Crocodiles wollen Goliath Tilburg besiegenHamburg startet in den Niederlanden ins Achtelfinale

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Das Team aus den Niederlanden wurde vor der Saison zu den Favoriten auf den Titel der Oberliga Nord gezählt, konnte diese Erwartungshaltung allerdings nicht erfüllen. Zu oft musste man in der Fremde Federn lassen. Den zehn Auswärtssiegen standen am Ende der Meisterrunde zwölf Niederlagen gegenüber. Die Hamburger mussten sich im heimischen Eisland zweimal geschlagen geben. Beide Male hatten die Crocodiles bereits geführt, ehe die Gäste das Spiel noch drehen konnten.

Heimniederlagen dürfen sich die Männer von Trainer Bartkevics in der Best-of-Five-Serie gegen Tilburg fast nicht erlauben. Die Trappers sind das heimstärkste Team der Liga. 21 der 22 Heimspiele konnte Tilburg siegreich beenden. Somit wird der Auswärtssieg, den die Crocodiles für das Weiterkommen benötigen, zu einer enormen Herausforderung. Das zeigte sich bereits in den bisherigen Duellen an der niederländisch-belgischen Grenze. In beiden Spielen war für die Hanseaten nichts zu holen. Jetzt will man dem großen Favoriten die Titelverteidigung durchkreuzen. Dafür müssen die Krokodile ihre Stärke in der Offensive und im gefürchteten Powerplay ausspielen. In 18 Überzahlsituationen gegen den Playoff-Gegner konnten Brad McGowan und Co fünf Treffer erzielen, was einer Erfolgsquote von 27,8 Prozent entspricht. Auch das Unterzahlspiel funktionierte gegen Tilburg überdurchschnittlich gut. Zwei Gegentore in 14 Unterzahlspielen bedeuten eine Quote von 85,7 Prozent. Ein starker Wert gegen die zweitbeste Offensive der Liga. Für die Überraschung müssen die Panzerechsen in 5:5-Situationen sicher stehen und robust zu Werke gehen.

So sieht es auch Crocodiles-Sportchef Sven Gösch: „Tilburg ist technisch stark und spielt 60 Minuten sehr körperbetont. Es ist wichtig für uns, dass wir körperlich präsent sind und trotzdem von der Strafbank wegbleiben.“ Die auffälligsten Spieler im Angriff der Niederländer sind Justin Larson, Mitch Bruijsten und Strafbank-Vizemeister Diederick Hagemeijer. Der treffsicherste Schütze in den Begegnungen mit den Crocodiles ist aber ein anderer. Ritchie van Hulten erzielte acht seiner zehn Saisontore gegen Hamburg. Das Trappers-Tor wird vorrausichtlich wieder Ian Meierdres hüten, der bislang nur 2,06 Gegentore pro Spiel hinnehmen musste. Seine Fangquote von 91,1 Prozent ist jedoch nicht ganz so stark wie die von Croco-Goalie Kai Kristian (91,7 Prozent).

Die Crocodiles haben sich für den Auftakt der Serie am Freitag in den Niederlanden sehr intensiv vorbereitet. Der Trainer freute sich durchweg über eine enorm hohe Trainingsbeteiligung. Die berufstätigen Spieler haben sich regelmäßig frei genommen, um bei den frühen Trainingseinheiten dabei zu sein, Videoanalysen des Gegners wurden durchgeführt und man wird erstmalig einen Tag vor dem Spiel anreisen und vor Ort übernachten. Das Team hat alles getan, um eine Überraschung zu schaffen und auch die Fans tun alles für den Erfolg. Bereits das Abschlusstraining am Mittwoch verfolgten 150 von ihnen lautstark. Für das erste Heimspiel am Sonntag um 19 Uhr hoffen die Hamburger auf ein volles und lautes Eisland Farmsen. Über 1700 Karten wurden bislang im Vorverkauf abgesetzt.

Sven Gösch zu den Chancen gegen „Goliath“ Tilburg: „Die Serie beginnt bei 0:0. Wir wissen, dass wir zu Hause mit unseren Fans jeden Gegner schlagen können und je länger die Serie dauert, desto nervöser wird Tilburg, weil die den Druck haben. In der ersten Play-off-Runde gibt es immer eine Überraschungsmannschaft und warum sollten nicht wir das dieses Mal sein?“

Bis auf Tom Kluvetasch (Gehirnerschütterung) kann Trainer Bartkevics auf den vollen Kader zurückgreifen. Nach den zwei Spielen am Wochenende geht es bereits am Dienstag in Tilburg weiter. Ein eventuelles Spiel vier würde am 24. März in Hamburg steigen.  

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