Duell der Sieglosen ging ins PenaltyschießenFüchse Duisburg unterliegt den Icefighters Leipzig

Armands Berzins (rechts) traf zwar im Penaltyschießen für den EVD, doch nach vier Schützen und 2:1 Treffern für die Icefighters stand Leipzig als Sieger fest. (Foto: Roland Christ)Armands Berzins (rechts) traf zwar im Penaltyschießen für den EVD, doch nach vier Schützen und 2:1 Treffern für die Icefighters stand Leipzig als Sieger fest. (Foto: Roland Christ)
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In diesem Spiel der Meisterrunde der Oberliga Nord ging es um Kampf, darum, irgendwie die Scheibe über die Linie zu schubsen, darum die Punkte irgendwie mitzunehmen. Letztlich schafften es beide: Der EVD unterlag mit 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) nach Penaltyschießen.

Das erste Drittel hatte etwas von einem Auswärtsspiel für beide Mannschaften. Nicht etwa, weil die Duisburger Fans kein Gas gegeben hätten. Ganz im Gegenteil, die Anhänger der Schwarz-Roten gaben von Beginn an alles, um ihr Team nach vorne zu treiben. Tatsächlich ging das Spiel von Beginn an hoch und runter – doch keine der beiden Mannschaften entblößte auch nur einmal ihre Defensive. Lieber erstmal vorsichtig bleiben, hieß offenbar die Vorgabe für beide Teams. Das machte auch Sinn: Bei den Leipzigern, weil sie nun einmal tatsächlich auswärts spielten, bei den Duisburgern, weil bei ihnen mit dem verletzten Robin Slanina und dem gesperrten Raphael Joly die beiden Topscorer fehlten. Lars Grözinger bekam wie angekündigt erstmals nach seinem Ausfall wieder Eiszeit, musste sich aber erst einmal wieder einfinden. Andere Spieler übernahmen Verantwortung. Im ersten Drittel stach Allrounder Coco Krämer heraus. Oft in der Verteidigung eingesetzt lief er wieder im Angriff auf, überzeugte durch Geschwindigkeit und Spielwitz. Als das Drittel vorbei war, stand noch kein Treffer auf dem Statistikbogen – und die Frage keimte auf, ob sich das zeitnah ändern würde.

In der 24. Minute hätte sich das ändern können. Nein, das ist falsch – es hätte sich ändern müssen. Nach einem schönen Spielzug stand Armands Berzins frei vor dem völlig leeren Tor und brachte das Kunststück fertig, am langen Pfosten vorbeizuschießen. Dennoch waren die Füchse in dieser Phase das tonangebende Team. Das Geschehen spielte sich weitgehend Icefighters-Goalie Eric Hoffmann ab – allerdings nie hinter ihm. Da war es schon fast klar, dass der erste Treffer der Partie ins Tor gewühlt werden würde. Ein Schuss von Esbjörn Hofverberg, eine Spielertraube – und Michal Velecky, der für Leipzig abstaubte (28.). Und plötzlich drehte sich das Spiel. Die Gäste bekamen Oberwasser – was die EVD-Fans bemerkten, am Lautstärke-Regler drehten und ihr Team unterstützten. Die in der Folge entstehende Hektik durch viele Strafen nutzte der EVD, um zurück ins Spiel zu finden. Zur zweiten Pause stand es dennoch 0:1.

Pech hatte Geburtstagskind Marco Habermann – er wurde am Freitag 27 Jahre alt – in der 46. Minute, als er den Puck vor dem Tor nicht kontrollierten konnte. Doch drei Minuten später wurde aus der Daueranfeuerung lauter Jubel: Rückkehrer Grözinger brachte die Scheibe rein, André Huebscher vollendete zum 1:1. Im Penaltyschießen verwandelte Michal Velecky den entscheidenden Versuch.

Tore: 0:1 (27:20) Velecky (Hofverberg, Patocka), 1:1 (48:16) Huebscher (Grözinger), 1:2 (65:00) Velecky (entscheidender Penalty). Strafen: Duisburg 10, Leipzig 14. Zuschauer: 1080.

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