Crocodiles Hamburg festigen nach Erfolg über Essen Platz dreiSpielfreie Tilburger halten Tabellenführung

Die Crocodiles Hamburg setzten sich deutlich gegen Essen durch. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg) (Holger Beck / HB-Fotografie.de)Die Crocodiles Hamburg setzten sich deutlich gegen Essen durch. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg) (Holger Beck / HB-Fotografie.de)
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Taten sie aber nicht, weil sich Halle gekonnt wehrte und einen Punkt aus der Hannibal-Arena mitnehmen konnte. Hamburg festigte Platz drei nach dem Sieg über Essen, da Halle in Herne verlor und weil Leipzig sich gegen Erfurt durchsetzte, wurden die Bulls sogar bis Platz fünf durchgereicht. Danach folgt der Großraum Hannover. Erst die Scorpions, die gegen Krefeld keine Mühe hatten und danach die Indians, die zwar aus Rostock einen Punkt mitnahmen aber am Ende durch ihre Schussschwäche jetzt wieder drei Punkte Rückstand auf den Lokalrivalen haben. Duisburg, heute durch das ausgefallene Tilburg-Spiel ebenfalls auf dem heimischen Sofa, musste die Indians tatenlos vorbeiziehen lassen. Rostock hat zwar aktuell fünf Punkte Rückstand auf Duisburg, zeigte aber bei seinem Erfolg, dass noch genug Moral für einen Zwischenspurt vorhanden ist. Essen hat jetzt sogar neun Punkte Rückstand auf Platz acht und braucht dringend Erfolgserlebnisse.

Herner EV – Saale Bulls Halle 5:4 (2:0, 1:2, 1:2, 1:0) n.V.

Das war ein hartes Stück Arbeit für den Favoriten. Die wieder erstarkten Saale Bulls Halle forderten mit einer couragierten Leistung den HEV und konnten am Ende einen verdienten Punkt mitnehmen. Dabei schien das Spiel nach einem Doppelschlag der Herner bereits vorentschieden. Innerhalb von nur 15 Sekunden besorgten Marcus Marsall (5.) und Dennis Palka (6.) eine 2:0-Führung, die immerhin über zwanzig Minuten Bestand hatte. Dann schlug Halle zurück. Zwar nicht auch in 15 Sekunden, dafür aber innerhalb von vier Minuten durch Eric Wunderlich (29., 33.). Dominik Fominych (37.) gelang zum Glück vor 984 Zuschauern das 3:2, aber im dritten Drittel drehten Chris Francis (46.) und Nicholas Miglio (47.) das Ergebnis und auf einmal führten die Gäste mit 4:3. Das ärgerte die Herner und nach zehn Minuten Dauerdruck gelang Patrick Asselin (59.) noch das 4:4. Die Verlängerung war genau 135 Sekunden alt, als Michael Ackers schließlich das glückliche fünfte Tor für den Herner EV gelang.

Crocodiles Hamburg – Moskitos Essen 7:3 (2:0, 0:1, 5:2)

Die Essener Mannschaft mit ihrem neuen Trainer Larry Suarez konnte einem am Ende leidtun. Sie hatten gegen den norddeutschen Favoriten gut mitgehalten, hatten sogar die Hände an mindestens einem Punkt um am Ende in wenigen unkonzentrierten Minuten alles zu verlieren. Der Start ging an die Crocodiles. Andre Gerartz (7.) und Thomas Zuravlev (19.) trafen zum 2:0. Lars Grözinger verkürzte in der 34. Minute auf 1:2 und alles deutete auf ein spannendes drittes Drittel hin. Das war es dann auch bis zur 49. Minute und dann brach das Unheil über die Stechmücken herein. Innerhalb  von nur 74 Sekunden trafen die Hamburger Thomas Zuravlev (49.), Chase Witala (49.), Andre Gerartz (49.) und Patrick Saggau (50.) zum Zwischenstand 6:1. Nach diesem Wirbelsturm hatte Essens Stammkeeper Kevin Beech die Nase voll und wurde von seinem Back-up Leon Frensel ersetzt, der durchaus eine gute Figur machte und sich nur noch einmal besiegen lassen musste. Dominik Lascheit (53.) traf zum 7:2. Davor und danach hatten die Essener Enrico Saccomani (52.) und Niklas Hildebrand (58.) für eine Ergebniskorrektur gesorgt.

Rostock Piranhas – EC Hannover Indians 3:2 (0:0, 1:0, 1:2, 1:0) n.V.

Wenn man keine Tore schießt, dann kann man am Ende auch nicht als Sieger das Eis verlassen. Dieser Satz galt mal wieder für die Indians, die mindestens gleichwertig, stellenweise sogar überlegen waren, aber am Ende durch ihre Sturmschwäche mindestens einen Punkt verloren. Die 730 Fans in der Rostocker Eishalle sahen nach einem torlosen ersten Drittel das 1:0 durch Sebastian Brockelt in der 27. Minute. Bei diesem Spielstand blieb es bis ins dritte Drittel, dann erhöhte Viktor Beck (43.) auf 2:0. Die Hannoveraner besannen sich danach endlich auch auf ihre Offensivkraft, kam durch Branislav Pohanka (45.) schnell zum Anschluss, mussten dann jedoch erst ihren sehr guten Keeper Kristian Hufsky aus dem Tor nehmen um dann mit einem sechsten Mann Glück zu haben. Chad Niddery traf in der 59. Minute zum Ausgleich. Kaum hatte danach die Verlängerung begonnen, war sie auch schon wieder zu Ende. Tom Pauker traf bereits nach 14 Sekunden beim ersten Angriff der Piranhas zum 3:2.

Hannover Scorpions – Krefelder EV U23 9:3 (3:0, 4:2, 2:1)

Nachdem die Scorpions im Dezember mit der Verpflichtung von Robert Peleikis (Hannover Indians) und Julian Airich (Essen) und der Reaktivierung von Daniel Reiß personell richtig zugeschlagen haben, konnte sich Trainer Dieter Reiß über eine volle Kapelle, sprich zwanzig Feldspieler freuen. Und diese Truppe ließ dem Tabellenletzten keine Chance. Im ersten Drittel mussten die KEV-Jungs, die sich fast nur in der Defensive befanden, 21 Schüsse auf ihr Tor hinnehmen, von denen hinter KEV-Torhüter Sebastian Staudt drei einschlugen. Die Tore erzielten Ralf Rinke (7.), Julien Pelletier (10.) und Mario Valery Trabucco (14.), Letzterer sogar per Shorthander. Im zweiten Drittel flackerte kurzfristig Hoffnung bei den Gelb-Schwarzen auf, als der 19jährige Benjamin Kosianski (24.) mit seinem ersten Oberligator überhaupt und Jeremiah Luedtke (25.) auf 2:3 verkürzten. Die Hoffnung hatte jedoch nur genau dreißig Sekunden bestand, danach erhöhte Trabucco (25.) auf 4:2. Es folgten weitere Tore von Björn Bombis (30.), Patrick Schmid (33.) und Christoph Koziol (38.) zum klaren Zwischenstand 7:2. In den letzten zwanzig Minuten erhöhten Andre Reiß (46.) und Mario Valery Trabucco (55.) auf 9:3. Dazwischen hatte der Krefelder Matteo Stöhr (54.) noch das 3:8 geschossen.

Icefighters Leipzig – Black Dragons Erfurt 6:3 (2:1, 1:1, 3:1)

Ein durchaus mühevoller Erfolg der Icefighters, die sich am Ende über drei Punkte freuen konnten, während die Erfurter für ihren erfrischenden Auftritt nicht belohnt wurden. Bereits der Start war für die Thüringer gut. Reto Schüpping traf bereits in der zweiten Minute zum 1:0 für Erfurt. Florian Eichelkraut (7.), Moritz Israel (10.) und Ian Farrell (22.) drehten das Ergebnis auf ein 3:1 für Leipzig. Joonas Toivanen (27.) und Oliver Kämmerer (42.) glichen schließlich aus und erst das vierte Tor der Icefighters, erzielt von Moritz Israel (50.) brachte die Einheimischen auf die Gewinnerspur. Dimitri Komnik (55.) und Ian Farrell (60.) erzielten schließlich die Tore zum 6:3-Endstand.

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