Ein Dutzend! Herne fügt Preussen herbe Niederlage zuUli Egen verliert gegen sein Ex-Team deutlich mit 1:12

(Foto: Rolf Lux)(Foto: Rolf Lux)
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Der Tabellenletzte hatte sich gewiss nach der respektablen Vorstellung gegen den Klassenprimus der Oberliga Nord, die Tilburg Trappers, ein besseres Ergebnis gewünscht – verlor die Partie aber schon im Grunde genommen in der ersten Minute durch zwei schnelle Gegentore innerhalb von 20 Sekunden.

Die ersten Anfeuerungsrufe nach dem ersten Bully waren in der Eissporthalle am Glockenturm noch gar nicht verhallt, da durften die Gäste aus dem Ruhrgebiet schon jubeln. Tobias Esch eröffnete den Torreigen, mit dem man aber zu diesem Zeitpunkt trotzdem nicht rechnen konnte. Denn wie schon in den letzten Spielen hatte Uli Egen seine Mannschaft gut vorbereitet, aber nur 20 Sekunden nach dem 1:0 legten die Gäste nach, mit dem 3:0 in der siebten Minute war der Drops ob der misslichen Personalsituation auf der einen Seite und der Souveränität von Danny Albrechts Team auf der anderen Seite gelutscht.

Dass der 1:3-Anschlusstreffer in der 13. Spielminute der einzige bleiben würde, konnten auch die Fans nicht ahnen und sahen auch von diesem Zeitpunkt an eine couragierte Partie. Bis in der Mitte des Spieles Hektik aufkam und der Schiedsrichter an Jakub Rumpel 2+2 Strafminuten verteilte. Die Überzahl nutzte Thomas Zuralev zum 4:1 – nachdem er 16 Spiele in Folge keinen Treffer erzielen konnte – und das 5:1 folgte wiederum nur eine Minute später. Dann bekam Morten Braun auch mal wieder seine Chance im Berliner Tor, als er für Erik Reukauf kam und hatte aber mit den gleichen Schwächen zu kämpfen, wie sein Goalie-Kollege zuvor: Das sechste Spiel innerhalb von zwölf Tagen fordert eben seinen Tribut, weil immer wieder Lücken gefüllt und Reihen wegen Verletzungen umgestellt werden müssen. So wird es auch schwer laut Aussage des Preussen-Coaches Uli Egen, „überhaupt noch irgendein Spiel zu gewinnen“, wenn die „Kraft und Cleverness“ zum Ende der Spiele einfach fehle. Dieser Analyse kann der geneigte Beobachter praktisch nichts hinzufügen, weil die Defizite nicht nur in dieser Begegnung klar zum Vorschein kamen – auch wenn dem Berliner Team der Wille nicht abgesprochen werden kann. Es nagt die Substanz, bis auf vier Spieler gehen die Preussen parallel noch einer Arbeit nach und sind keine Profis.

Im weiteren Verlauf der dann irgendwann doch eher einseitigen Partie, die zu allem Überfluss auch noch von einer Verletzung des Preussen-Kapitäns Felix Braun überschattet wurde, schraubte der Herner EV das Resultat auf eben das 12:1 hoch und auf Seiten des Auswärtsteams freute man sich besonders darüber, dass man „mal schnell und erfolgreich in ein Spiel hineinkam“. Die weiteren Tore nach dem 5:1 schossen Brad Snetsinger, Lois Spitzner, noch zweimal Thomas Zuralev, Vojtech Jochim Suchomer, Michel Ackers und den Schlusspunkt setzte dann in der 57. Spielminute Denis Fominych, der das Dutzend letztendlich vollmachte. Schon am Sonntag geht es weiter, der ECC Preussen Berlin muss mit seinem Rumpfkader bei den TecArt Black Dragons in Erfurt bestehen und der Herner EV empfängt in der Gysenberghalle die momentanen Überflieger aus Essen, die am Freitag die Harzer Falken mit 10:2 aus ihrer Halle gefegt haben.

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