Die glorreichen Vier holen die volle PunktzahlTrappers, Indians, Scorpions und Piranhas gewinnen

Die Black Dragons Erfurt gewannen überraschend bei den Crocodiles Hamburg. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)Die Black Dragons Erfurt gewannen überraschend bei den Crocodiles Hamburg. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)
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Neben den beiden hannoverschen Vereinen vervollständigt Rostock das Quartett, und das ist schon etwas überraschend. Drei Verlierer vom Sonntag, Herne, Essen und Hamburg haben je sechs Punkte auf dem Konto. Die Erfurter, die mit dem Erfolg in Hamburg überraschten, belegen mit vier Punkten Rang acht, verfolgt von Halle und Duisburg. Da die Harzer Falken ihren ersten Punkt feiern konnten, überholten sie am Ende die noch punktlosen Leipziger und die Berliner Preussen.

Tilburg Trappers – Herner EV 9:3 (2:1, 1:2, 6:0)

Ein nahezu unglaubliches Spiel bekamen die 2269 Zuschauer im IJssportcentrum Stappegoor zu sehen. Zwar waren die Tilburger optisch überlegen, aber nach 40 Spielminuten hieß es zwischen dem Tabellenführer und Verfolger Herne 3:3. Die Tore hatten bis dahin Giovanni Vogelaar (4.), Mitch Bruijsten (19.) und Nardo Nagtzaam (31.) für die Trappers sowie Dennis Thielsch (10.), Mike Schmitz (29.) und Brad Snetsinger (31.) für Herne erzielt. Die Tore zum 2:2 und 3:2 für den HEV fielen in dem harten Spiel übrigens in doppelter Überzahl. Auch als Mitch Bruijsten in der 48. Minute die Trappers mit 4:3 in Führung brachte, ahnte noch niemand, was sich in der nächsten Viertelstunde abspielen würde. Dann begann Danny Stempher seine dreiminütige One-Man-Show. Innerhalb von 196 Sekunden erzielte er einen lupenreinen Hattrick, erhöhte höchstpersönlich auf 7:3. Dann ließen die Niederländer ihre Gäste für fünf Minuten in Ruhe, um dann in Form von zwei Treffern von Max Hermens und Jordy Verkiel innerhalb von 15 Sekunden einen Nachschlag zu geben.

Crocodiles Hamburg – Black Dragons Erfurt 4:6 (2:1, 1:2, 1:3)

Eine völlig überraschende Heimniederlage mussten die Crocodiles Hamburg gegen die Black Dragons Erfurt einstecken. Dabei schien das Spiel nach den ersten zwölf Minuten den erwarteten Verlauf zu nehmen. Torjäger Brad McGowan hatte bereits nach 25 Sekunden einen Zuckerpass von Josh Mitchell zum 1:0 genutzt und zehn Minuten später erzielte McGowan, wiederum auf Pass von Mitchell das 2:0. Ein erstes Ausrufezeichen setzte 40 Sekunden nach dem 0:2 Michal Vazan, der für Erfurt den Anschlusstreffer erzielte. Der gleiche Spieler sorgte, ähnlich schnell wie McGowan zu Spielbeginn, gleich im zweiten Drittel für das 2:2. Danach zeigten sich die Thüringer spritziger und gefährlicher als die konsternierten Hamburger, mussten aber in der 29. Minute das 3:2 von Ludwig Synowiec hinnehmen.  In der 38. Minute gelang dann Oliver Kämmerer der verdiente Ausgleich. Im letzten Drittel gab es dann ein merkwürdiges Spiel zu sehen. Die Crocodiles nahmen Fahrt auf, bestürmten das Erfurter Tor und mussten in der 49. Minute durch Schüpping in Unterzahl das 3:4 hinnehmen. Drei Minuten später kamen die Hamburger durch Aaron Reinig mit dem 4:4 zurück ins Spiel, aber der im letzten Drittel überragende Erfurter Reto Schüpping erzielte mit einem Doppelpack in der 55. Minute und in der letzten Spielminute per Empty-Netter das Endergebnis.

Icefighters Leipzig – Hannover Indians 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)

Eine defensive Meisterleistung boten die Hannover Indians am Sonntag in Leipzig und verdarben damit den Icefighters nicht nur die Heimpremiere, sondern auch die Eröffnung des neuen Kohlrabizirkus, der neuen Heimstätte der Leipziger. Bereits nach fünf Minuten überwand der Alt-Internationale in Diensten der Indians, Andreas Morczinietz, den Leipziger Keeper Benedict Roßberg nach Vorlage von Brent Norris zum 1:0. Nach einem ausgeglichenen restlichen ersten Drittel erhöhte Igor Bacek bereits 72 Sekunden nach Drittelbeginn auf 2:0 und entschied damit bereits die Partie, weil die Leipziger nicht in der Lage waren, die Indians-Defensive sowie deren Keeper Kevin Beech zu überlisten.

Harzer Falken – Saale Bulls Halle 2:3 (0:0, 0:2, 2:0, 0:1) n.P.

Ihren ersten Punkt holten sich am Sonntag die Falken und mit etwas Glück wären es auch drei geworden. Im ersten Drittel zeigte sich Halle leicht überlegen, kam aber ebenso wie die Falken die Falken gnadenlos zurück und verpassten die endgültige Entscheidung, weil sie nur zu zwei Toren, erzielt von Maximilian Spöttel (30., 40.), kamen. Im dritten Drittel kämpften sich die Falken zurück in  Spiel und glichen durch Zach Josepher (47.) und Artyom Kostyrev (50.) aus. Im weiteren Verlauf des Spieles und der Verlängerung kam es zu keiner Entscheidung, so dass diese im Penaltyschießen enden musste und da hatten die Saale Bulls mit Nathan Burns den entscheidenden Schützen in ihren Reihen.

Rostock Piranhas – Preussen Berlin 6:2 (1:0, 4:2, 1:0)

Ohne jede echte Chance waren die Berliner Preussen in Rostock. Nach dem schnellen von Greg Classen (4.) zeigten sich die Gäste zwar robust, konnten in den ersten 20 Minuten einen höheren Rückstand vermeiden und schafften es in der 27. Minute durch Kyle Piwowarczyk (27.) sogar zum Ausgleich. Und als Can Matthäs nur 50 Sekunden später sogar die erste Berliner Führung herausschoss, da schien sich eine Überraschung anzubahnen. Die 982 Zuschauer mussten jedoch nicht lange bangen. Michal Bezouska konnte bereits vier Minuten später ausgleichen und ein Doppelschlag von Constantin Koopmann (35., 38.) brachte den Piranhas eine komfortable 4:2-Führung, die Tomas Kurka 27 Sekunden vor Drittelende sogar noch auf 5:2 ausbaute. Einziger Höhepunkt im letzten Drittel war das sechste Rostocker Tor von Viktor Beck.

Hannover Scorpions –Moskitos Essen 3:2 (0:0, 3:1, 0:1)

Eine äußerst spannende Begegnung sahen die 934 Zuschauer in Mellendorf. Die Hannover Scorpions, am Freitag noch glänzender 5:2-Sieger in Duisburg, waren zwar optisch überlegen, konnten sich aber gegen die starke Essener Defensive im ersten Drittel nicht durchsetzen, so dass es am Ende 0:0 stand. Der neu geholte Marian Dejdar war dann, zusammen mit Bombis, am 1:0 von Patrick Schmid beteiligt. Nun wurde Essen gefordert, konnte optisch die Führung übernehmen und wurde zwischen der 35. und 36. Minute durch Christoph Koziol und erneut Patrick Schmid ausgekontert. Die Antwort der Ruhrstädter kam prompt. 68 Sekunden nach dem 0:3 konnte Essens Andre Gerartz (37.) eine Vorlage von Lennartsson zum 1:3 ausnutzen und als Julian Airich (50.) auf 2:3 verkürzte, wurde es in der Eisarena richtig spannend aber mit Glück und Können konnten die Scorpions den Ausgleich verhindern und damit ein richtig starkes Wochenende feiern.


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