Der Norden beherrscht die Oberliga NordHerne gewinnt Spitzenspiel – Hamm überrascht Leipzig

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Das ausgerechnet ein von den Indians geholter Stürmer für die Entscheidung sorgte, macht die Sache noch pikanter. Knapp vor den Indians auf Platz drei die Tilburg Trappers, die auch die Rostocker Hürde locker nahmen. Mit einem Erfolg wäre man an Herne und den Indians direkt dran, aber Leipzig ließ sich von Hamm düpieren und hat jetzt drei Punkte Rückstand auf die Widersacher. Vier weitere Punkte zurück die Saale Bulls Halle, die den Krefelder Nachwuchs in dessen Halle demontierten. Fünf Punkte hinter Halle Diez-Limburg, das immerhin um Platz acht kämpft und wo die Zuschauer einmal diese starke Leistung anerkennen sollten. Im Kampf um Platz neun machten die Hammer Eisbären gegen Diez, Herford und Essen Platz gut und auch die Duisburger Füchse sind nach ihrem Sieg gegen Herford noch mitten im Geschäft.

Crocodiles Hamburg – Herner EV Miners 4:5 (1:1, 1:2, 2:1, 0:1) n.V. 

In diesem Spitzenspiel bewiesen die Herner ihre Klasse und vor allem Auswärtsstärke. Man darf sie halt nie unterschätzen. Vor der äußerst mäßigen Besucherkulisse von nur 1.047 Zuschauern gingen zunächst die Hamburger in Führung, die nur vier Minuten später ausgeglichen wurde. Das gleiche Spielchen im zweiten Drittel. Dennis Reimer brachte die Crocodiles in Führung, Hernes Neuzugang vom Pferdeturm Elvis Biezaijs schlug mit dem Ausgleich zurück und nur zwei Minuten später schaffte Michel Ackers gar die erste Herner Führung. Das Abschlussdrittel hatte kaum begonnen, da führten die Crocodiles wieder mit 4:3 nach einem Doppelschlag von Habel und Reed, aber Herne gab nicht und konnte durch Fominych acht Minuten vor Spielende den Ausgleich erzielen. Bereits nach 39 Sekunden war dann die Overtime bereits beendet, nachdem Ackers in Überzahl Biezaijs hervorragend freigespielt hatte und dieser den Siegestreffer für den HEV erzielen konnte.

Tore: 1:0 (02:30) Louis Habel (Domogalla, Lascheit), 1:1 (06:39) Chris Seto (Fominych), 2:1 (23:30) Dennis Reimer (Reed, Moberg 5-4), 2:2 (27:50) Elvis Biezaijs (Shmyr, Hüfner), 2:3 (29:01) Michel Ackers (5-4), 3:3 (41:44) Louis Habel, 4:3 (42:45) Harrison Reed (Moberg 5-4), 4:4 (52:03) Chris Seto, 4:5 (60:39) Elvis Biezaijs (5-4)

Hannover Scorpions – EG Diez-Limburg 6:2 (1:0, 4:1, 1:1)

Ein hochüberlegener Erfolg des Tabellenführers, der am Ende auf 54:16 Torschüsse zurückblicken konnte, aber nur sechsmal traf. Held des Tages war somit Limburgs Torhüter Tommi Steffen, der in der 33. Minute den keineswegs schwachen Jonas Vogt ablöste und mit 91,7 Prozent Fangquote eine zweistellige Niederlage verhinderte. Bei den Scorpions glänzte als dreifacher Vorlagengeber Allan McPherson, sowie die doppelten Punktesammler Robin Just, Brandon Alderson und Julian Airich, bei Diez-Limburg neben dem Torhütergespann noch Topscorer Lauris Bajaruns, der an beiden Toren beteiligt war.

Tore: 1:0 (11:42) Patrick Klöpper (Koziol), 2:0 (21:21) Steven Raabe (Just, Airich), 3:0 (21:55) Robin Thomson (Airich, Just), 4:0 (31.36) Alexander Heinrich (McPherson), 4:1 (32:38) Lauris Bajaruns (Kalns, Zolmanis), 5:1 (38:58) Brandon Alderson (McPherson, Götz), 6:1 (54:18) Ralf Rinke (Alderson, McPherson), 6:2 (57:31) Fedor Kolupaylo (Lademann, Zolmanis)

Moskitos Essen – Hannover Indians 2:4 (0:0, 1:3, 1:1)

Ein verdienter Gästeerfolg, der jedoch stellenweise am seidenen Faden hing. Die Essener wollten vor nur 712 Zuschauern, darunter eine Busladung aus Hannover, das schwache 0:2 gegen Erfurt vergessen machen und zeigten im ersten Drittel eine beherzte Vorstellung. Allerdings hatten sie auch Glück, denn die gut aufgestellten Hannoveraner trafen durch Bacek und Kiss gleich zweimal den Pfosten. Im zweiten Drittel zunächst das gleiche Spiel. Hannover mit der etwas feineren Klinge, dafür die Essener mit toller Kampfkraft und dem Willen, den starken Gästen den Schneid abzukaufen. Trotzdem gelang den Indians, die ohne u.a. Kapitän Pohanka und Jannik Striepeke antreten mussten, in der 26. Minute die Führung, als Bacek mit einem Zauberrückhandpass Hannovers Schweden Johan Skinnars bediente und dieser keine Probleme hatte, das vom exquisit haltenden Fabian Hegmann verlassene Tor zu treffen. In der Folge fanden die Moskitos schwer wieder zurück ins Spiel um dann in der 37. Minute gar noch das 0:2 zu kassieren. Das war für Essen sehr ärgerlich, denn kurz vorher prüfte Essens Stürmer Luft Indians-Torhüter Jan Dalgic, und dieser meisterte die Prüfung mit einem DEL-verdächtigen Save. Auf der anderen Seite konnte einem Fabian Hegmann leidtun, als Jayden Schubert vor ihm auftauchte und ihn aus wenigen Metern tunnelte. Aber Essen gab nicht auf und hatte jetzt auch mal Glück. Die Strafe für Indians-Stürmer Selivanov war schon fast abgelaufen, als sich Mitch Bruijsten vor das Tor von Dalgic schlich und einen frechen Pass von Dmitriew direkt unter die Latte knallte. Wie selbstbewusst die Indians mittlerweile agieren, zeigte die nächste halbe Minute. Robin Palka erkämpfte sich an der Bande den Puck, bediente Joe Kiss und der tunnelte Hegmann noch vor dem Pausentee zur 3:1 Führung. Würde Essen noch einmal zurückkommen? Tatsächlich sah es im letzten Drittel nicht so aus, obwohl die Essener mit einer guten Chance das letzte Drittel begannen. Danach schien den Essenern die Kraft zu fehlen. Die Indians beherrschten das Spiel und hätten es vermutlich mit einem 3:1 beendet, wenn sich nicht Robin Palka fünf Minuten vor Ende zu einem Stockschlag hinreißen ließ und den Sieg seines Teams in Frage stellte. Aaron McLeod, zuvor schon einer der Essener Aktivposten, jagte die Scheibe unter den Schoner von Dalgic ins Netz. Allerdings kam das Tor zu spät und ausgerechnet Robin Palka besiegelte den Gästesieg mit einem Empty-Netter.

Tore: 0:1 (25:05) Johan Skinnars (Bacek, Pistilli), 0:2 (36:29) Jayden Schubert (Strakhov, Kiss), 1:2 (39:16) Mitch Bruijsten (Dmitriew, Slanina), 1:3 (39:44) Joe Kiss (Palka, Schubert), 2:3 (56:41) Aaron McLeod (Kreuzmann, Slanina 5-4), 2:4 (59:54) Robin Palka (Schubert, Kiss ENG)

Rostock Piranhas – Tilburg Trappers 2:7 (0:2, 0:3, 2:2)

Ohne Probleme sicherten sich die Niederländer drei Punkte an der Ostsee. Allerdings mussten sie nach starkem erstem Drittel im zweiten Abschnitt eine Angriffswellen abwehren, ehe sie mit eiskalten Kontern ihre Klasse bewiesen. Für Rostock sprach der Kampfesmut und dieser wurde in den letzten zwanzig Minuten mit zwei Toren belohnt. Bei Rostock gefielen die Kontingentspieler, allen voran Keegan Dansereau mit zwei Toren, bei den Gästen vor allem Reno de Hondt mit drei Treffern.

Tore: 0:1 (08:02) Danny Stempher (de Hondt), 0:2 (13:16) Reno de Hondt (Stempher, van der Schuit 5-4), 0:3 (26:26) Reno de Hondt (Stempher), 0:4 (36:07) Max Hermens (Virtanen), 0:5 (37:24) Reno de Hondt (van der Schuit, van Gorp), 0:6 (42:24) Chris Sills (Hessels), 1:6 (44:47) Keegan Dansereau (Hahn, Henderson 5-4), 2:6 (46:53) Keegan Dansereau (Henderson, Kraus), 2:7 (47:30) Marvin Timmer (Stempher, Loginov)

Hammer Eisbären – Icefighters Leipzig 5:2 (3:1, 0:0, 2:1)

Eine kleine Überraschung in Hamm. Die Eisbären bezwangen in beeindruckender Weise die favorisierten Leipziger, waren über die gesamte Spielzeit besser und hatten sich am Ende die drei Punkte verdient. Wie üblich zeichneten die beiden Kontingentspieler der Eisbären, Chris Schutz und Kyle Brothers mit je drei Punkten für den Löwenanteil der Hammer, aber auch Kevin Lavallee und vor allem Michal Spacek mit zwei Punkten konnten beeindrucken. Bei den enttäuschenden Icefightern konnte lediglich Jonas Wolter glänzen, der an beiden Gästetoren beteiligt war und Torhüter Patrick Glatzel mit 92,3 Prozent Fangquote. Allerdings kann das angebliche Torschussverhältnis von 53:25 für Hamm bezweifelt werden.

Tore: 0:1 (01:53) Erik-Dirk Virch (Wolter, Piskor 5-4), 1:1 (05:36) Daniel Reichert (Brothers, Schutz), 2:1 (10:39) Kyle Brothers (Schutz, Ortwein), 3:1 (17:05) Kyle Brothers (Dotter), 3:2 (48:00) Walther Klaus (Heyer, Wolter), 4:2 (51:32) Chris Schutz (Lavallee, Spacek), 5:2 (57:47) Kevin Lavallee (Spacek, Balla ENG)

Füchse Duisburg – Herforder EV 3:2 (0:0, 2:2, 0:0, 1:0) n.P.

Eine dramatische Begegnung vor 736 Zuschauern. Im zweiten Drittel gingen die Herforder innerhalb von nur 15 Sekunden mit 2:0 in Führung, und verteidigten die Führung bis 39. Spielminute. Mit dem Ausgleich schienen die Duisburger näher am Sieg, aber Herford kämpfte und konnte sich in die Verlängerung retten, wo am Ende der Gastgeber im Penaltyschießen die Nase vorne hatte.

Tore: 0:1 (26:25) Logan Denoble (Hutt, Reckers), 0:2 (26:41) Nicklas Müller (Droick, Krocker), 1:2 (33:21) Manuel Neumann (Cohut, Uski), 2:2 (38:22) Linus Wernerson Libäck (Zirnow, Schröder), 3:2 (65:00) Pontus Wernerson Libäck (PEN)

Krefelder EV U23 – Saale Bulls Halle 0:7 (0:3, 0:2, 0:2)

Ohne jede Chance war der Tabellenletzte vor jetzt nur noch 29 Zuschauern im Spiel gegen die Saale Bulls Halle. Während die Krefelder nur ihre Leidenschaft in die Waagschale werfen konnten, erzielten die beiden Finnen Tatu Vihavainen und Matias Varttinen jeweils vier Scorerpunkte. Zu erwähnen wäre noch, dass gleich zwei Tore von Halle in Unterzahl erzielt wurden.

Tore: 0:1 (09:18) Niklas Hildebrand (Weyrauch 4-5), 0:2 (17:09) Sergei Stas (Schütt, Becker), 0:3 (18:36) Sören Sturm (Vihavainen, Varttinen),0:4 (25:12) Lukas Valasek (Stas, Vihavainen 5-4), 0:5 (35:34) Dennis Schütt (Schmid, Walkowiak 4-5), 0:6 (40:57) Matias Varttinen (Vihavainen, Gulda), 0:7 (53:08) Matias Vihavainen (Vihavainen, Gulda)

Nachholspiel vom Mittwoch:

Moskitos Essen – Black Dragons Erfurt 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

Tore: 0:1 (08:25) Nolan Redler (Bezouska, Ranger), 0:2 (55:00) Nolan Redler (Ranger, Bezouska) 


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