Essen gewinnt intensives Spiel gegen die Indians„Das war für mich schon Play-off-Eishockey“

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Frank Gentges brachte es in der Pressekonferenz auf den Punkt: „Für mich war es ein Play-off-Spiel heute, so intensives Eishockey, körperbetontes Eishockey, zwei sehr fitte, gut eingestellte Mannschaften, da war jeder Millimeter auf dem Eis bestimmt. Da muss ich aber auch den Hut ziehen vor meiner Truppe, wir haben gar nichts zugelassen, wir haben jetzt vier Gegentore in den letzten fünf oder sechs Spielen bekommen, ich wüsste nicht, wo wir da noch eine Schüppe drauflegen sollen. Leider haben wir Hildebrand verloren, der hat eine schwere Gehirnerschütterung“, so der Trainer der Wohnbau Moskitos Essen nach dem 2:0-Sieg über die Hannover Indians.

Die Indianer waren von Beginn an auf dem Kriegspfad, man merkte dem Team von Tobias Stolikowski ab der ersten Minute an, dass sie sich noch in einem heftigen Kampf mit den Wedemark Scorpions um Platz acht befinden. Sebastian Staudt im Gehäuse der Stechmücken wurde sofort warmgeschossen und die Essener Abwehr von Frank Gentges war gefordert. Doch so nach sechs, sieben Minuten verflachte der erste Angriffswirbel der Gäste, die Moskitos wurden sicherer, bekamen das Spiel etwas besser in den Griff. Es wurde aber auch etwas ruppiger, bei einer Auseinandersetzung zwischen Leon Niederberger und Robert Peleikis blieb der Essener zwar Punktsieger, beide wanderten jedoch für 2+2+10 Minuten auf die Strafbank. Dann wanderte Dennis Thielsch wegen eines Stockschlags in die Kühlbox und es wurde erneut brenzlig vor Staudt, doch mit dem Ende der Strafe schallte der erste Torjubel durch die Eissporthalle. Werner Hartmann schickte aus dem eigenen Drittel Christoph Ziolkowski auf die Reise, der setzte sich auf rechts gekonnt durch und verlud auch noch Niklas Deske im Tor der Indians. Jetzt waren die Wohnbau Moskito richtig im Spiel, zeigten einige schöne Spielzüge und 79 Sekunden nach dem 1:0 wurde es ruhig unter den etwa 250 mitgereisten Fans aus Hannover. Nardo Nagtzaam kurvt von rechts ins Drittel der Indians, am langen Pfosten steht Robin Slaninamutterseelenalleine, ein guter Pass, 2:0.

 Tobias Stolikowski, der Trainer der Indians, sagte später in der Pressekonferenz: „In den letzten fünf Minuten des ersten Drittels haben wir das Spiel verloren, da hat Essen zwei Tore geschossen, da haben wir einen Fehlpass gemacht, das hat Essen gut gelesen. Tja, und da sind wir dann 40 Minuten hinterhergelaufen.“ Die 40 Minuten, von denen Tobias Stolikowski sprach,begannen für die Moskitos in Überzahl, Artur Grass hatte zum Ende des ersten Drittel eine 5-plus-Spieldauerstrafe wegen eines Stockschlags kassiert. Die Moskitos kombinierten auch ganz gefällig, doch ins Tor wollte der Puck nicht. Mit der Sicherheit der 2:0-Führung im Rücken verwalteten die Moskitos das Spiel zunächst, ließen nach hinten wenig bis gar nichts zu und versuchten nach vorne den ein oder anderen Stich zu setzen.

So setzte sich das Spiel über die restliche Spielzeit fort, die Gäste mussten unbedingt punkten, rannten sich aber immer wieder in der gut stehenden Defensive der Wohnbau Moskitos fest. Und die Moskitos, sie ließen Puck und Gegner laufen und warteten ihrerseits auf die Chance den Sack endgültig zuzumachen. Vier Minuten vor dem Ende musste Julian Lautenschlager noch einmal auf die Strafbank, zwei gefährliche Minuten. Die Gäste nahmen zwar eine Auszeit, doch das ganz große Risiko wagten die Indians nicht, Niklas Deske blieb auf dem Eis. Und Sebastian Staudt merkte man nun in jeder Situation an, dass er jetzt den Shutout auch unbedingt wollte.

Tore: 1:0 (17:27) Ziolkowski (Hartmann, Ehmann), 2:0 (18:46) Slanina (Nagtzaam, Barta). Strafen: Essen 10 + 10 (Niederberger), Hannover 12 + 10 (Peleikis) + 5 + Spieldauer (Grass). Zuschauer: 1176.

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