Dritter Sieg in FolgeBären drehen Spiel in Essen

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Die Serie hält: Der EHC Neuwied hat auch sein drittes Saisonspiel in der Oberliga Nord gewonnen. Allerdings taten sich die Deichstädter beim 4:2 (0:0, 1:1, 3:1) gegen starke Gastgeber lange Zeit schwer. Zweimal lagen die Moskitos Essen in Führung, am Ende aber setzte sich die Cleverness der Deichstädter durch. So kommt es am Freitag zu einem echten Spitzenspiel, wenn Neuwied in der heimischen Bärenhöhle den ebenfalls noch ungeschlagenen Spitzenreiter Hannover Indians empfängt (20 Uhr).

„Dieses Spiel hätten beide Teams gewinnen können“, sagte EHC-Trainer Craig Streu nach dem ersten kniffligen Spiel der noch jungen Saison. „Essen war der erwartet starke Gegner und hat sehr gutes Eishockey gezeigt.“ Weil die Neuwieder im Spielverlauf aber ebenfalls eine Schippe drauflegen konnten, war der Sieg am Ende zwar glücklich, aber auch nicht unverdient.

In einem torlosen ersten Drittel waren die Gastgeber aus dem Ruhrpott die spielbestimmende Mannschaft. Lediglich im Abschluss fehlte es den Stechmücken an Glück und Durchschlagskraft. Oder sie scheiterten an EHC-Keeper Björn Linda. „Ich lobe ja nie Spieler der gegnerischen Mannschaft“, sagte Essens Trainer Frank Gentges. „Aber Björn Linda war überragend."

Die verdiente Führung für Essen ließ in zweiten Abschnitt jedoch nicht lange auf sich warten: Michal Velecky nutzte in der 22. Minute eine Überzahlsituation zum 1:0. Die Antwort der Bären gab es ebenfalls im Powerplay: Josh Myers traf nach gut der Hälfte des Spiels zum 1:1 (29.). Was dann folgte war eine Phase, in der Neuwied zu viele kleine Strafen zog. „Da hätten wir disziplinierter agieren müssen“, sagte Streu. Essen hatte gleich mehrfach die Chance in einfacher und doppelter Überzahl wieder in Führung zu gehen. Äußerst unglücklich verlief zudem ein Penalty für die Stechmücken in der 38. Spielminute: Michal Velecky traf zum 2:1, die Unparteiischen gaben den Treffer jedoch nicht. Der Schiedsrichter hatte wohl den Penalty zunächst an-, danach aber wieder abgepfiffen, was jedoch unterging in der Stimmung am Westbahnhof. Velecky musste ein zweites Mal antreten – und scheiterte an EHC-Keeper-Linda.

Nach zwei vom Ergebnis her ausgeglichenen Dritteln (0:0 und 1:1) gingen die Gastgeber im letzten Drittel ein zweites Mal in Führung: Cornelius Krämer traf zum 2:1 (44.). Das Pendel drohte nun in Richtung der Gastgeber auszuschlagen, die dann jedoch innerhalb von 76 Sekunden drei Mal eiskalt erwischt wurden: Felix Köbele traf zum 2:2 (46.), nur 59 Sekunden später brachte EHC-Kapitän Brian Gibbons sein Team erstmals in Führung (47.). Die Moskitos nahmen eine Auszeit, kassierten dann aber nur weitere 17 Sekunden später das entscheidende 2:4 durch Artur Tegkaev (47.). Die Partie war entschieden, Neuwied spielte den Sieg jetzt routiniert über die Zeit.

„Für mich war es wichtig zu sehen, wie die Mannschaft auf einen Rückstand reagiert“, sagte Streu. „Wir haben zwei Mal zurückgelegen, sind aber immer wieder zurück ins Spiel gekommen. Nach dem Ausgleichstreffer von Felix Köbele haben wir das Momentum im Spiel eiskalt ausgenutzt. Das ist Eishockey. Da kann ein Spiel innerhalb von wenigen Sekunden kippen. In Essen werden noch viele Teams Punkte liegen lassen. Eines unserer Ziele für diese Saison ist es, dass wir uns auswärts so präsentieren wie daheim. Das haben wir heute in Essen geschafft. Eine super Leistung der Jungs.“

Die Bären freuen sich nun auf das Spitzenspiel am kommenden Freitag, wenn die Hannover Indians zu Gast sein werden in der Bärenhöhle. Wie beim ersten Heimspiel der Saison, als gegen FASS Berlin 1300 Zuschauer ins Neuwieder Icehouse kamen, empfiehlt der EHC auch zu dieser Partie den Vorverkauf zu nutzen, zumal die Indians traditionell reisefreudige Fans haben und die ersten sich schon für Freitag angekündigt haben.

Tore: 1:0 Michal Velecky (22.), 1:1 Josh Myers (29.), 2:1 Cornelius Krämer (44.), 2:2 Felix Köbele (46.), 2:3 Brian Gibbons (47.), 2:4 Artur Tegkaev (47.). Strafen: Essen 10, Neuwied 18. Zuschauer: 655.

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