians
Herner EV Herne
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Hannover Scorpions Scorpions
Saale Bulls Halle Halle
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