Der AEC belohnt sich nicht gegen den TabellenführerAdendorfer EC

Der AEC belohnt sich nicht gegen den TabellenführerDer AEC belohnt sich nicht gegen den Tabellenführer
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Die Vorgabe war klar. Auf der einen Seite der seit 15 Spielen ungeschlagene Tabellenführer aus Rostock und auf der anderen der AEC, Tabellenvierter ohne Heimsieg seit Anfang Dezember. Doch anders als beispielsweise noch gegen den HSV am letzten Freitag, übernahmen zunächst die Heidschnucken das Zepter und hatten in den ersten Minuten mehr vom Spiel. Rostock wirkte zunächst recht passiv, schien auf die zündende Idee zu warten. In der fünften Spielminute kam diese in Form eines langen Passes auf Liga-Topscorer Petr Sulcik, der seinen Alleingang gewohnt souverän zur Gästeführung verwertete. Es war Rostocks erste Torchance gewesen. Doch das AEC-Team ließ die Köpfe nicht hängen und spielte weiter gradliniges Eishockey ohne viele Schnörkel, womit Rostock mehr Probleme zu haben schien als gedacht. Die Piranhas nahmen in der Folge zwei Strafen die der AEC leider nicht nutzen konnte, aber das Tor von Gästekeeper John bereits mehrmals arg in Bedrängnis brachte. Die Gastgeber blieben weiter gefährlich und als dann Eriks Ozollapa in der 16. Spielminute den verdienten Ausgleich erzielen konnte, war das „heißeste Kühlhaus des Nordens“ endgültig auf Betriebstemperatur. Zwei Minuten später drohte es überzukochen als Schiri Apel Schrotty Schneider mit einer Spieldauerstrafe Duschen schickte. Der vom Unparteiischen als Bandencheck interpretierte Körperkontakt wurde von zwar vielen als fairer Check angesehen, doch der AEC musste jetzt lange Unterzahl spielen gegen das beste Powerplay der Liga. Dieses hatte an diesem Abend seinen Namen nicht verdient hatte, denn die Gäste schaffte es nicht, in den restlichen Minuten des ersten Spielabschnitts, ihre numerische Überzahl zu nutzen.

Nach dem Pausentee sorgte Rostock mit einer kleinen Strafe erst einmal für Entlastung und zahlenmäßigen Ausgleich in den Kühlboxen. Mehr Platz auf dem Eis den Rostock besser zu nutzen wusste und wieder einen Konter durch Sulcik zur erneuten Führung einschoss. Kurz darauf wieder Aufregung auf dem Eis: Phil Hungerecker musste, ebenfalls nach einem Bandencheck, eher duschen gehen und der AEC-Anhang äußerte lautstark seinen Unmut über diese Entscheidung. Rostock wieder im Powerplay, doch dass sonst so treffsichere Überzahlspiel, hatte weiterhin kräftig Sand im Getriebe. So mussten die Gäste bei 3zu5 fast den Ausgleich durch Jim Ross hinnehmen – leider scheiterte dieser an Gästekeeper John. Der AEC überstand also die, zeitweise doppelte, Unterzahl und nahm wieder das Herz in die Hand und machte es dem Favoriten weiter schwer zu Chancen zu kommen. Doch während die Heidschnucken Gäste Goalie John weiter warm schossen, zeigten die Piranhas in der Folge ein wenig mehr Engagement und konnten durch einen Schlagschuss von der blauen Linie die Führung ausbauen (35.). Die Vorentscheidung? Mitnichten. Rostock nur zwei Minuten später mit 6 Mann auf dem Eis und daraus resultierend in Unterzahl, welche nur kurz währte weil Leif Buckup aus Kurzdistanz einschieben konnte. Das Spiel war wieder offen und wäre es auch über das Drittelende weiter gewesen, wenn nicht wieder Petr Sulcik seinen dritten Konter gnadenlos versenkt hätte. Und wenn die danach unsortierte AEC-Hintermannschaft Paul Stratmann nicht das 2:5 zur Vorentscheidung erlaubt hätte. Vorentscheidung?

Nein, es war keine Vorentscheidung, denn die Rostocker schienen arg uninteressiert daran die Führung auszubauen um sich in der Defensive einige Nickerchen zu leisten. John-Darren Laudan gab den AEC-Fans neue Hoffnung und als nur wenig später wieder Eriks Ozollapa die Scheibe hinter Tobias John platzierte war auch dem letzten klar, dass dieses Spiel noch nicht am Ende seiner Geschichte ist. Die Piranhas machten jetzt ihrem Namen alle Ehre und schwammen in der Abwehr, leider ungenutzt von den Gastgebern. Diese gaben jetzt noch einmal alles, hatten einige Möglichkeiten doch der Puck wollte einfach nicht ins Rostocker Gehäuse. Zudem schien der Akku immer leerer zu werden, desto länger die Uhr sich der Null näherte. Auf beiden Seiten – denn in der Schlussphase scheiterten die sonst so treffsicheren Gäste mit einem Break an AEC-Keeper Dennis Korff und schafften es auch nicht mehr das leere Tor zu treffen. Am Schluss retteten die Piranhas sich ins Ziel und der AEC stand nach einer der besten Saisonleistungen wieder ohne Punkte da, obwohl sie sich heute mindestens einen verdient hätten.

Für den AEC war es das letzte Heimspiel im Kalenderjahr 2012. Auswärts geht es bereits am Freitag zum Derby nach Timmendorf, Bully ist um 20 Uhr.

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