ECC Preussen gewinnt Kellerduell gegen VorletztenBerliner holen gegen Harzer Falken erste Punkte seit zwei Monaten

(Foto: Rolf Lux)(Foto: Rolf Lux)
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Die Ausgangslage war klar, die Berliner wollten unbedingt Anschluss halten und um das zu schaffen, musste man als Tabellenletzter mit insgesamt erst sieben Punkten gegen den Vorletzten aus dem Harz mit 15 Zählern einen Heimdreier holen. Das Spiel hielt dann auch, was man sich und den Fans versprach: Kampf, Leidenschaft und Siegeswille. Die Checks wurden mal wieder angesetzt und teils krachend erst an der Bande beendet, in der Defensive stemmten sich die Preussen gegen ein Gegentor und auch der wieder ins Tor zurückgekehrte Erik Reukauf konnte sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen, bestätigte aber zum Leidwesen der Gäste das in ihn gesetzte Vertrauen. Im ersten Drittel gab es noch eine gewisse Verunsicherung, welche das Spiel leicht ins Berliner Drittel verlagerte, danach aber setzten sich mehr und mehr die Gastgeber durch.

Im zweiten Drittel hatten die Preussen-Fans schon ein paar Mal den Torschrei auf den Lippen, aber der Harzer Falke Hönkhaus pickte sich die Pucks, noch bevor sie die Torlinie überquerten. In der 30. Minute war es dann aber soweit, ziemlich genau zur Hälfte des Spiels lupfte Preussen-Goalie Reukauf die schwarze Hartgummischeibe zu Piwowarczyk und der passte sie zu Ludwig Wild, der in der Folge erfolgreich zur 1:0-Führung einnetzen konnte. Und die Hausherren ließen danach nicht locker, drangen immer wieder in die Zone der Gäste. Wenn man aktiv den Torerfolg sucht, entstehen auch mal Situationen zum eigenen Vorteil und so gab es in der 34. Spielminute nach einem Foul auf dem Weg zum Tor einen Penalty für den ECC Preussen, den wiederum Kyle Piwowarczyk zügig und humorlos versenkte. Die Harzer Falken gaben sich aber keineswegs auf, tauchten zahlreich vor dem Berliner Tor auf und stellten die Abwehr immer wieder vor neue Aufgaben. Die Bemühungen wurden belohnt und drei Minuten vor dem Pausentee war es Tim Dreschmann, der auf Vorlagen von Kubail sowie Morley für Jubel beim gut gefüllten Gästeblock aus Braunlage sorgte und den Abstand auf 1:2 verkürzte. Nach diesem spannenden und ereignisreichen Drittel hatten sich alle eine Pause verdient.

Auch im Schlussdrittel wurde es nicht langweilig, schließlich wollten die Eishockey-Preussen unbedingt den Sieg nach Hause tragen und die Mannen von Trainer Arno Lörsch strebten mindestens nach dem Ausgleich. Die körperliche Härte nahm etwas zu in einer ansonsten aber bei dieser Konstellation fairen Partie und so begann Uli Egens Team zwar in Überzahl, konnte es aber nicht nutzen. Erst in der 46. Minute brach der Bann und abermals schoss Piwowarczyk die Preussen durch das 3:1 ins Glück – danach verteidigten die Hauptstädter erfolgreich diese Führung und brachten sie bis zum erlösenden Ende ins Ziel. Zuvor aber gönnten sich noch Quirin Stocker auf Berliner Seite und Falken-Kapitän Erik Pipp einen kurzen wie knackigen Faustkampf, der beiderseitig mit 2+2+10 Minuten geahndet wurde. Trainer Uli Egen war auf der anschließenden Pressekonferenz dann mal ganz froh, nicht wie sonst dem Gegner zum Sieg gratulieren zu müssen und fand lobende Worte zu den Rückkehrern Kyle Piwowarczyk und Quirin Stocker. Auch die Leistung von Erik Reukauf wurde gewürdigt und Gästetrainer Arno Lörsch hatte zuvor kritisiert, dass nur die ersten zwanzig Minuten gekämpft wurde, danach jegliche Basics fehlten und kein Abschluss gesucht wurde. Der kann bei den Harzer Falken wieder erfolgreich gefunden werden, wenn es schon am Mittwoch zu Hause gegen die Hannover Indians geht, am Wochenende die Duisburger Füchse und im Heimspiel die Moskitos Essen warten. Der ECC Preussen Berlin erwartet am nächsten Freitag die Black Dragons Erfurt zu Hause und muss am Sonntag nach Herne. 

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