Crocodiles wollen am Freitag endlich Tilburg besiegenSturm-Duo vor der 200-Punkte-Marke

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Derzeit hat man als Tabellenvierter 17 Punkte vor dem siebten Tabellenplatz Vorsprung bei noch acht ausstehenden Spielen. In Sicherheit wird sich jedoch kein Hamburger Spieler wiegen. Erst recht nicht vor dem anstehenden Wochenende mit zwei ganz dicken Brocken vor der Brust.

Am Freitag wird es ab 20 Uhr wieder laut im Eisland Farmsen. Das niederländische Team der Tilburg Trappers wird zum zweiten Mal in dieser Saison die lange Reise aus der Provinz Nordbrabant an die Elbe antreten. Die Gäste haben auf und neben dem Eis einen enorm hohen Professionalisierungsgrad und werden alles daran setzen, den derzeitigen fünften Tabellenplatz wieder zu verlassen. Als amtierender Oberligameister und einer der Topfavoriten auf den Titel sieht man sich eigentlich unter den Top 3 der Oberliga Nord. Der Kader der Trappers hat durchaus das Potenzial die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Neben dem drittbesten Sturm der Liga hinter Duisburg und Hamburg, kann man mit der besten Verteidigung aufwarten. Vor allem Torwart Ian Meierdres profitiert von der stabilen Abwehr. Sein Gegentorschnitt von 1,96 pro Spiel ist der niedrigste aller Oberliga-Torhüter. Seine Fangquote ist mit 91,2 Prozent jedoch nicht ganz so herausragend. Hamburgs „Kaimauer“ Kai Kristian fängt derzeit 91,8 Prozent aller Torschüsse. Das Abwehrbollwerk der Niederländer bekam in der Meisterrunde allerdings die ersten Risse. Nach einem 2:0-Heimsieg gegen den Tabellenführer aus Herne, folgten überraschend vier Niederlagen aus fünf Spielen. Dabei kassierte man stolze 21 Gegentore. Erst am vergangenen Sonntag konnte man gegen den EV Duisburg wieder einen Erfolg feiern. Diese kleine Schwächeperiode könnte für die Hamburger ein kleiner Vorteil werden. Ein weiterer ist möglicherweise die Auswärtsschwäche der Gäste. Während Tilburg zuhause 17 der 18 Spiele gewinnen konnte, gelang dies in der Ferne nur in acht von 18 Duellen. Vielleicht wird es aber auch wieder ausreichend Chancen für das beeindruckende Powerplay der Hanseaten geben. Die Trappers stellen mit 807 Strafminuten mit Abstand die Strafbankkönige. Kapitän Diederick Hagemeijer bringt es allein auf 137 Minuten, eine mehr als sein Hamburger Gegenüber Christoph Schubert. Damit belegen die beiden den zweiten und dritten Platz der Liga. Im ersten Aufeinandertreffen im Eisland Farmsen führten die Crocodiles bereits mit 3:1, mussten sich dann aber am Ende dem körperlich robusteren und technisch versierterem Spiel der Niederländer geschlagen geben. Seitdem sind die Hamburger zuhause unbesiegt. Diese Serie soll am Freitag halten. Natürlich sind die Augen auch wieder auf das Kanada-Duo Josh Mitchell und Brad McGowan gerichtet. Die beiden Topscorer bringen es zurzeit auf 198 Scorerpunkte. Schon am Freitag kann die 200 geknackt werden. Vor allem Brad McGowan, der von den Tilburgern zuletzt als „Plagegeist“ bezeichnet wurde, würde liebend gerne wieder zur Plage für die gegnerische Verteidigung werden. Die Hamburger Fans sind heiß auf das Duell gegen den Tabellennachbarn. Bislang wurden weit über 1600 Karten abgesetzt. Die Resttickets sind im Onlineshop oder allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Das nächste Heimspiel steigt dann erst wieder am 19. Februar gegen die Moskitos Essen.

Keinesfalls leichter wird es am Sonntag für das Hamburger Eishockeyteam. Um 18:30 Uhr wird man zum zweiten Mal in dieser Spielzeit in der Scania-Arena des EV Duisburg zu Gast sein. An das erste Gastspiel hat man beste Erinnerungen. Nach einem großartigen Spiel gewannen die Crocodiles am siebten Spieltag sensationell mit 4:3 nach Verlängerung. Vor gut zwei Wochen konnten sich die Krokodile dann erneut gegen den Aufstiegsaspiranten durchsetzen. Natürlich will sich das Topteam aus dem Westen nun revanchieren und sich in der Tabelle von Platz drei aus wieder verbessern. Das Team um Kapitän Schubert wird vorbereitet sein.

Crocodiles-Sportchef Sven Gösch zu  den anstehenden Aufgaben: „Uns gefällt der aktuelle Tabellenplatz, aber es ist kein Muss diesen zu halten. Dennoch wollen wir den vierten Rang gegen Tilburg natürlich verteidigen und finden uns somit erneut in einem Sechs-Punkte-Spiel wieder.  Duisburg will mit Sicherheit die letzte Niederlage gegen uns wieder ausgleichen. Das wird sehr schwer am Sonntag, aber in unser derzeitigen Verfassung müssen wir uns auch dort nicht verstecken.“

Trainer Andris Bartkevics muss in seinen Planungen erst einmal auf Verteidiger Daniel Hollmann verzichten, der für mindestens vier bis sechs Wochen mit einer Knieverletzung ausfallen wird. Die zuletzt Grippegeschwächten Spieler, die gegen Essen aussetzen mussten, steigen diese Woche wieder in das Mannschaftstraining ein. Sportchef Gösch hofft, dass das Team mit der Grippe jetzt endlich durch ist.

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