Der Weg zum Titelgewinn ist für die Saale Bulls Halle freiShut-out gegen Scorpions; Hamm gewinnt Kellerderby

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Das fiel aber nicht weiter ins Gewicht, denn der härteste Konkurrent, die Hannover Scorpions, unterlagen klar in Halle und haben zwei Spiele mehr als die Niederländer absolviert. Im Kampf um Platz vier mussten die Leipziger einen kleinen Rückschlag erleiden, aber noch ist der Vorsprung auf die Hannover Indians, die auf Grund von Coronafällen im eigenen Team spielfrei hatten, komfortabel. Herne zeigte seine außergewöhnliche Moral und setzte sich von den Crocodiles etwas ab, hat allerdings drei Spiele mehr als die Elbestädter absolviert, so dass doch noch der siebte Platz droht. Auf den Rängen acht bis 14 tat sich nichts, lediglich der Erfolg der Hammer Eisbären beim Vorletzten, der EG Diez-Limburg, überraschte doch in der Höhe.

Saale Bulls Halle – Hannover Scorpions 4:0 (2:0, 2:0, 0:0)

Es sollte auch im zweiten Spiel in Halle nicht sein. Nach dem 1:4 vom 15. Dezember folgte jetzt gar ein 0:4. Ein desaströses Ergebnis für die Mellendorfer Startruppe, die den Nordtitel jetzt ad acta legen kann und sich um Platz zwei bemühen muss. Dieser ist noch längst nicht sicher, denn die Tilburger, die punktetechnisch zurückliegen, haben zwei Spiele weniger ausgetragen und volle 0,08 Punkte Vorsprung. Ärgerlich auch für die Scorpions, dass die Bulls sich strikt an ihre defensive Taktik hielten und im eigenen Stadion auf Konter lauerten. In allen drei Dritteln waren die Scorpions auf dem Vorwärtsmarsch, aber die Hallenser Deckung arbeitete perfekt und hatte in Keeper Jakub Urbisch einen starken Rückhalt. Interessant: Obwohl Urbisch mit 2,02 Gegentoren/Spiel auf Platz drei in der Nord-Torhüterrangliste steht, war es erst sein erster Shut-out in dieser Saison. Stärkster Einzelspieler der Bulls war Lukas Valasek, gefolgt vom Trio Erik Gollenbeck, Dennis Gulda und Sergei Stas. Statistisch beste Scorpione waren Louis Trattner, Mario Valery Trabucco und Julian Airich, die die Plus/Minus-Statistik mit einer null abschlossen.

Tore: 1:0 (05:41) Finn Walkowiak (Gollenbeck, Valasek), 2:0 (17:16) Dennis Gulda (Gollenbeck, Valasek              ), 3:0 (22:40) Roman Pfennings (Stas, Hildebrand), 4:0 (35:17) Lukas Valasek (Gulda, Stas).

Crocodiles Hamburg - Tilburg Trappers 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1) n.V.

Das war eine ärgerliche und unnötige Heimniederlage der Crocodiles. In einem absolut ausgeglichenen Spiel standen die Crocodiles dicht vor dem Gewinn des zweiten Punktes um ihn dann doch herzugeben. Was war passiert? 47 Sekunden vor Ende holte sich Trappers-Stürmer Ties van Soest eine Fünfer plus Spieldauer ab und das bedeutete für Hamburg, dass sie fast die gesamte Overtime Überzahl haben würden. Die Chance wurde jedoch nicht genutzt und kurz vor Ablauf der Strafe kassierte der Hamburger Harrison Reed, heute eigentlich mit zwei Toren der Mann des Tages, eine Strafe, die die Tilburger, im Gegensatz zu den Crocodiles zum Siegestreffer nutzten, zehn Sekunden vor Schluss. Erstaunlich, dass bei den Crocodiles der zweite Block für sämtliche Punkte sorgte. Auch bei Tilburg war die zweite Reihe mit fünf Punkten die erfolgreichste, die restlichen drei Zähler verteilten sich über die Reihen eins bis vier.

Tore: 0:1 (13:29) Kevin Bruijsten (Verkiel, D. Hessels), 1:1 (24:08) Harrison Reed (Lascheit, Zuravlev), 1:2 (27:10) Raimond van der Schuit (Verkiel, van Oorschot), 2:2 (40:23) Harrison Reed (Zuravlev, Lascheit 5-4), 2:3 (64:50) Diego Hofland (Hermens 4-3)

Icefighters Leipzig – Herner EV Miners 4:5 (2:0, 0:4, 2:0, 0:1) n.P. 

Das Verfolgerduell sah am Ende mit dem HEV einen etwas glücklichen Sieger, denn den Ruhrstädtern reichte ein sehr gutes zweites Drittel um zwei Punkte aus Leipzig mitzunehmen. Ein weiterer Grund, warum es in den ersten 60 Minuten nicht klappte, lag auch am Penaltykilling, denn die Icefighters nutzten insgesamt von sieben Möglichkeiten drei, während der HEV leer ausging. Stark auf Leipziger Seite agierten Maximilian Spöttel mit drei Punkten sowie Felix Stopinski und Michael Burns mit je zwei Zählern. Bei Herne, das mit nur elf Feldspielern antrat, war Kevin Orendorz der überragende Mann, war er an jedem Tor beteiligt. Noch erwähnenswert aus Leipziger Sicht wäre, dass nach dem vierten Gegentor für Eric Hoffmann Mark Arnsperger in den Icefighters-Kasten ging und in der Folgezeit, vom entscheidenden Penalty abgesehen, ungeschlagen blieb.

Tore: 1:0 (18:45) Tatu Vihavainen (Burns, Eichelkraut 5-4), 2:0 (19:28) Maximilian Spöttel (Heyter, Stopinski 5-4), 2:1 (28:50) Kevin Orendorz (Tegkaev, Marsall), 2:2 (29:40) Dennis Swinnen (Hüfner, Orendorz), 2:3 (34:12) Michel Ackers (Tegkaev, Orendorz), 2:4 (35:55) Dennis Swinnen (Peleikis, Orendorz), 3:4 (46:45) Felix Stopinski (Spöttel 5-4), 4:4 (55:15) Roberto Geiseler (Spöttel, Burns), 4:5 (65:00) Tomi Wilenius (PEN)

EG Diez-Limburg – Hammer Eisbären 3:6 (1:3, 2:1, 0:2)

Im Kellerderby setzten sich vor 163 Zuschauern die Gäste durch, weil sie erstens fünf Feldspieler mehr auf den Spielberichtsbogen brachten und somit physisch besser nachlegen konnten und weil sie mit Christopher Schutz und Kyle Brothers die überragenden Spieler in ihren Reihen wussten. Schutz war an allen sechs Toren beteiligt, schoss vier Tore davon selbst und Brothers war lediglich am ersten Tor nicht beteiligt. Bei den tapferen Limburgern verdienten sich Cody Drover, Alexander Seifert und Nikita Krymskiy mit jeweils zwei Punkten die besten Noten.

Tore: 0:1 (04:44) Christopher Schutz (Roach, Gretz), 0:2 (10:30) Christopher Schutz (Brothers, Calovi), 1:2 (17:55) Kevin Loppatto (Drover, Slaton 5-4), 1:3 (19:52) Christopher Schutz (Roach, Brothers), 1:4 (24:34) Kyle Brothers (Schutz, Junge), 2:4 (29:29) Nikita Krymskiy (Drover, Seifert), 3:4 (37:38) Alexander Seifert (Krymskiy, Richter), 3:5 (42:01) Christopher Schutz (Roach, Brothers), 3:6 (59:15) Kyle Brothers (Schutz, Gretz)

Verschobene Spiele:

Hannover Indians – Moskitos Essen

Rostock Piranhas – Krefelder EV U23

Herforder EV – Black Dragons Erfurt  


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