EHC steht vor zwei kniffligen AufgabenBären wollen Rechnung begleiten

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Eine offene Rechnung begleichen. Und dann einen wichtigen, wenn auch kniffligen Heimsieg einfahren. Der EHC Neuwied hat einen klaren Plan für das Wochenende in der Oberliga Nord. Am Freitag gastiert man um 20 Uhr bei den Wedemark Scorpions, am Sonntag empfängt man um 19 Uhr in der heimischen Bärenhöhle die Piranhas aus Rostock.

Premiere für Janne Kujala: Nach zwei Toren in zwei Spielen am vergangenen Wochenende hat der Rückkehrer aus Finnland am Dienstagabend das erste Mal mit seinen neuen Mannschaftskameraden trainiert. „Er hatte danach leichten Muskelkater“, flachste EHC-Trainer Craig Streu. „Aber im Ernst: Wir freuen uns natürlich darauf, dass wir uns jetzt mit ihm einspielen können.“ Gut möglich, dass der Trainer die ersten beiden Reihen wie schon bei den Siegen gegen Erfurt und in Halle spielen lässt. Dort sorgten die neuen Sturmformationen für sieben der neun Bärentreffer. Aber auch die Reihen drei und vier leisteten immens wertvolle Arbeit für das Team. „Ich würde mich zum Beispiel sehr freuen, wenn wir auch die Reihe mit Köbele, Spöttel und Müller wieder aufbieten können“, sagt der Trainer. Doch welche Spieler von den Kooperationspartnern aus Bad Nauheim und Mannheim zur Verfügung stehen, stand Mitte der Woche noch nicht fest.

„Die Stimmung nach dem Sieg in Halle war natürlich super“, blickt Streu zufrieden auf den vergangenen Sonntag zurück. „Aber, und auch das ist typisch für diese Mannschaft: Die haben schon auf der Heimfahrt an das nächste Spiel in Wedemark gedacht. Die Jungs sind ganz aufgeregt und freuen sich auf die nächsten Spiele, das ist sehr schön zu sehen.“

Es gilt, das Momentum vom vergangenen Sechs-Punkte-Wochenende nun mitzunehmen für die anstehenden Aufgaben. „Im Sport gibt es immer Höhen und Tiefen“, sagt Streu. „Und man will natürlich so lange wie möglich auf der Höhe bleiben. Aber das geht eben nur mit Siegen. Für uns macht es derzeit keinen Sinn, zu weit nach vorne zu schauen. Unsere ganze Konzentration gilt stets dem nächsten Gegner. Nichts anderes zählt.“

Nach der ärgerlichen 1:2-Heimniederlage im Hinspiel gegen Wedemark sind die Bären äußerst gewillt, bei den Scorpions etwas gut zu machen. „Wir hatten das Video ja schon ein, zwei Mal analysiert. So viel haben wir in dem Spiel nicht falsch gemacht. Wir müssen nur die Tore machen. Aber ich bin mir sicher: Haben wir diesmal auch wieder 45 Torchancen, dann geht die Scheibe mehr als nur ein Mal rein.“ Die Wedemark Scorpions sind derzeit Elfter in der Tabelle, haben zwei Spiele mehr ausgetragen als die Bären und 22 Punkte Rückstand auf Neuwied.

Deutlich geringer ist der Abstand zum Sonntagsgegner in der Bärenhöhle: Die Rostock Piranhas sind Zehnter, haben bei ebenfalls zwei Spielen mehr nur acht Punkte Rückstand auf Neuwied. Durch die einfache Regionalgruppe sind die Piranhas damit noch lange nicht aus dem Rennen um einen der Play-off-Plätze. „Auch Rostock hat momentan das Momentum auf seiner Seite“, weiß Streu. „Die schießen derzeit viele Tore. Die laufen richtig heiß, wenn du sie zwei, drei Tore schießen lässt. Das müssen wir zu verhindern wissen.“

Streu und sein Team setzen sich daher – wie zuletzt – in jedem Spiel kleine Ziele, die es zu erreichen gilt. Gelingt es, alle zu erreichen, dann reicht es in der Regel auch zum Sieg. „Eine Aufgabe ist es, defensiv stark zu stehen. Nach Möglichkeit keine Chancen zuzulassen, oder nur ganz wenige Schüsse auf das Tor. Das Fokussieren auf die Kleinigkeiten hat bei uns zuletzt sehr gut funktioniert. Wir müssen darauf achten, dass wir Rostock nicht aufbauen und ihnen mit unseren Fehlern Selbstvertrauen schenken.“

Zum Heimspiel gegen Rostock freuen sich die Bären zudem auf prominenten Besuch: Turnweltmeister Fabian Hambüchen wird auf Einladung von Vorstandsmitglied Peter Wünsch dem EHC Neuwied einen Besuch abstatten und nach der Partie auch die besten Spieler des Spiels auszeichnen. Wünsch und Hambüchen hatten sich im Vorjahr persönlich kennengelernt.


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