Der Norden vom Osten gedemütigtNordost-Pokal

Der Norden vom Osten gedemütigtDer Norden vom Osten gedemütigt
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Hannover Scorpions – MEC Saale Bulls Halle 0:6

516 Zuschauer wurden in einem schnell geführten Spiel (2 Stunden) Zeuge, wie der hohe Favorit vom Dritten der Oberliga Ost, dem MEC Halle in eigener Halle vorgeführt wurde. Dabei starteten die Scorpions wie üblich in Höchstgeschwindigkeit und nahmen Gästekeeper Patrick Glatzel unter Beschuss. 15 Torschüsse, 0 Treffer. Besser machten es die Gäste, die den Back-up der Scorpions, Raphael Leibfried, gleich zweimal durch Troy Bigam (8.) und Sebastian Lehmann (13.) bezwangen. Dieser Schock wirkte. Der Motor der Hausherren stotterte doch merklich und im zweiten Drittle war es Halle, das deutlich den Takt vorgab. Diesmal lautete das Schussverhältnis 16:7 für die Gäste und war auch noch von Erfolg gekennzeichnet. Wiederum Lehmann (21.) bereits nach 31 Sekunden, sowie Benjamin Thiede (25.), erneut Troy Bigam (35.) und Matthias Schubert (40.) erhöhten auf ein kaum fassbares 0:6. In den letzten zwanzig Minuten verwaltete Halle das Ergebnis nur noch, schaltete einen Gang zurück und brachte es dennoch fertig, seinem Torhüter nach einer tadellosen Leistung einen Shut-Out zu ermöglichen.

Black Dragons Erfurt – Rostock Piranhas 9:6

Ein äußerst hitziges Duell entwickelte sich zwischen den beiden Tabellenzweiten der Oberliga Ost- und Nord, den Black Dragons Erfurt und den Piranhas aus Rostock. Sage und schreibe 163 Strafminuten verteilte Hauptschiedsrichter Christian Rüdiger, davon alleine 101 an die Gäste. Die Erfurter starteten wie die Feuerwehr und benötigten noch nicht einmal ein Powerplay, um gleich mit 3:0 (Christopher Fischer (3.), Petr Sikora (5.) und Sascha Neumann (9.) in Front zu ziehen. Die nun aufgewachten Piranhas schlugen jedoch noch im zweiten Drittel zurück. Karol Bartanus (16.) und Petr Zib (20.) schafften den Anschluss zum 3:2. Als Petr Sulcik (24.) sogar der Ausgleich gelang, schien die Partie zu kippen, aber Erfurt hatte die richtige Antwort. Adam Sergerie (27.) und Christian Grosch (33.) brachten die Dragons wieder mit 5:3 in Führung. Es blieb aber spannend. Rostocks Petr Sulcik verkürzte in der 40. Minute auf 5:4. Im dritten Drittel kam es dann zum unrühmlichen Spielhöhepunkt, als Rostocks Gruber sich nach einem brutalen Check in der 45. Minute eine Matchstrafe abholte und sich daraufhin sein Mannschaftskollege Jan Schmidt mit Erfurts Sebastian Hofmann derart beharkten, dass beide ebenfalls das Eis verlassen mussten. Trauriger Rekord: HSR Rüdiger verteilte innerhalb von 60 Sekunden 75 Strafminuten. Das Überzahlspiel nutzten die Erfurter zu einem Zwischenspurt und erhöhten auf 7:4. Ryan Olidis (47.) und Christian Grosch (48.) waren erfolgreich. Als Jan Zurek (52.) auf 8:4 markierte, schien die Partie gelaufen, aber Christian Ciupka (52.) und Josh Rabbani (57.) verkürzten auf 8:6. Jetzt witterte Rostocks Trainer Wolfgang Wünsche Morgenluft, nahm seinen Keeper Tobias John vom Eis, aber es sollte nichts nutzen. Jan Zurek (60.) entschied mit einem Empty-Netter das Spiel endgültig.

Rostock Piranhas – Icefighters Leipzig  5:8

Auch im zweiten Pokal-Vergleich mit dem Osten zogen die Rostocker den Kürzeren und auch diesmal gab es mit acht Gegentoren einen deutlichen Hinweis, dass die Defensive höheren Ansprüchen nicht genügt. Im ersten Drittel ließen die Leipziger nichts anbrennen, drängten sofort die Piranhas in die eigenen Verteidigungslinie zurück. 21:5 Torschüsse zeigte zwar der Schusszähler, aber es stand nur 0:2. Lediglich Edward Gale (13., 18.) brachte es fertig, den exzellenten John im Rostocker Tor zu überwinden. Das zweite Drittel brachte fünf Tore, davon zwei für Rostock (Josh Rabbani (31.) und Jens Stramkowski (38.) sowie drei für Leipzig (Edward Gale (26., 36.) und Lars Müller (34.). Die Rostocker gaben auch im letzten Drittel nicht auf, aber die Messestädter ließen sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Dem 3:5 von Stramkowski (41.) ließ Leipzig schnell durch den Mann des Tages „Edward Gale“ (44.) das 3:6 folgen, aber dann machten es Petr Sulcik (51.) und Anton Marsall (55.) spannend. Das 5:6 hatte jedoch nur 126 Sekunden Bestand, dann brachte Florian Eichelkraut (58.) seine Farben wieder mit zwei Toren in Führung und als Rostocks Keeper Denis Rauscher vom Eis beordert wurde, erhöhte Leipzigs Hannes Albrecht schließlich zum Endstand 5:8.

Am kommenden Wochenende treffen im Nordost-Pokal am Freitag (15. November; 19.30 Uhr) die Hannover Scorpions auf den Black Dragons Erfurt aufeinander.

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