Erneuter Wechsel an der Spitze: Jetzt liegt Herne vornTilburg und die Scorpions schwächeln am achten Spieltag

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Vier Punkte dahinter Leipzig, das sich nach vier Niederlagen am Stück beim 2:1 gegen die Scorpions erholt zeigte. Dahinter auf fünf die Rostocker, die weiterhin überraschen und auch die Crocodiles auf Distanz hielten. Halle kommt einfach nicht aus dem Puschen. Jetzt setzte es gegen Duisburg ein nicht erwartetes 2:3 und der Verlust des fünften Tabellenplatzes. Ebenfalls im Aufwärtstrend die Essener Moskitos und die Duisburger, die je zwei Plätze gutmachten. Dahinter folgen die Crocodiles auf neun mit neun Punkten und die punktgleichen Indians, deren Punktgewinn in Tilburg auch eine Überraschung des Spieltages war. Am Ende im Zeichen der roten Laterne, punktgleich und nur durch das Torverhältnis getrennt der Krefelder U23-Vertretung und die Erfurter.

Tilburg Trappers – EC Hannover Indians 4:3 (2:2, 0:1, 1:0, 1:0) n.V.

Das haben sich die Tilburger aber, bei allem Respekt, etwas leichter vorgestellt haben. Die letzten sieben Heimspiele gegen die Indians wurden sämtlichst gewonnen mit dem Torverhältnis von 37:7 und diesmal hätte es fast eine Niederlage gegeben. Scheinbar haben die Indians den berühmten Schalter umgelegt, zeigten sich als bissige Mannschaft, die dem Favoriten das Spielen äußerst schwer machte und jetzt scheinbar auch wieder trifft. Dabei war der Start so richtig nach dem Geschmack der Trappers. Mitch Bruijsten brachte Tilburg nach zehn Minuten in Führung, Reno de Hondt erhöhte nur zwei Minuten später im Powerplay auf 2:0. Die Partie schien entschieden, aber jetzt kamen die Gäste richtig auf. Der schon am Freitag überragende Arnoldas Bosas, diesmal an allen drei Toren beteiligt und somit der Spieler Tages setzte zusammen mit Weyrauch Chad Niddery ein und der verkürzte und als zwei Minuten später Jordy Verkiel auf die Strafbank musste, nutzte dies Igor Bacek aus, als er einen Pohanka-Schuss erfolgreich abfälschte. In beiden Fällen hatte Trappers-Keeper Meierdres keine Chance. Als Bosas in der 24. Minute gar das hannoversche 3:2 erzielte, da hatten die Trappers ihr heutiges Déjà-vu-Erlebnis, denn das gleiche hatten sie ja erst am Freitag in Mellendorf fabriziert mit dem 4:3 nach 0:3-Rückstand. Jetzt rannten die Tilburger verzweifelt dem einen Tor nach und brauchten geschlagene 32 Minuten und ein Überzahlspiel um durch Kevin Bruijsten den Ausgleich zu erzielen. Der zuvor überragend agierende Kristian Hufsky im Indians-Tor hatte keine Abwehrmöglichkeit. So ging es für die Tilburger in die zweite Verlängerung des Wochenendes und wieder hatten sie den längeren Atem und wieder schoss Diego Hofland das entscheidende Tor, diesmal bereits nach 108 Sekunden.


Black Dragons Erfurt – Moskitos Essen 1:5 (0:1, 0:2, 1:2)

Das war letzten Endes eine klare Sache für die Essener, die den Spieler des Tages, Keeper Kevin Beech, in ihren Reihen hatten. Dieser wurde endlich einmal komplett und konzentriert von seinen Leuten unterstützt und dankte dies mit einer Fangquote von 96 Prozent, wobei dieser Wert sicherlich höher lag, da die Erfurter Verantwortlichen leider nicht in der Lage waren, die Schussstatistik auch des letzten Drittels zu liefern. Die Tore für die Moskitos schossen Valentin Pfeiffer (16.), Andre Huebscher (23.), Peter LeBlanc (32.), Lars Grözinger (46.) und Enrico Saccomani (51.). Die nur noch 373 Interessierten in der Erfurter Eishalle konnten sich lediglich über ein heimisches Tor von Reto Schüpping (58.) erfreuen.

Icefighters Leipzig – Hannover Scorpions 3:2 (0:0, 2:1, 1:1)

Ein letztendlich verdienter Sieg der Icefighters, die im wahrsten Sinne des Wortes ihren Gegner niederfighteten. Vor der mittelmäßigen Kulisse von nur 1258 Fans gewannen die Leipziger, die im ersten Drittel leichte optische Vorteile hatten, durch einen Blitzstart im zweiten Drittel. Florian Eichelkraut (21.) und Antti Paavilainen (27.) trafen zum 2:0. Zwar konnte Torjäger Björn Bombis mit zwei Toren, darunter ein Shorthander in der (37.,43.) ausgleichen aber als die Icefighters, ebenfalls durch einen Shorthander, in diesem Fall von Patrick Fischer (56.) in Führung gingen, konnten die Scorpions dies nicht mehr ausgleichen.

Saale Bulls Halle – Füchse Duisburg 2:3 (0:0, 1:3, 1:0)

Jetzt scheinen auch die Duisburger in der Liga angekommen zu sein. Mit dem Erfolg überholten sie die norddeutschen Konkurrenten aus Hamburg und Hannover und schoben sich auf Platz acht vor. Ein Doppelschlag ebnete dabei den Weg zu den drei Punkten. In der 29. Minute traf Matt Abercrombie zum 1:0 für die Füchse und 82 Sekunden später erhöhte Sam Verelst auf 2:0. Zwar konnte Moritz Schug nur 35 Sekunden nach dem zweiten Gegentor auf 1:2 für Halle verkürzen, aber die Duisburger Defensive mit einem starken Etienne Renkewitz im Tor verhinderte weitere Gegentore und leitete in der 37. Minute das 3:1 ein, das von Steven Deeg erzielt wurde. Im letzten Drittel warf Halle alles nach vorne, konnte aber lediglich nur noch den erneuten Anschluss durch Victor Knaub sechs Sekunden vor Spielende erzielen.

Herner EV – Krefelder EV U23 6:2 (1:0, 3:1, 2:1)

Das war schon eine bessere Leistung des Krefelder Nachwuchses und trotzdem musste man sich dem cleveren Tabellenzweiten am Ende deutlich geschlagen geben. Besonders beeindruckend dabei das Herner Überzahlspiel, das drei von sieben Möglichkeiten nutze und damit der Begegnung die entscheidende Wendung gab. Dem 1:0 durch Marcus Marsall (8.) folgende in diesem ersten Drittel nichts mehr aber dafür in der absoluten Anfangsphase der zweiten zwanzig Minuten. Die Krefelder Eisenmenger (2+2) und Paul Schuster saßen auf der Strafbank und das war ein gefundenes Fressen für Christoph Ziolkowski (21) und Patrick Asselin (22.), so dass mit dem 3:0 die Partie schon vorentschieden war. Immerhin verkürzte Tom-Eric Bappert in der 29. Minute auf 1:3 aber 19 Sekunden vor Drittelende erhöhte Dominik Piskor auf 4:1. In der 47. Minute bekamen die Krefelder sogar die Chance eines Penaltys, konnten diesen jedoch nicht nutzen. Dafür trafen in der Schlussphase Patrick Asselin (54.) und Luca Schöpf (57.) zum 6:1, ehe der Krefelder Stefan Traut (58.) den Schlusspunkt setzte.

Rostock Piranhas – Crocodiles Hamburg 5:3 (1:1, 2:1, 2:1)

Nur 896 Zuschauer wurden Zeuge einer kämpferisch hochstehenden Partie, die in den Rostockern einen glücklichen Sieger sah. Alle drei Drittel waren recht ausgeglichen und stark, aber fair umkämpft. Den Beginn machte der Rostocker Sebastian Brockelt (3.) mit seinem ersten Saisontor, dem der US-Boy Chad Staley, neu von den Crocodiles verpflichtet, in der 11. Minute ebenfalls mit seinem Saisonpremierentor das 1:1 folgen ließ. Als in der 22. Minute in Unterzahl Dominik Lascheit die Hamburger gar in Führung brachte, schien Rostock danach stellenweise wie gelähmt, konnte sich nur langsam wieder befreien. Erst in der 34. Minute Marvin Krüger und drei Minuten später Roman Tomanek beendeten diese Phase, drehten das Ergebnis auf 3:2. Der beste Hamburger Dominik Lascheit war es dann in der 42. Minute, der erneut ausglich. Das Game Winning Goal schließlich markierte Piranha-Angreifer Viktor Beck (46.) und in der 49. Minute erhöhte Roman Tomanek auf 5:3.

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