Derby und Spitzenspiel am Boxing DayTags darauf kommen die Scorpions nach Duisburg

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Englische Fußballer kennen es – die meisten anderen nicht. Sport am „Boxing Day“. Auch wenn der englische Begriff für den 26. Dezember etwas mit den dann leeren Geschenkschachteln zu tun hat, irgendwie passt er zum Eishockey. Wie die Faust aufs Auge sozusagen. Klassisch gibt es für Eishockeyspieler kaum Zeit für Besinnlichkeit und für den EV Duisburg aktuell erst recht nicht. Denn sowohl am 2. Weihnachtstag als auch tags darauf am 27. Dezember müssen die Füchse in der Oberliga Nord ran. Das Programm hat es in sich: Am 26. Dezember, 18.30 Uhr, geht es an den Gysenberg zum „Spitzenspiel-Derby“ beim Herner EV. Exakt 24 Stunden später beginnt das Heimspiel gegen die Hannover Scorpions.

„Herne hat eine sehr gute Überzahl. Wir müssen also diszipliniert und, wenn es dazu kommt, gut in Unterzahl spielen“, sagt EVD-Teamchef Lance Nethery über das Auswärtsspiel am Boxing Day. Obwohl das Duisburger Powerplay immer noch verbesserungswürdig erscheint und Trainer Brian McCutcheon dies als eine seiner Hauptaufgaben für die nächsten Tage und Wochen bezeichnet, ist die reine Überzahlquote bei den Füchse weiterhin besser als die der meisten anderen – auch als die des HEV. Eine 27,34-prozentige Erfolgsquote steht für Duisburg zu Buche und damit ligaweit der drittbeste Wert. Nur Halle (30 Prozent) und die Hannover Scorpions (28,7 Prozent) sind besser. Herne folgt auf Rang sieben mit 25,19 Prozent. Allerdings „siebt“ diese Statistik nicht aus, gegen wen diese Treffer fallen – sprich gegen starke oder eher schwache Gegner. Die Duisburger Unterzahl ist mit 88 Prozent nach wie vor die beste der Oberliga Nord – gefolgt vom Herner EV (86 Prozent).

Nichts desto weniger ist das Spiel am 26. Dezember in Herne nicht nur ein Derby, sondern auch ein Spitzenspiel. Nach dem 5:2 der Füchse gegen Herne am 23. Oktober haben die Grün-Weiß-Roten 13 von 14 Spielen gewonnen und stehen damit punktgleich mit dem Tabellenzweiten Tilburg auf Rang drei – fünf Zähler hinter dem EVD. „Im Sommer war bereits zu sehen, dass Herne eine gute Mannschaft hat“, sagt Nethery. „Sie leisten gute Arbeit. Aber das ist ja auch gut für die Liga.“ Aktuell hat der HEV für den verletzten Jakub Rumpel Hannovers überzähligen Ausländer Hugo Turcotte (sieben Spiele, sechs Tore, sieben Vorlagen) verpflichtet.

Nicht weniger spannend wird das EVD-Heimspiel am Sonntag, 27. Dezember (18.30 Uhr, Scania-Arena) gegen den Tabellensechsten Hannover Scorpions. „Das war die einzige Mannschaft, die gegen uns klar besser war“, hat Nethery noch schmerzhafte Erinnerungen an die 0:3-Hinspielniederlage. Die dürfte die meisten Füchse wurmen – und auf Wiedergutmachung sinnen lassen. „Wir trainieren gut. Die Jungs sind heiß auf die Spiele“, so Nethery. „Es ist ohnehin leichter, gegen Gegner sportlich anspruchsvolle Gegner zu spielen als gegen die so genannten Kleinen. Jeder weiß, dass er alles geben und die Vorgaben umsetzen muss.“

Nethery hofft, dass Yannis Walch und Mike Schmitz auflaufen können. „Möglicherweise ist auch Dominik Meisinger dabei. Das entscheidet sich am 25. Dezember.“ Daniel Kunce (Blinddarm-OP) wird voraussichtlich noch fehlen.

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