Der EV Duisburg entscheidet sich für die RegionalligaNach Corona: Zu große Risiken in der Oberliga

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Die Meldefrist beim Deutschen Eishockey-Bund läuft zum Monatsende ab. „Da müsste schon jemand auftauchen, der alle finanziellen Risiken absichert. Und das halte ich nicht für wahrscheinlich“, sagte Stavros Avgerinos, der 1. Vorsitzende des EVD, vor wenigen Tagen bereits gegenüber der Neuen Ruhr Zeitung. Nun ist es bestätigt. Nach dem Rückzug von Ralf Pape als Hauptgeldgeber, der aber weiterhin die Eissporthalle betrieben wird, arbeiten die Füchse am Etat, was angesichts der Corona-Krise eine zu hohe Herausforderung für die Oberliga geworden ist.

Avgerinos hat drei Szenarien für die nahe Zukunft im Auge. Die Vorstellung aber, dass die Saison pünktlich und ohne Einschränkungen beginnen wird, hält der EVD-Vorsitzende aber für nahezu unmöglich: „Die Wahrscheinlichkeit dafür sehe ich bei weniger als einem Promille.“ Bleibt ein späterer Start mit einer aufgrund von Corona-Bestimmungen stark eingeschränkten Zuschauerkapazität. Im schlimmsten Fall, so Avgerinos, könnte es auch sein, dass gar keine Zuschauer erlaubt sind. Immerhin: Auch im Worst Case, also ohne Zuschauer, wird der EVD in der Regionalliga spielen, dann aber mit einer reinen U-20-Mannschaft, die aktuell Zweiter in der DNL3 geworden ist.

Im „Fall 2“, also wenn wenige Zuschauer zugelassen sind, will der EVD mit einer jungen Mannschaft an den Start gehen und mit Spielern, die entweder arbeiten, studieren oder eine Ausbildung machen. „Die Jungs müssen sich ein zweites Standbein aufbauen. Auch unser Training werden wir danach ausrichten“, sagt Avgerinos.

Den EV Duisburg sieht er weiterhin als klassischen Oberligisten – und strebt auch zeitnah eine Rückkehr in die dritthöchste Liga an. Die oberste Prämisse lautet aber: „Wir werden nicht die Existenz des Vereins riskieren.“ Zudem will Avgerinos keine Spielerverträge mit Corona-Vorbehalt schließen. „Ich will niemanden verarschen. Im Vertrag wird stehen, wer was bekommt und wann gespielt wird. Alles andere halte ich nicht für richtig.“

Gegenüber der NRZ erklärte er außerdem: „Uns allen muss klar sein, dass es darum geht, das deutsche Eishockey über diese Zeit zu retten. Es müssen nach Corona noch Spieler da sein. Und es müssen noch Vereine da sein. Entscheidend ist auch, für den Nachwuchsspielbetrieb zu sorgen, damit wir in Zukunft Spieler haben.“

Am Mittwochabend wurden erste  Gespräche zur Bildung eines Regionalliga-Teams geführt. Zehn Spieler waren bei den Füchsen in der Eissporthalle Wedau zu Gast. Der neue Trainer Alexander Jakobs hatte bereits sowohl für die Oberliga und die Regionalliga zugesagt.

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