Der Norden entscheidet dritte Serienbegegnung mit 5:3 für sichOberliga-Play-offs: Fünf Entscheidungen bereits gefallen

Die Füchse Duisburg unterlagen dem EC Peiting. Alexander Spister (Mitte) fehlte am Dienstag, nachdem er sich am Sonntag einen Finger gebrochen hatte. (Foto: Roland Christ)Die Füchse Duisburg unterlagen dem EC Peiting. Alexander Spister (Mitte) fehlte am Dienstag, nachdem er sich am Sonntag einen Finger gebrochen hatte. (Foto: Roland Christ)
Lesedauer: ca. 8 Minuten

Während dabei die Tilburg Trappers und die Hannover Scorpions nach ihren Heimspielen eine relativ bequeme Position haben, stehen die Hannover Indians trotz des Sieges am Freitag in Selb mit dem Rücken zur Wand. Viel besser sieht es für die Südvereine aus Peiting, Landshut und Rosenheim aus, die alle mit einem Sweep den Sprung in das Achtelfinale geschafft haben.

Saale Bulls Halle – ECDC Memmingen Indians 6:2 (1:1, 4:1, 1:0)

Play-off-Stand: 3:0

Am Ende scheint es eine klare Sache gewesen zu sein, aber so war es nicht. Die Memminger Indians blieben auch in Spiel drei jederzeit gefährlich und erst mit dem Hallenser 5:2 in der 33. Minute erlahmte ihre Moral. Zuvor hatten sie das Spiel trotz einer gewissen Überlegenheit der Gastgeber lange Zeit offen gehalten. In der sechsten Minute gelang Dominik Piskor in Überzahl sogar die Führung und diese hielt immerhin neun Minuten die 1251 Bulls-Fans in Atem. Dann traf Michal Schön, wie Piskor ein gebürtiger Tscheche mit deutschem Pass, in der 16. Minute zum Ausgleich. Die Hoffnungen der Memminger erhöhten sich in der 22. Minute, als die Leihgabe der Augsburger DNL-Mannschaft Tim Bullnheimer die Indians noch einmal in Führung brachte. Diesmal hielt die Führung nur vier Minuten, dann glich Halles Kanadier Chris Francis aus und nur eine Minute später traf Dominik Patocka zur ersten Bulls-Führung. Die Memminger hatten diese beiden Tiefschläge noch nicht richtig verdaut, da hieß es schon 4:2 aus Hallenser Sicht. Andreas Zille traf in der 29. Minute und dann kam zum Schluss noch die Toreshow von Maximilian Spöttel, dem in der 34. Minute und 46. Minute die beiden Schlusstore zum 5:2 und 6:2 gelangen. Damit haben die Bulls mit einem Sweep das Achtelfinale absolviert und können sich in Ruhe auf den nächsten Gegnern in zehn Tagen vorbereiten.

Hannover Indians – Selber Wölfe 4:1 (2:0, 0:0, 2:1)

Play-off-Stand: 1:2

Mit einem hochverdienten 4:1 gegen Selb konnten die Indians den Einstieg in die Sommerferien um drei Tage rausschieben. Vor 3100 Zuschauern bezwangen sie die Franken deutlich, weil sie vor allem im Gegensatz zur ersten Heimbegegnung am letzten Freitag in der Defensive sicher standen und auch den Willen zeigten, sich nicht mit einem gesamten 0:3 aus dem Wettbewerb verabschieden zu wollen. Wichtig war dabei jedoch auch, dass Robby Hein bereits nach drei Minuten die Führung erzielte. Danach kamen die Selber langsam in die Begegnung, mussten jedoch noch vor der ersten Pause durch Igor Bacek (19.) noch das 0:2 hinnehmen. Mit dem 3:0 durch Roman Pfennings (41.) war die Partie praktisch vorentschieden, wurde jedoch noch einmal spannend, als Florian Lüsch (52.) auf 1:3 verkürzte. Natürlich nahm Selbs Trainer Henry Thom zwei Minuten vor Schluss seinen Torhüter Niklas Deske vom Eis, musste dann jedoch noch das 4:1 von Igor Bacek sechs Sekunden vor Schluss hinnehmen. Bemerkenswert noch, dass sich im Mitteldrittel nach einem Foul von Gare dieser mit Hannovers Armin Finkel prügelte und Finkel sich eine Fünfer plus Spieldauer einhandelte, so dass dieser sich unfreiwillig um den Helferposten für Indians-Coach Lenny Soccio am Freitag bewarb.

Starbulls Rosenheim – Moskitos Essen 3:2 (1:2, 0:0, 2:0)

Play-off-Stand: 3:0

Während sich die Rosenheimer in Essen scheinbar beim 5:1 wohlfühlten, war es zum zweiten Mal in Folge auf eigenem Eis deutlich schwerer. Und wieder zeigten die Essener eine disziplinierte und kämpferische Defensivleistung, zwangen die Starbulls förmlich sich in Geduld zu üben. Interessant auch der Fakt, dass Schiedsrichter Harrer zwar 14 Einzelstrafen aussprach, aber keines der darauf folgenden Powerplays von Erfolg gekrönt war. Stark gleich der Beginn der Essener Gäste, als Julian Airich bereits den ersten Angriff nach 22 Sekunden zum 1:0 abschloss. Die Rosenheimer kamen nur mühevoll zurück, hatten zum Glück ihren Kanadier Chase Witala, dem die Essener scheinbar liegen. Er erzielte in der 13. Minute den Ausgleich, aber nur zwei Minuten später brachte Thomas Zuravlev (15.) seine Moskitos wieder in Führung. Nach einem torlosen Mitteldrittel verstärkten die Starbulls ihre Bemühungen und hatten Glück. In der 48. Minute erzielte Michael Baindl den Ausgleich und in der 51. Minute brachte Michael Fröhlich die Grün-Weißen erstmals in Führung. Dabei blieb es und damit konnten die Rosenheimer mit einem Sweep das Achtelfinale abschließen.


EC Peiting – Füchse Duisburg 6:3 (1:1, 1:2, 4:0)

Play-off-Stand: 3:0

Am Ende stand es klar und deutlich 6:3 und mit einem Sweep verabschiedeten die Peitinger ihre westdeutschen Gäste in die Sommerpause. Allerdings fiel dieser Sieg schwer, denn die Wedauer zeigten eines ihrer besten Auswärtsspiele in dieser Saison und lediglich am Ende, als die Kraft ausging, wurde es noch eindeutig. Für Peitinger Verhältnisse an einem Werktag starke 900 Zuschauer sahen bereits in der fünften Minute die 1:0 Führung durch Florian Stauder. Danach kämpften sich die Duisburger zurück in die Partie und kamen durch ihren Topscorer Pavel Pisarik in der 13. Minute zum Ausgleich. Als Peitings Verteidigerass Brad Miller in der 24. Minute den ECP wiederum in Führung schoss, da schien dies eine Vorentscheidung aber die Füchse kamen überraschend noch einmal zurück. Artur Tegkaev entwickelte sich dabei für drei Minuten zur Angriffsbestie der Duisburger, denn ihm gelangen in der 38. und 40. Minute zwei Tore für die Gäste zu deren 3:2-Führung. Die Hoffnung der Füchse hielt jedoch für nur 68 Sekunden. Brad Miller, Spieler des Tages in der Peitinger Eisarena, markierte in der 42. Minute nicht nur den Ausgleich, er sorgte auch mit dem einzigen Powerplay-Tor des Tages in der 45. Minute für die Führung des Südmeisters. Den Deckel auf den Topf setzte schließlich Andreas Feuerecker, dem mit einem Doppelschlag (49., 53.) die beiden letzten Tore zum 6:3 gelangen. Damit konnte sich der EC Peiting, wie zu erwarten war, mit 3:0 Siegen gegen Duisburg durchsetzen und muss nun eine Woche warten, bis der nächste Gegner feststeht.


EV Landshut – Rostock Piranhas 11:1 (4:0, 2:0, 5:1)

Play-off-Stand: 3:0

Bei dem Ergebnis verbietet es sich von selbst, den Piranhas etwaige Chancen zuzubilligen. Allerdings muss man ihnen zugutehalten, dass sie sich fair ihrem Schicksal ergaben und dass sie, für ihre Verhältnisse, eine wirklich gute Saison gespielt haben. Am Ende trafen sie auf einen personell und spielerisch überlegenen Gegner, dem sie in zwei Spielen heftigen Widerstand leisteten und beim letzten Treff am Ende einfach nur noch froh waren, dass es zu Ende war. Die Landshuter kamen am Ende auf ein Schussverhältnis von 50:12 und der beste Rostocker war am Ende sogar noch Keeper Jakub Urbisch. Urbisch erreichte trotz der elf Gegentore sogar noch 78 Prozent Fangquote, eine gute Leistung. Vor 2543 feiernden EVL-Anhängern erzielten Alexander Ehl (5.), Marco Baßler (10.), Tomas Plihal (13.,46.), Luis Schinko (18.), Marc Schmidpeter (34.), Maximilian Hofbauer (39.), Luca Trinkberger (44.,56.), Miloslav Horava (51.) und Marco Sedlar (57.) die Tore für den Süd-Vizemeister, das Ehrentor der tapferen Piranhas markierte Petr Gulda in der 50. Minute.


Eisbären Regensburg – Herner EV 3:4 (1:1, 0:1, 2:2)

Play-off-Stand: 0:3

Die Serienüberraschung schlechthin gelang dem Tabellensechsten der Oberliga Nord, dem Herner EV, gegen den favorisierten Dritten aus Regensburg. Mit einem 3:0 und gleichzeitig zwei Auswärtssiegen kegelten die Herner die Regensburger aus dem Wettbewerb und können sich nun auf den nächsten Gegner vorbereiten, während in Regensburg vermutlich nach einer kurzfristigen Eiszeit das Aufräumen beginnen wird. In der mit nur gesamt 16 Strafminuten fairen Begegnung schockten die Gäste, die nur noch einen Sieg zum Weiterkommen benötigten, die immerhin noch 2200 EVR-Anhänger mit dem schnellen 1:0 durch Brad Snetsinger bereits in der vierten Spielminute. Der wieder genesene Peter Flache glich in der zehnten Minute für die Südoberligisten aus, aber die Regensburger fanden trotz engagierten Spieles einfach nicht den richtigen Weg gegen die Herner. Diese blieben cool, warteten ab und in der 28. Minute brachte Lois Spitzner den HEV wieder mit 2:1 in Führung. Als Philipp Vogel (44.) und Benedikt Böhm (46.) die Partie zugunsten der Bayern drehten, schien der erste Erfolg des EVR nahe, aber eine einzige Unaufmerksamkeit der Regensburger Verteidigung schenkte Patrick Asselin (47.) wiederum den schnellen Ausgleich. Nicht mehr abwendbar war dann für die Regensburger das 3:4, als Marcus Marsall (57.) einen Angriff mit dem Siegestor für den HEV krönte. Damit hat der HEV völlig überraschend den Tabellendritten aus dem Süden aus dem Wettbewerb geworfen und kann sich jetzt in Ruhe der nächsten Aufgabe widmen.


Hannover Scorpions – Blue Devils Weiden 6:2 (1:1, 2:0, 3:1)

Play-off-Stand: 2:1

Auch in Mellendorf war der Zuschauerzuspruch mit 1231 Fans für einen Werktag mehr als positiv. Und diese Fans sahen, im Gegensatz zu vielen Spielen in dieser Saison, keinen offensichtlich überlegenen Gastgeber, aber dafür einen effizienten. Obwohl die Weidener am Ende mit 41:35 ein besseres Schussverhältnis für sich aufwiesen, gingen sie mit einem 2:6 vom Eis. Dazu kam noch ein Start par excellence für die Blue Devils, als Herbert Geisberger bereits nach 24 Sekunden die Devils in Führung brachte. Obwohl Weiden das erste Drittel überlegen gestalteten, gelang den Scorpions durch Dennis Arnold (16.) im ersten Drittel noch der Ausgleich. Im zweiten Drittel zeigte dann endlich einmal Patrick Schmid seine Gefährlichkeit, als ihm in der 25. und 39. Minute zwei Tore zum 3:1 gelangen. Mit dem 2:3 von Matt Abercrombie (44.) wurde es kurzfristig noch einmal spannend, bis Chad Niddery (47.), Andrej Strakhov (48.) und Goran Pantic (57.) mit drei Toren die Partie endgültig zugunsten des Nord-Vizemeisters klar machten.

Tilburg Trappers – EV Lindau Islanders 6:1 (2:0, 2:0, 2:1)

Play-off-Stand: 2:1

Den Trappers war eines klar anzumerken. Noch einmal eine Heimniederlage und dann womöglich eine fünfte Partei wollte man sich nicht antun und so ging es von Anfang bis Ende in Richtung Lindauer Tor, wo Keeper David Zabolotny wahre Wunderdinge vollbrachte und am Ende trotz der klaren Niederlage noch auf unglaubliche 88 Prozent kam. Sein Gegenüber Ian Meierdres musste aufpassen, dass er auf dem Eis nicht festfror, kassierte am Ende ein Gegentor und verließ die Arbeitsfläche mit einer Fangquote von 93,3 Prozent. Auch in diesem Spiel begann der Torreigen mit einem Treffer nach wenigen Sekunden. Ryan Collier (1.) traf bereits nach 42 Sekunden und in der 11. Minute erhöhte Danny Stempher  (11.) auf 2:0. Alexei Loginov (37.) und Mickey Bastings (39.) erhöhten auf 4:0, ehe Stempher (54.) mit dem 5:0 endgültig das Lindauer Gespenst vertreiben konnte. Zwar durfte sich Christ Stanley mit dem 1:5 in der 56. Minute kurz zurückmelden, aber den letzte Treffer des Tages verbuchte Brock Montgomery in der 59. Minute zum 6:1. Damit gehen die Trappers in der Serie mit 2:1 in Führung und können am Freitag mit einem Erfolg am Bodensee die Serie zu ihren Gunsten entscheiden.


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