Ein eindrucksvoller AuftaktEHC Timmendorfer Strand

(Foto: F.Fotografie/EHC Timmendorfer Strand)(Foto: F.Fotografie/EHC Timmendorfer Strand)
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Zur Freude der Zuschauer und des Trainerteams konnte fast der gesamte Kader auflaufen. Lediglich die Langzeitverletzten Matze Rieck, Rino Schroeder (beide Trainingsrückstand), Dennis Overbeck (Knie) und Jason Horst (Handbruch) sowie Marco Meyer (Studienfahrt) und Jari Voutilainen (Sperre) fehlten. Dazu musste Heiko Föllmer als überzähliger Goalie auf die Tribüne.

Im Tor begannen die Beachboys vor 813 zahlenden Zuschauern mit Patrick Hoffmann. Beide Mannschaften gingen von Beginn an ein hohes Tempo und es entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie. In der sechsten Minute klingelte es zum ersten Mal im Kasten der Hamburger: Patrick Saggau spielte die Scheibe vor das Tor, dort stand Christopher Röhrl und drückte die Scheibe zur Führung über die Linie.

In der Folge rückten die beiden Torleute in den Mittelpunkt. Sowohl Patrick Hoffmann als auch sein Gegenüber Florian Neumann zeichneten sich mit tollen und spektakulären Paraden aus. Die beste Szene zeigte dabei Patrick Hoffmann, der im Eins gegen Eins Tobias Bruns gleich doppelt zur Verzweiflung brachte und so die Beachboys-Führung in die erste Pause rettete.

Das zweite Drittel zeigte dann defensiv starke Beachboys, die aus der sicheren Deckung heraus immer wieder gefährliche Konter fuhren. Einen dieser Konter fuhr Jürgen Brümmer in der 29. Minute, doch er wurde von einem HSV-Verteidiger rüde von den beiden Beinen geholt. Schiedsrichter Iwert zögerte keine Sekunde und zeigte Penalty an. Brümmer nahm Anlauf, ließ Goalie Neumann ins Leere fliegen und markierte das 2:0 für die Beachboys. Jubel im Rund, aber die HSV-Stürmer protestierten. Doch der Hauptschiedsrichter nahm das Tor natürlich nicht zurück.

Während sich die HSV-Spieler noch aufregten, legten die Beachboys nun nochmal richtig los. Auch im Powerplay sollte es klappen: in der 34. Minute spielt Christian Hermann die Scheibe vor das Tor, im Gewühl steht Jesper Delfs richtig und stochert die Scheibe zum 3:0 ins Netz. Nun ging es Schlag auf Schlag: Marcus Klupp holt mal wieder den Hammer heraus und jagt die Scheibe zum 4:0 in die lange Ecke (46. Minute). Stadionsprecher Lars Jessen hatte mit den Fans noch nicht den Torschützen gefeiert, da ging schon wieder die Torsirene an. Jeff Maronese wurde an der blauen Linie frei gespielt und der kanadische Publikumsliebling haut die Hartgummischeibe einfach in den Torwinkel. Der Jubelorkan war wohl noch bis Lübeck zu hören und jeder in der Halle war sich sicher, dass der Drops nun gelutscht wäre. Daran änderte auch das 5:1 durch den erst 16-jährigen Jannik Höffgen nichts, der im Gegenzug verkürzen.

Im Kopf hatten die Beachboys anscheinend schon abgeschaltet, anders lassen sich die Aussetzer zu Beginn des Schlussdrittels kaum erklären. Der HSV übernahm das Kommando, doch Patrick Hoffmann konnte zu Beginn mehrfach retten. In der 46. Minute war aber auch der starke Goalie macht los, als Mario Behrens auf einmal allein auf sein Tor zu kam und so auf 5:2 verkürzen konnte. Und nur eine Minute später wurde es fast totenstill im Eistempel am Kurpark, denn Maximilian Wanninger konnte für den HSV in Überzahl nochmals verkürzen.

Dieses Tor schien die Beachboys aber nun endgültig wach zu rütteln und die Mannschaft (mittlerweile verstärkt durch Thorben Saggau) spielte nun wieder ruhiger und disziplinierter. Es wurden  auch wieder eigene Torchancen kreiert, was wohl HSV-Coach Andris Bartkevics etwas auf die Palme brachte und dieser daher vier Minuten vor dem Ende eine Auszeit nahm.

Doch die Auszeit schien den Beachboys mehr zu nutzen, denn sie bliesen nochmals zur letzten Offensive. Drei Minuten vor dem Ende zog Patrick Saggau um das Tor der Hamburger herum und spielte die Scheibe mustergültig auf die Kelle von Bruder Thorben, der locker zum 6:3 treffen konnte. Da Stiefbruder Kenneth Schnabel als zweiter Vorlagengeber geführt wurde, war es mal wieder eine familieninterne Produktion. Und die Saggaus hatten noch nicht genug: 91 Sekunden vor Ende der Partie vollendete Patrick Saggau einen Spielzug über Thorben und Kenneth Schnabel zum 7:3.  Der Jubel war unbeschreiblich und so ausgelassen hatte man vor allem Topscorer Patrick Saggau in dieser Saison selten gesehen.

Damit können die Beachboys mit viel Selbstbewusstsein zum Ostseeschlager nach Rostock fahren, der am Sonntag um 19 Uhr beginnt.

Die Beachboys würden sich über viel Unterstützung aus der Heimat freuen und denjenigen, die nicht selbst fahren oder sich schon mal auf dem Anfahrtsweg in Stimmung bringen wollen, wird der Fanbus von Thomas Hildebrandt und seinen Eisbär-Tours empfohlen. Fragen und Anmeldungen werden telefonisch beantwortet und entgegengenommen (0171-9183101).


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