Erfolgreiches Wochenende für die Crocodiles HamburgErfurt gewinnt in Herne – Scorpions-Spiel in Herford ausgefallen

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Einen Rückschlag mussten die Herner hinnehmen. Die zuletzt stark auftretenden Erfurter gewannen in der Hannibal-Arena und näherten sich den Leipzigern bis auf 0,01 Punkte. Auf den hinteren Rängen gewannen die Rostocker in Krefeld und überholten damit ihren direkten Konkurrenten, haben nun 0,01 Punkte Vorsprung auf den KEV.

Icefighters Leipzig – Tilburg Trappers 3:5 (1:1, 2:0, 0:4)

Eine gute vierzigminütige Leistung gegen die Trappers reicht nicht. Es müssen schon sechzig Minuten sein und weil das nicht der Fall war, gingen die drei Punkte nach Tilburg. Tatsächlich starteten die Leipziger sehr engagiert in das Spiel, drängten die Tilburger in ihre Hälfte und vergaßen das Toreschießen. Dabei fing Moritz Israel schon früh an, traf in der dritten Minute zum 1:0. Dann der Schock. Giovanni Vogelaar (8.) glich früh aus, stärkte damit sein Team. Im zweiten Drittel kamen die Leipziger richtig stark aus der Kabine. Michal Velecky (22.) und Maximilian Spöttel (24.) erhöhten schnell auf 3:1. Die Niederländer brauchten ein volles Drittel, um wieder zu sich zu finden, begann aber die letzten zwanzig Minuten im Schnellverfahren. Diego Hofland verkürzte mit dem ersten Angriff auf 2:3 und in der 46. Minute glich Max Hermens aus. Jetzt waren die Icefighters geschockt und mussten dann sogar noch das 3:4 in eigener Überzahl (de Bonth saß auf der Strafbank) hinnehmen. Raymond van der Schuit entwischte den heimischen Verteidigern und brachte die Trappers in Führung. 87 Sekunden vor Ende nahmen die Leipziger ihren Keeper Patrick Glatzel vom Eis und kassierten zwölf Sekunden vor dem Ende das 3:5 von Diego Hofland.

Crocodiles Hamburg – Saale Bulls Halle 6:2 (1:0, 3:0, 2:2)

In einem ausgeglichenen Spiel zeigten sich die Crocodiles deutlich effizienter als ihre sächsisch-anhaltinischen Gäste. Im ersten Drittel fiel das noch nicht so auf. Bis auf einen Geniestreich von Harrison Reed, der ein Powerplay in der achten Spielminute ausnutzen konnte, war das Spiel noch längst nicht entschieden. Das Unglück brach über die Hallenser ein, als im zweiten Drittel Victor Östling (25.), Patrick Saggau (26.) und Michal Bezouska (30.) auf 4:0 erhöhten. Danach holten sich in diesem Spielabschnitt noch die Hamburger Tramm und Bölke je eine Strafe ab, statistisch fanden die Icefighters in dieser Phase nicht statt. Als sich Martens schon in der 41. Minute eine weitere Strafe abholte, da schien dies das Fanal für die Bulls zu sein, aber das Gegenteil passierte. Maximilian Schaludek (42.) traf in Unterzahl zum 5:0. Danach kamen die Icefighters endlich in Schwung. Leon Fern traf in der 46. Minute zum 1:5 und Valtteri Hotakainen, dessen Vertrag unter der Woche verlängert wurde, zum 2:5 in der 49. Minute. Danach plätscherte die Begegnung (fast) bis zum Ende. In der 60. Spielminute erhöhte Dominik Lascheit auf den Endstand von 6:2.

Hannover Indians – EG Diez-Limburg 7:3 (2:2, 2:0, 3:1)

Ein verdienter Erfolg der Hannoveraner, die scheinbar den absoluten Tiefpunkt von Herford überwunden haben. Nach den drei Punkten von Halle konnte auch Diez-Limburg, das in der ersten heimischen Partie nur knapp mit 4:3 bezwungen werden konnte, klar mit 7:3 besiegt werden. Interessant war, dass beide Teams mit ihren Back-ups antraten. Für die Diez-Limburger Louis Busch, der in der letzten Saison noch am Pferdeturm unter Vertrag stand und auf der heimischen Seite Lukas Schaffrath. Dieser musste im ersten Drittel häufiger eingreifen als ihm lieb war und er musste mit der Treffsicherheit von Thomas Matheson (2.) und Konstantin Firsanov (14.) Bekanntschaft machen. Auf der anderen Seite gelangen Parker Bowles (8.) und Igor Bacek (20.) zwei Tore zum Ausgleich 2:2. Robby Hein (26.) traf im zweiten Drittel früh zum 3:2, dem Igor Bacek (39.) das 4:2 folgen ließ. Im Schlussdrittel vollendete dann Hannovers bester Spieler, Igor Bacek, das Kunststück, seine drei Tore des Tages in drei verschiedenen Dritteln erzielt zu haben. In der 47. Minute traf er zum 5:2. Danach kamen auch noch Thomas Pape (52.) und Brett Bulmer (56.) zum Abschluss, ehe Dominik Patocka (60.) das zehnte und letzte Tor der Partie markierte.

Krefelder EV U23 – Rostock Piranhas 4:5 (0:2, 3:2, 1:1)

Ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg der Ostseestädter, die einfach die etwas besseren Spezialisten auf ihrer Seite hatten. Statistisch erwähnenswert: Von den erzielten neun Toren fiel nur eines bei personeller Gleichheit, nämlich gleich das erste, dass zur 1:0-Führung der Piranhas führte. Der Torschütze war August von Ungern-Sternberg (5.). Der gleiche Spieler traf auch zehn Minuten vor Schluss zum Endstand 5:4 und bescherte seinem Team drei wertvolle Punkte im Kampf um die Pre-Play-offs. Dazwischen lagen zunächst zwei Shorthander-Tore hintereinander, erzielt von beiden Teams. Erst traf Jayden Schubert (17.) zum 2:o der Rostocker, danach verkürzte Luca Hauf (23.) auf 1:2. Es folgten fünf Überzahltore. Erst erhöhten Thomas Voronow (28.) und Lukas Koziol (31.) für Rostock auf 4:1, dann glichen die Krefelder Adam Kiedewicz (37.,38.) und Adrian Grygiel (49.) aus. Im Anschluss gelang dann, wie bereits beschrieben, den Rostockern doch noch das Siegestor, natürlich in Überzahl.

Herner EV – Black Dragons Erfurt 3:4 (2:0, 0:3, 1:0, 0:1) n.V.

Eine nicht zu erwartende Heimniederlage kassierten die Herner gegen die schwarzen Drachen aus Erfurt.  Dabei sah es nach dem ersten Spielabschnitt nicht nach dem Endergebnis aus. Marcus Marsall (6.) und Denis Fominych (19.) brachten den HEV mit 2:0 in Führung und alles schien seinen normalen Weg zu gehen. Im zweiten Drittel machten dann die Erfurter Ernst. Innerhalb von neun Minuten drehten Maurice Keil (29.), Kyle Beach (31., 37.) das Ergebnis. Im dritten Drittel benötigten die Herner schon ein doppeltes Überzahlspiel, um wenigstens rechtzeitig vor Spielende durch Richard Mueller (54.) zum 3:3 Ausgleich zu kommen. Ein weiteres Powerplay war dann verantwortlich für die Entscheidung. In der Verlängerung erzielte Kyle Beach sein drittes Tagestor in der 63. Minute.


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