Der AEC kämpft die Crocos niederAdendorfer EC

Der AEC kämpft die Crocos niederDer AEC kämpft die Crocos nieder
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Als der AEC bei der Teamvorstellung durch Feuer ging, ahnte noch niemand der 500 Zuschauer, dass es noch ein ganz heißes Spiel werden würde. Auch auf den Rängen ging es erstmal hoch her, wo die AEC-Fans zunächst choreographisch und verbal noch einmal ihren Unmut über die Vorgänge rund um die DEB-Pokal-Qualifikation kundtaten. Doch dann ging es auch schon auf dem Eis los.

Die erste Offensivaktion hatten die Gäste bereits nach knapp einer Minute. Shane Haskins, einer von sieben ehemaligen AEC-Spielern, wühlte sich durch die noch nach Ordnung suchende AEC-Hintermannschaft, fand aber in Dennis Korff seinen Meister. Danach passierte in den ersten fünf Spielminuten nicht allzu viel, da beide Teams darauf bedacht schienen sich defensiv zu sortieren, was dem AEC aber besser gelang. Selbst in Unterzahl schafften es die Heidschnucken früh zu stören und die Hamburger zu Fehlern zu zwingen und sogar gefährlich vor das Tor von Gästekeeper Schira-Koop zu kommen. Und auch bei gleicher Stärke erspielte sich die Mannschaft von Trainer Andreas Bentenrieder ein immer größeres Übergewicht. Das es dann das erste Powerplay für den AEC sein sollte, welches nach nur wenigen Sekunden zur Führung durch Denny Böttger verwertet wurde, war fast folgerichtig. Laudan hatte von der blauen Linie abgezogen und Böttger den Rebound aus spitzem Winkel versenkt. Zwar spielte der AEC fast den ganzen Rest des Drittels in Unterzahl, aber eigentlich merkte man davon wenig, weil die Crocos keinen Zugriff aufs Spiel bekamen. Es ging mit einer verdienten 1:0-Führung in die Pause.

Der AEC begann da wo er im ersten Drittel aufgehört hatte. Chancen um Chancen für die Heimmannschaft und nur noch gelegentlich Angriffsversuche der Gäste. Da war es schon ein wenig skurril das der Treffer zum 2:0 ausgerechnet in Unterzahl fiel als Szygula und Böttger mit wenigen Pässen die aufgerückten Crocodiles düpierten (30.). Doch die vermeintlich sichere Führung hielt nicht lange. Ein Wechselfehler, eine Minute später, brachten Sascha Fitzner Zeit und Raum die er zum sofortigen Anschlusstreffer nutze. Der AEC wackelte nun ein wenig, hatte bei einem Pfostentreffer kurze Zeit später Glück. Doch Hamburg schwächte sich selber und brachte sich zum Ende des Drittels in doppelte Unterzahl, die der AEC trotz Chancen nicht zu einem vielleicht vorentscheidenden Treffer nutzen konnte.

Es war keine Minute im letzten Spielabschnitt gespielt als sich ein Ernüchterung auf den Rängen breitmachte. Wenige Sekunden zuvor hatte Matthias Oertel in Unterzahl den Ausgleich erzielt und drohte so dem AEC den Ligastart zu vermiesen. Doch die Blau-Gelben nahmen die Herausforderung an, berannten das Tor von Schira-Koop der jetzt richtig ins Schwitzen kam, sogar einen Wadenkrampf. Schiedsrichter Kärgel garnierte die Drangphase des AEC mit reichlich Strafen auf beiden Seiten, aus der die unstrittige Spieldauerstrafe gegen den Ex-Adendorfer Jakub Listewnik nach einem bösen Bandencheck gegen Phil Hungerecker, herausragte. Während der AEC, eine Angriffswelle auf die nächste folgen ließ, stand Hamburg nur hinten drin und versuchte gelegentlich Entlastung zu schaffen. Doch der Kasten der Gäste schien zunächst wie vernagelt. Entweder kam der letzte Pass nicht an, ein Bein oder Schläger war im Weg oder Gästekeeper Schira-Koop. Der hielt sein Team bis zur 57. Minute auf Overtime-Kurs, bis der AEC dann doch zuschlug. Adendorf mal wieder im Powerplay – was eigentlich nicht weiter auffiel, da es das ganze Drittel so ausgesehen hatte, als wäre der AEC in Überzahl – und „Schrotty“ Schneider zog von der Blauen ab. Schira-Koop konnte die Scheibe wohl nicht festhalten, denn irgendwie im allgemeinen Durcheinander vor dem Tor, war es dann Eriks Ozollapa, der den Puck zum hoch verdienten Siegtreffer über die Linie drückte. Das „Heißeste Kühlhaus des Nordens“ brodelte. Hamburg nahm seine Auszeit. Sollte jetzt die Schlussoffensive kommen? Mitnichten. Die Crocodiles hatten nichts mehr zuzusetzen, hätten sogar noch das 4:2 zur endgültigen Entscheidung kassieren können. So feiert der AEC den ersten Sieg der Saison und wird am Sonntag in Bremen an die Leistung anknüpfen wollen. Allerdings dann mit einer besseren Chancenverwertung.

Tore: 1:0 Böttger (14:29, Laudan, Kratz PP1), 2:0 Böttger (29:27, Szygula SH1), 2:1 Fitzner (30:45, Golubev), 2:2 Oertel (40:38, SH1), 3:2 Ozollapa (56:45, Schneider PP1). Strafen: Adendorf 24 + 10 (Schneider), Hamburg 22 + 5 + Spieldauer (Listewnik). Zuschauer: 500.


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