Duisburger Aufholjagd führt jetzt schon auf Platz fünfFast 100 Strafminuten in Tilburg

Die Crocodiles Hamburg gewannen das Duell mit den Hannover Indians. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg) (Holger Beck / HB-Fotografie.de)Die Crocodiles Hamburg gewannen das Duell mit den Hannover Indians. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg) (Holger Beck / HB-Fotografie.de)
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Die Füchse dagegen holten sich den sechsten Dreier hintereinander, spielten sich vom Tabellenende hoch auf Platz fünf. Die Crocodiles Hamburg setzten sich im Nordderby gegen die Hannover Indians durch, blieben durch ihren Punktezweier vor den heranbrausenden Piranhas, die wiederum auch Halle hinter sich ließen. Die Indians, denen auch ein 3:1 auswärts nicht zum Sieg reichte, holten sich wenigstens einen Punkt, setzten sich auf Rang neun fest. Essen kassierte in Herne eine zu erwartende Niederlage, muss jetzt aber, wie die Indians, langsam in die Puschen kommen, soll Platz vier nicht frühzeitig aus den Augen verloren werden. Ganz hinten, mit fünf bzw. acht Punkten Rückstand auf Platz zehn die Teams aus Erfurt und Krefeld.

Herner EV – Moskitos Essen 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)

Auch wenn es ein Derby war, wenn man als absoluter Underdog in die Partie geht, dann ist eine funktionierende Defensive wichtig und so kam es, dass der Herner EV fast 30 Minuten brauchte, um das Essener Bollwerk förmlich bruchreif zu schießen. Im ersten Drittel hochüberlegen, aber Essens Keeper Kevin Beech behielt die Nerven und den Kasten sauber. Erst in der 29. Minute erzielte Dennis Thielsch im Powerplay die wichtige Führung, aber als Essens Thomas Richter, ebenfalls im Powerplay, in der 48. Minute das 1:1 schoss, da schien sich eine Überraschung anzubahnen. Vielleicht wollten die Essener danach zuviel, vielleicht fehlte auch langsam die Kraft. Als Dominik Piskor (52.) das 2:1 erzielte, war es mit der Essener Gegenwehr vorbei und noch einmal Dennis Thielsch (58.) und Marcus Marsall (59.) erhöhten noch auf 4:1 vor sehr guten 3714 Zuschauern.

Tilburg Trappers – Saale Bulls Halle 6:3 (2:1, 0:0, 4:2)

Einen knüppelharten Fight lieferten sich die Tilburger mit Halle um am Ende doch noch deutlich mit 6:3 zu siegen. Schiedsrichter Roman Sterkens musste 96 Strafminuten, darunter vier Disziplinarstrafen und eine Matchstrafe aussprechen, was die erste Aussage noch unterstreicht. Bereits der erste Angriff von Tilburg brachte die Führung durch Torjäger Mitch Bruijsten (2.). In der siebten Minute glich Michal Bezouska aus aber Bartek Bison traf noch vor der ersten Pause (19.) zu erneuten Tilburger Führung. Zwischen dem zweiten und dem dritten Tagestor eskalierte bereits die Begegnung, als sich zunächst Janne de Bonth und Victor Knaub lieb hatten und zusammen 30 Strafminuten abholten. Fünf Minuten später kamen sich Danny Stempher und Vojtech Suchomer näher und diesmal schlug Schiri Sterkens richtig zu, als er den beiden Streithähnen fünfzig Strafminuten aufbrummte, Suchomer direkt unter die Dusche schickte. Danach war übrigens fast Ruhe, denn es gab nur noch insgesamt acht Strafminuten, darunter im letzten Drittel keine einzige mehr und genau in dieser Phase fielen die restlichen Tore. Erst traf Janne de Bonth (45., 47.) doppelt und dann erhöhte Reno de Hondt (49.) sogar auf 5:1. Jetzt fielen die Tore im Minutentakt, denn dem niederländischen Treffer folgte der zweite der Bulls durch Johannes Ehemann (50.), das 6:2 der Trappers durch Mitch Bruijsten (51.) und schließlich das letzte Tor zum Endstand 6:3, geschossen von Jannik Striepeke (53.).

Icefighters Leipzig – Krefelder EV U23 9:2 (3:0, 3:2, 3:0)

Eine klare Sache der Sachsen, die dem Neuling deutlich zeigten, wie schwer es sein kann, in der dritten Nordliga Punkte zu holen. Wie zuletzt zeigten die Krefelder läuferisch und kämpferisch durch Qualitäten, alleine in der Toreffizienz spielen sie, zumindest im Augenblick noch, in einer anderen Liga. 44:33 Torschüsse war die Bilanz der Leipziger, die sich im Ergebnis nicht widerspiegelte. Für die Icefighters trafen Goran Pantic (2., 58.), Hubert Berger (3.), Hannes Albrecht (13., 24., 44.), Florian Eichelkraut (30.), Michal Velecky (36.) und Antti Paavilainen (58.). Die bedauernswerten Krefelder hatten ihre Torschützen in Michael Jamieson (31.) und Jeremiah Luedtke (38.). Witziges Detail: Das erste und das letzte Tor des Tages erzielte mit Goran Pantic auch noch ein Leipziger Verteidiger.

Crocodiles Hamburg – EC Hannover Indians 4:3 (1:2,2:1,0:0,1:0) n.V.

Ein ausgesprochen spannendes Spiel zeigten die beiden Nordlichter den anwesenden 1713 Zuschauern. Augenscheinlich die berühmte Differenz machten die Spezialisten aus, denn die Crocos kamen auf eine Powerplayquote von 67 Prozent und auf ein Penaltykilling von 100 Prozent (zusammen 167), während die Indians sich mit gesamten 33 Prozent nicht gerade mit Ruhm bekleckerten. Eigentlich schade, denn nach dem schnellen 1:0 der Hamburger durch Patrick Saggau (7.), schlugen sie eiskalt zurück, trafen noch vor der ersten Pause durch Roman Pfennings (13.) und Mike Glemser (17.). Als in der 24. Minute Thore Weyrauch gar auf 3:1 für die Gäste erhöhte, schien der Zug in Richtung Hannover zu fahren, aber die Gastgeber kamen zurück. Chris Staley (35.) auf 2:3 und erneut Patrick Saggau (40.) traf zum 3:3. Im dritten Drittel passierte nicht viel Aufregendes und in der Verlängerung leistete sich Hannovers Igor Bacek in der 62. Minute ein Halten, musste auf die Bank und sah, wie Croco-Defender Norman Martens (63.) den zweiten Punkt für sein Team ergatterte.

Hannover Scorpions – Füchse Duisburg 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

Zwei Läufe wurden an diesem Spieltag bestätigt. Die Gäste holten sich ihren sechsten Sieg hintereinander und dafür kassierten die Scorpions, vor zwei Wochen noch Tabellenführer, die fünfte Niederlage in Folge. Was jedoch am merkwürdigsten ist: Die Scorpions treffen das gegnerische Tor nicht mehr. Fünf Tore in den letzten vier Spielen, eine Quote, die normalerweise in zwei Spielen erreicht wird. Vielleicht liegt das auch daran, dass dem Gegner das magische Trio Bombis, Schmid & Schütt besonders am Herzen liegt, denn auch heute erzielten die drei keinen einzigen Punkt, wobei Schmid aufgrund einer Sperre sowieso fehlte. Das einzige heimische Tor des Tages erzielte Pelletier-Ersatz Kevin Miller. Die aktuelle Nr. 181 der Oberliga-Scorertabelle erzielte ihr erstes Tor für einen deutschen Verein in der 38. Minute, als die Gäste bereits nach Treffern von Steven Deeg (15.) und Alexander Eckl (36.) bereits mit 2:0 führten. Bevor jedoch es richtig spannend wurde, kam erst die zweite Pause und gleich danach erhöhte Steven Deeg (45.) auf 3:1 und beendete mit seinem Tor die Diskussion über den Sieger.

Rostock Piranhas – Black Dragons Erfurt 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Zwar nicht gerade auf höchstem technischen Niveau, dafür aber von der Kampfkraft sehr gut. Beide Teams versuchten mit allen Mitteln die drei Punkte einzuheimsen und am Ende waren die Rostocker die etwas glücklicheren. Nach leichten optischen Vorteilen und einem 0:0 nach zwanzig Minuten begannen die Piranhas mit dem Torreigen in der 23. Minute, als Josh Rabbani eine Vorlage von Tom Pauker zur Piranha-Führung nutzte. Fast im Gegenzug glich Erfurts finnischer Stürmer Joonas Toivanen (24.) aus. Bei diesem Spielstand blieb es bis zur 57. Minute, dann erzielte Rostocks Jonas Gerstung die Führung, bei der es für Rostock bis zum Ende blieb.


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