Der Meister war zu stark für den AECAdendorfer EC

Der Meister war zu stark für den AECDer Meister war zu stark für den AEC
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Dabei waren die Vorzeichen gar nicht so schlecht: Coach Andreas Bentenrieder konnte endlich einmal fast den gesamten Kader aufbieten, denn es fehlte nur verletzte Dennis Szygula. Doch Rostock machte schnell klar das die Niederlage beim HSV nur als Betriebsunfall zu werten war. Der AEC bereits nach vier Minuten in doppelter Unterzahl, die erst Sulcik und dann Marsall zur frühen 2:0-Führung der Gäste verwerteten. Die Heidschnucken unter Zugzwang, brauchten aber bis weit ins erste Drittel hinein, um erste gefährliche Angriffe auf das Tor von Gästekeeper Tobias John zu starten. Rostock blieb die gefährlichere Mannschaft, scheiterte aber bei einem Break am guten Dennis Korff im AEC-Kasten. Doch der AEC musste die bittere Erfahrung machen, dass man sich gegen Rostock keine Strafen leisten sollte. Es war das vierte Überzahlspiel der Gäste und wieder Anton Marsall netzte zum 0:3-Pausenstand aus AEC Sicht ein (18.).

Die Hausherren kamen mit neuem Elan aus der Kabine und liefen sogleich in den ersten Rostocker Konter des zweiten Drittels. Karol Bartanus, den vor 15 Jahren noch die NHL auf dem Zettel hatte, schob nach nur 49 Sekunden ein. Der AEC mit 0:4 hinten und wenig Hoffnung auf Besserung, so dass Coach „Bente“ zur Auszeit bat, die zunächst auch Wirkung zeigte. Die Piranhas blieben zwar spielerisch überlegen, hatten Ihre Chancen. Aber auch der AEC spielte jetzt immer besser mit und nahm den Kampf an, hatte aber zunächst im Abschluss mehrfach Pech. Kurios daher, dass ausgerechnet in Unterzahl der Anschluss fiel. Eriks Ozollapa hatte sich den Puck an der eigenen Blauen geschnappt und ließ John im REC-Kasten keine Chance (32.). Der Weckruf? Leider nein, denn eine umstrittenen Strafe gegen Peter Hofmann brachte Rostock in Überzahl und das 1:5 durch Labuhn. Der AEC wollte antworten und lief den Piranhas ins offene Messer. Wieder Labuhn und Stratmann machten nur Sekunden später mit mustergültig gespielten Kontern gegen zu weit aufgerückte Adendorfer praktisch alles klar. Rostock schaltete einen Gang zurück, leistete sich gar ungeahnte Nachlässigkeiten in der Verteidigung, die es dem AEC in Person von John Darren Laudan ermöglichte des Ergebnis ein wenig zu korrigieren. Als dann Phil Hungerecker im Powerplay einen Schuss von James Ross ins Tor abfälschen konnte loderte gar ein Fünkchen Hoffnung bei den AEC-Fans wieder auf. Wäre ja nicht das erste Mal gewesen, dass eine Mannschaft einen Vier-Tore-Rückstand aufholt. Es ging daher 3:7 in die zweite Pause.

Die nur kleine Hoffnung auf ein Wunder hielt bis zur 44. Spielminute, ehe Haiduk und Marsall mit einem Doppelschlag, den mittlerweile im AEC-Kasten stehenden Christian Stanik überwinden konnten. Damit war die Partie leider entschieden, Rostock ließ es ein wenig ruhiger angehen und kassierte den vierten Gegentreffer durch Peter Hofmann. Wenig später dann unschöne Szenen auf dem Eis und daneben. „Schrotty“ Schneider wurde sehr unfair vor der AEC-Bank zu Fall gebracht und verletzte sich dabei schwer. Übeltäter Labuhn flog konsequenterweise vom Eis und ein Knallkörper aus dem Fanblock aufs Eis. Die Verantwortlichen wurden von den AEC-Fans schnell identifiziert und äußerst nachdrücklich zum Verlassen der Halle aufgefordert, was durch den Ordnungsdienst dann vollstreckt wurde. „Weil die Formulierung der örtlichen Presse in diesem Punkt ein wenig missverständlich ist, möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass weder Fans des Adendorfer EC noch des Rostocker EC für diesen Zwischenfall verantwortlich sind“, so der AEC in seiner Mitteilung.

Ach ja, gespielt wurde auch noch. Nach einer kurzen Teileisaufbereitung und 8 Minuten in denen der AEC, geschockt von der schweren Verletzung des Mitspielers und der anderen äußeren Umstände, nichts mehr zu entgegenzusetzen hatte. Rostock machte noch das Dutzend voll, was aber keinen mehr wirklich interessierte außer die Rostocker Stürmer die etwas fürs Punkteprämienkonto taten. Die Piranhas gewannen somit verdient, auch in der Höhe, mit 4:12 und hatten mit Karol Bartanus (1 Tor, 7 Vorlagen) den besten Mann auf dem Eis.

Der Ausblick auf den Sonntag beim HSV verheißt einen heißen Tanz. Die Rautenträger werden nach dem 0:4 in Adendorf und der überraschenden 4:7 Niederlage in Nordhorn am Freitag ihren Fans Wiedergutmachung bieten wollen. Dem AEC werden dann Matthias Hofmann (gesperrt), Markus Schneider und Dennis Szygula (beide verletzt) fehlen.


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