Crocodiles Hamburg und Hannover Scorpions überraschen mit SiegenLeipzig droht im Vorderfeld Anschluss zu verlieren

Erst 2:7 in Hannover verloren, am Sonntag mit 7:2 gegen Krefeld gewonnen. Die Füchse landeten einen für die Moral wichtigen Sieg. (Foto: Roland Christ)Erst 2:7 in Hannover verloren, am Sonntag mit 7:2 gegen Krefeld gewonnen. Die Füchse landeten einen für die Moral wichtigen Sieg. (Foto: Roland Christ)
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Neun Punkte dahinter die Crocodiles, die mit ihrem Erfolg gegen die Trappers deutlich machten, dass mit ihnen im weiteren Verlauf der Saison zu rechnen ist. Halle gewann ebenfalls, allerdings auch mit Mühen und Leipzig ließ sich von Erfurt überraschen. Jetzt hat man schon vier Punkte Rückstand auf Hamburg, muss aufpassen auf die dritte Gruppe, die von Duisburg angeführt wird. Punktgleich mit den Füchsen die hannoverschen Skorpione, die mit ihrem Erfolg in Herne ebenfalls die Wettquoten durcheinanderbrachten. Die Indians holten am Wochenende sechs Punkte, sind mit Platz acht noch längst nach am Ende der Wegstrecke angekommen. Rostock zeigte mit dem Sieg in Erfurt, dass sie sich noch nicht aufgegeben haben und Essen sollte bald mal mit Siegen aufwarten, ansonsten ist Platz zehn festgemeißelt.

Crocodiles Hamburg – Tilburg Trappers 4:2 (3:0, 1:2, 0:0)

Mit einer herausragenden Leistung besiegten die Crocodiles überraschend den niederländischen Tabellenführer und setzten mit ihrem Sieg ein echtes Ausrufezeichen in der Liga. Die 1263 Fans staunten im ersten Drittel über die abgezockte Spielart ihrer Lieblinge. Wichtiges Detail: Die Hamburger kamen immerhin auf 25 Prozent Powerplayquote, die Trappers auf null. Das erste dieser Überzahltore brachte dann das 1:0 durch Norman Martens in der vierten Minute, dem Ricco Rossi (16.) und Daniel Lupzig (18.) zwei weitere Tore folgen ließen. Im zweiten Drittel wurde es dann noch einmal richtig spannend, als bereits der erste Angriff der Tilburger durch Mitch Bruijsten (21.) nach zwölf Sekunden einschlug und als Danny Stempher (29.) auf 2:3 verkürzte, dann schwante den Hamburgern nichts Gutes. Tatsächlich überstanden die Crocodiles den Ansturm der Trappers und in der 39. Minute erhöhte Patrick Saggau bei einem doppelten Überzahlspiel gar auf 4:2, wobei dies bereits den Endstand darstellte.


Icefighters Leipzig – Rostock Piranhas 2:3 (1:0, 0:1, 1:2)

Das war eine echte Überraschung, die sich im Leipziger Kohlrabizirkus abspielte. Die Rostocker, die zuletzt doch mehr Spiele verloren als gewonnen  hatten, zeigten eine tadellose Defensivleistung und daran verzweifelten die Icefighters. Im ersten Drittel war Leipzig optisch führend und ging folgerichtig durch Hannes Albrecht (14.) in Führung. Die zweiten 20 Minuten gingen an selbstbewusst auftretende Rostocker, die, in Unterzahl durch Josh Rabbani (29.) ausglichen. Im dritten Drittel spielte eigentlich nur Leipzig, kam auf 12:5 Torschüsse und verlor weil das Spiel, weil zwei Konter der Piranhas saßen. Viktor Beck erzielte (49.) das 2:1 für die Gäste und Jonas Gerstung erhöhte in der 59. Minute mit einem Empty-Netter, Leipzig hatte zwischenzeitlich Eric Hoffmann aus dem Tor genommen, auf 3:1. Zwar konnte Leipzig noch einmal verkürzen aber das 2:3 fiel mit einer Sekunde vor Schluss durch erneut Hannes Albrecht definitiv zu spät.

Saale Bulls Halle – Black Dragons Erfurt 4:3 (1:0, 0:2, 3:1)

Ein starkes Spiel der Erfurter, die mit ihrer Leistung einen Punkt verdient gehabt hätten. Zwar erzielte Kyle Helms bereits in der achten Minute die Bulls-Führung, aber der Finne Joonas Toivanen glich in der 25. Minute aus und Reto Schüpping (35.) brachte Erfurt im zweiten Drittel sogar in Führung. Ein Schlussspurt der Bulls machte in den letzten 20 Minuten die Wende. Michal Bezouska (46.) machte das 2:2, Nicholas Miglio (51.) brachte Halle in Führung und Chris Francis (53.) erzielte das 4:2. Die nicht aufsteckenden Thüringer schafften durch Sean Fischer (54.) noch den Anschluss, konnten aber das 4:4 nicht erzielen.

Füchse Duisburg – Krefelder EV U23 7:2 (2:0, 3:1, 2:1)

Das war für wahr ein ausgeglichenes Wochenende der Duisburger. Dem katastrophalen 2:7 in Hannover folgte ein 7:2 gegen den niederrheinischen Nachbarn Krefeld. Antreiber für den klaren Sieg war Ricco Ratajczyk (13., 17.) mit zwei Toren zum 2:0. Christoph Eckl (24.) traf zum 3:0, ehe der Krefelder Edwin Schitz (27.) auf 1:3 verkürzte. Artur Tegkaev (33.) und Maximilian Schaludek (36.) sogar mit einem Shorthander, machten mit ihren Toren die drei Punkte vorab klar. Im dritten Drittel wehrten sich die Krefelder vehement gegen einen höheren Rückstand, kassierten mehrere Strafzeiten, die jedoch Arthur Lemmer (54.) und Robin Slanina (55.) ausnutzten. Den Endstand besorgte der Krefelder Matyas Kovacs (56.) zum Endstand 7:2.

Moskitos Essen – EC Hannover Indians 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)

Die 768 Zuschauer sahen einen verdienten Sieg der Indians, die aus einer sehr sicheren Defensive mit einem überragenden Keeper Philip Lehr den angriffslustigen Stechmücken die Motivation raubten. Stefan Goller, eigentlich mehr für das Toreverhindern zuständig, erzielte in seinem 15. Saisonspiel mit seinem ersten Tor in der 15. Minute die Führung. Der zuletzt stark auftrumpfende Michael Burns erhöhte in der 31. Minute auf 2:0 für die Gäste. Im dritten Drittel griffen die Essener mit aller Macht an, brauchten aber bis zur 57. Minute, ehe Dominik Patocka das 1:2 markierte, das aber letzten Endes zu spät kam. Damit konnten sich die Indians über drei wichtige Auswärtspunkte freuen, mussten jedoch im ersten Drittel den Ausfall von Kapitän Branislav Pohanka hinnehmen, der nach einem Foul von Florian Kraus (Essen) sich verletzte und für den Rest des Spieles ausfiel.

Herner EV – Hannover Scorpions 3:5 (0:1, 1:2, 2:2)

Das war eine echte Überraschung der Scorpions. Beim Tabellenzweiten 5:3 zu gewinnen, ist eine echte Hausnummer und damit haben sie gezeigt, dass mit ihnen wieder zu rechnen ist. Dazu konnte mit dieser Leistung der Positionsangriff des südlichen Nachbarn abgewendet werden. Bereits im ersten Drittel schockierte Björn Bombis (17.) den HEV, aber als Dominik Piskor (25.) ausglich, schien alles wieder in den normalen Herner Bahnen zu laufen. Exakt zwei Minuten nach dem Ausgleich brachte Andre Reiß die Scorpions wieder in Führung und Marius Garten erhöhte in der 32. Minute auf 3:1 für die Gäste. Das 2:3 in der 41. Minute von Patrick Asselin erhöhte wieder die Spannung aber bereits in der 42. Minute traf Scorpions-Neuzugang Robert Peleikis mit seinem ersten Tor für seinen Verein zum 4:2. Weil die Defensive der Scorpions felsenfest stand, versuchte Hernes Coach Danny Albrecht in der 54. Minute alles, nahm, weil Scorpions-Stürmer Garten sich eine Strafe eingehandelt hatte, seinen Keeper Linda vom Eis um mit zwei Mann mehr auf dem Feld das 3:4 zu erzwingen und genau das ging nach hinten los. Björn Bombis erzielte mit einem Shorthander gar das 5:2 für die Scorpions. Als Dennis Thielsch (57.) das 3:5 markierte, versuchte Albrecht noch einmal das gleiche Spiel. Das ging diesmal zwar nicht nach hinten los aber vorne klappte auch nichts und so ging dieses Match für Herne überraschend verloren.

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