Crocodiles Hamburg verpassen Scorpions erste SaisonniederlageIndians-Torwart bester Stürmer – Diez überrascht in Halle

Verbuchte drei Scorerpunkte: David Miserotti-Böttcher, Torhüter der Hannover Indians. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)Verbuchte drei Scorerpunkte: David Miserotti-Böttcher, Torhüter der Hannover Indians. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)
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Hinter dieser Leistung verblasste schon fast die erste Saisonniederlage des Tabellenführers Hannover Scorpions bei den Crocodiles Hamburg. In der Vorbereitung noch klarer 8:3-Sieger, setzte es diesmal eine 2:5-Niederlage, wobei sich die Scorpions keineswegs zurückhielten. Mit dem Erfolg näherten sich die Crocodiles ihrem Gegner bis auf einen Punkt. Da auch Herne und Tilburg gewannen, liegen die ersten vier Teams jeweils nur einen Punkt auseinander. Obwohl die Leipziger Icefighters in Herford überlegen agierten, kassierten sie eine Niederlage und mussten die Hannover Indians passieren lassen. Die Pferdetürmler holten somit ihren fünften Sieg in Folge und befinden sich in einem Aufholflow. Einen echten Überraschungserfolg schafften die Diez-Limburger bei den Saale Bulls Halle und Herford konnte sich nicht nur über einen Erfolg gegen Leipzig freuen, sondern auch über ein Überholmanöver gegen Essen. Auf den Plätzen elf und zwölf rangieren die Duisburger Füchse und die Black Dragons Erfurt, deren Partie aus coronatechnischen Gründen ausfiel.

Crocodiles Hamburg – Hannover Scorpions 5:2 (1:0, 2:2, 2:0)      

Das war schon traurig. Nicht der Erfolg der Hamburger, sondern dass nur 1162 Zuschauer den Weg zum Eisland Farmsen fanden. Vielleicht hatten die ferngebliebenen auch ihren Jungs nach den beiden Schlappen in der Vorbereitung eine derartige Leistung nicht zugetraut. Jedenfalls verpassen diese Fans etwas und die Gekommenen konnten sich freuen. Sie sahen ein Spitzenspiel mit Play-off-Charakter und einen Tabellenführer, dem das Schussglück der letzten Wochen diesmal abhandengekommen war. Am Ende hatten die Scorpions 45:26 Torschüsse auf dem Zettel, mussten somit eine unnötige Niederlage hinnehmen. Dazu kamen zwei Details: Erstens gab es nicht viele Strafminuten und von den insgesamt sieben Strafzeiten, konnten lediglich die Hamburger eine nutzen, entspricht 33,3 Prozent Erfolgsquote. Und zwei Spieler setzten dem ganzen ihre persönliche Krone auf. Einmal der dreifache Torschütze Harrison Reed und dann noch Dennis Reimer, dem zwei Treffer gelangen. Diese beiden konnten von der Scorpions-Defensive nie richtig unter Kontrolle gebracht werden. Auf Scorpions-Seite waren Pascal Aquin und Brandon Alderson an beiden Toren beteiligt.

Tore: 1:0 (17:53) Dennis Reimer (Zuravlev, Walch), 2:0 (20:08) Harrison Reed, 3:0 (26:17) Harrison Reed (Spöttel, Rajala); 3:1 (30:10) Brandon Alderson (Aquin, Reiß), 3:2 (38:41) Pascal Aquin (McPherson, Alderson), 4:2 (45:21) Harrison Reed (Moberg, Domogalla 5-4), 5:2 (51:29) Dennis Reimer (Zuravlev, Lascheit)

Tilburg Trappers – Moskitos Essen 8:2 (2:0, 2:1, 4:1)      

Ein problemloser Erfolg des Favoriten, der von Anfang an das Tor der Essener berannte und lediglich im Mitteldrittel etwas ins Straucheln geriet. Essen konnte sich trotz der acht Gegentore bei Torhüter Fabian Hegmann bedanken das es nicht zweistellig wurde. Vorne war man zu harmlos, aber immerhin trafen die Brüder Bruijsten gegen ihre ehemaligen Mannschaftskameraden. Überragender Akteur des Abends war Tilburgs Diego Hofland mit vier Scorerpunkten

Tore: 1:0 (07:24) Jordy van Oortschot (Sars), 2:0 (16:31) Noah Muller (Hofland, van Oortschot), 3:0 (20:59) Max Hermens (Stempher, Hofland), 4:0 (31:25) Diego Hofland (de Hondt), 4:1 (33:59) Mitch Bruijsten (K. Bruijsten, Dmitriew 5-4), 5:1 (48:55) Sean Richards (Sills), 6:1 (49:10) Diego Hofland (Muller), 7:1 (50:23) Raimond van der Schuit (Stempher, de Hondt), 7:2 (57:33) Damian Schneider (Luft, Saccomani), 8:2 (58:09) Max Hermens (van Gorp)

Herforder EV – Icefighters Leipzig 4:3 (0:2, 2:0, 1:1, 1:0) n.P.   

Diese Niederlage war für die Leipziger ziemlich überflüssig. Im ersten Drittel zeigten sie sich überlegen, schossen auch zwei Tore durch den starken Jonas Wolter, hätten aber mindestens vier Tore erzielen müssen. Dies rächte sich im Mittelabschnitt, wo die Herforder zumindest stärker auftraten, immer noch nicht gleichwertig waren, aber ihren Gästen zeigten, was Effizienz bedeutet. Der Ausgleich war, was den Einsatz betrifft, durchaus verdient. In den letzten zwanzig Minuten standen die Gastgeber tiefer, erlaubten den Gästen nicht mehr die hochkarätigen Chancen, und da beide Teams nur noch einmal trafen, mussten die Verlängerung und schließlich das Penaltyschießen herhalten, wo die Herforder am Ende etwas glücklicher waren. Bester HEV-Akteur war Rustams Begovs mit drei Zählern sowie Torhüter Justin Schrörs, der, nicht wie vom DEB angegeben, zehn Schüsse abwehrte, sondern deren 38, bei Leipzig glänzte, vor allem im ersten Drittel der Doppeltorschütze Jonas Wolter.

Tore: 0:1 (05:06) Jonas Wolter (Piskor, Geiseler), 0:2 (16:28) Jonas Wolter (Burns, Riekkinen 5-4), 1:2 (27:03) Justin Unger (König, Gerstung, 2:2 (34:11) Rustams Begovs (Berezowskij), 2:3 (44:26) Tim Heyter (Stopinski, Sauer 5-4), 3:3 (47:09) Jonas Gerstung (Berezowskij, Begovs), 4:3 (65:00) Rustams Begovs (PEN)

Saale Bulls Halle – EG Diez-Limburg 6:7 (2:2, 2:2, 2:3)      

Es war eine unterhaltsame Partie, zumindest für die Limburger Fans und es gab eine Premiere. Erstmals gewannen die Limburger in Halle. Zu verdanken hatten sie dies ihrem Toptrio, dem augenblicklichen Schrecken der Liga, Sandis Zolmanis, Egils Kalns und Lauris Bajaruns. Die drei haben bisher in zehn Spieltagen zusammen 59 Scorerpunkte erzielt, stehen alle unter den ersten zehn der Scorerliste. Dazu zeigten die Limburger auch im Powerplay eine starke Vorstellung, konnten sich 33,3 Prozent Erfolgsquote anschreiben lassen. Allerdings hatte Halle, dass mit dem genesenen Patrick Schmid wieder antreten konnte, am Ende sogar 42 Prozent aufzuweisen. Bester Bulls-Akteur war Thore Weyrauch mit drei Punkten. Auf Limburger Seite gefiel neben den drei Letten noch Fedor Kolupaylo, der ebenfalls dreimal scoren konnte.

Tore: 0:1 (00:29) Egils Kalns (Zolmanis, Bajaruns), 0:2 (05:09) Lauris Bajaruns (Kalns, Zolmanis), 1:2 (13:06) Thore Weyrauch (Schmid, Becker 5-4), 2:2 (15:02) Mathieu Tousignant (Weyrauch 4-5), 3:2 (29:10) Tatu Vihavainen (Stas, Gauch 5-4), 4:2 (29:44) Dennis Gulda (Pfennings, Weyrauch), 4:3 (36:51) David Lademann (Herz, Kolupaylo), 4:4 (39:42) Egils Kalns (Bajaruns, Zolmanis 5-4), 4:5 (49:35) Fedor Kolupaylo (Sherf, König 5-4), 4:6 (50:19) Sandis Zolmanis (Bajaruns, Kalns), 5:6 (56:55) Patrick Schmid (Vihavainen, Tousignant 5-4), 5:7 (58:41) Fedor Kolupaylo (Valenti, Kurth ENG), 6:7 (59:19) Sergei Stas (Hoffmann, Pfennings)

Herner EV Miners – Krefelder EV U23 4:2 (0:1, 1:1, 3:0)      

Der Erfolg kann unter der Kategorie Arbeitssieg verbucht werden. Die Herner, schon am Freitag bei der Niederlage in Duisburg in nicht allzu guter Form brauchten auch gegen den zweiten lokalen Gegner am Wochenende wieder fast 40 Minuten um die Offensivdruck in Tore umzumünzen. Vierzig Minuten hatten die Krefelder gut in der Defensive gestanden und weil Torhüter Patrick Klein einen exzellenten Tag hatte, führten sich nicht unverdient mit 2:1. Selbst nach dem schnellen Ausgleich in der 41. Minute blieben sie ihrer Taktik treu, machten den Hernern das Leben schwer und erst der Rückstand in der 54. Minute brach ihren Mut. Die Miners können sich im Nachhinein bei dem Trio Nils Liesegang, Denis Fominych und Chris Seto bedanken, die mit ihren Leistungen die drei Punkte schon fast persönlich einholten.

Tore: 0:1 (02:07) Edwin Schitz (Schymainski, Grygiel 5-4), 0:2 (22:12) Martin Benes (Ehrich, Grygiel), 1:2 (33:17) Robert Peleikis (Fominych, Seto), 2:2 (41:09) Nils Liesegang (Swinnen, Ackers 5-4), 3:2 (53:20) Nils Liesegang (Seto, Fominych), 4:2 (59:36) Chris Seto (Fominych 4-5 ENG)

Hannover Indians – Hammer Eisbären 5:2 (3:1, 1:0, 1:1)      

Seit 74 Jahren gibt es in Hannover Eishockey zu sehen und somit sind Premieren selten, und am Sonntagabend gab es mal wieder so eine. Der stärkte Indians-Stürmer war kein Feldspieler, sondern Torhüter David Miserotti-Böttcher. Der aktuelle Stammkeeper der Indians brachte es auf sage und schreibe drei Assists und verwies seine Stürmer Robin Palka und Maks Selan, die jeweils nur zwei Punkte einsackten, auf die Plätze. Dass Miserotti-Böttcher nebenbei auch noch mit 90 Prozent Fangquote das Duell gegen seinen gewiss nicht schwachen Kollegen Daniel Filimonow, der 87,1 Prozent schaffte, gewann, sollte zusätzlich erwähnt werden. Da verblasste auch die Gastshow von Chris Schutz, dem im Verbund mit Kyle Brothers und Kevin Lavallee die beiden Gästetore gelangen. Und noch eine Minipremiere gab es: Der neue Kontingentstürmer der Indians, dem Schweden Johan Skinnars gelang beim 3:1 von Igor Bacek der erste Scorerpunkt für seinen neuen Verein.

Tore: 1:0 (05:29) Robin Palka (Schubert, Selan), 2:0 (06:14) Philip Messing (D. Palka, Miserotti-Böttcher), 2:1 (12:18) Chris Schutz (Lavallee), 3:1 (18:39) Igor Bacek (Skinnars, Pistilli 5-4), 4:1 (30:10) Nick Aichinger (Selan, Miserotti-Böttcher 5-4), 4:2 (45:42) Chris Schutz (Brothers, Lavallee), 5:2 (59:19) Robin Palka (Miserotti-Böttcher ENG)

Ausgefallen:

Black Dragons Erfurt – Füchse Duisburg


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