Braunlage braucht Punkte gegen den TabellenkellerHarzer Falken daheim gegen Rostock und in Erfurt

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Und dabei fällt eine Wertigkeit der Gegner, bis auf die Tatsache, dass sie schon aufgrund des Tabellenplatzes jeweils als Favorit in die Partie mit den Harzer Falken gehen, nicht so leicht, wie es eben diese Konstellation erahnen lässt. Denn gerade die Black Dragons haben in der laufenden Qualifikationsrunde einige Federn lassen müssen und selber dafür gesorgt, dass der Kampf um Platz zwei nochmal richtig spannend wird. Drei von neun Partien gingen verloren und auch die Harzer Falken hatten die Thüringer Drachen bei dem 1:2 in Braunlage am Rande einer verdienten Niederlage. Und so machte der Erfurter Trainer Thomas Belitz nach dem Spiel auch einen gewissen Substanzverlust angesichts der langen, harten Saison und dem aktuell bestehenden Kampf mit Rostock aus. Physis und Psyche seiner Spieler wirkten dementsprechend auch beim Spiel gegen die Falken schon etwas angeschlagen. Und da gilt es dann für die Mannen um Trainer Norbert Pascha auch anzusetzen. Denn vor allem das sehr körperbetonte und schnelle Spiele der Harzer lag den Dragons so überhaupt gar nicht. Einzig Torwart Erik Reukauf zeigte eine überragende Leistung und wurde letztendlich auch zum Matchwinner für Erfurt.

Ganz anders stellt es sich da bei dem Gast aus Rostock am Freitagabend um 20 Uhr im Wurmbergstadion dar. Die Piranhas schwimmen derzeit auf einer kleinen Erfolgswelle, die sie dann auch bei einem Spiel weniger auf drei Punkte an Erfurt herangespült hat. Vor allem die beiden Siege gegen die Hannover Indians (1:2 in Hannover und 5:4 in Rostock) ließen wohl nicht nur die Erfurter aufhorchen, die sich am letzten Wochenende der Qualifikationsrunde ausgerechnet noch mit den Indianern aus der Landeshauptstadt messen müssen und dabei entsprechend unter gewaltigem Druck stehen werden, sollte Rostock nicht noch eine Schwächeperiode einlegen. Und da kommen dann die Harzer Falken ins Spiel.

Nach der 2:7-Niederlage in Rostock natürlich alles andere als ein Favorit liegt ihnen aber gerade die Rolle als Underdog doch wesentlich besser. Denn nicht nur, dass sie phasenweise auch an der Ostsee zu gefallen wussten und auch die Rostocker in dieser Phase etwas nervös wurden, was angesichts des Ergebnisses natürlich eine viel zu kurze Phase war, sondern vor allem die Erfolgserlebnisse am letzten Wochenende gegen die Hannover Scorpions sollten einen gehörigen Schub gebracht haben. Nicht nur, dass man wie schon so oft insgesamt spielbestimmend war, sondern man traf auch endlich das Tor mal wieder öfter als nur zwei Mal. Und vor allem Ryan McGrath scheint sich dabei immer besser an die Gepflogenheiten der Liga gewöhnt zu haben und glänzte in den beiden Spielen mit drei Toren und zwei Torvorlagen und zog mittlerweile mit 51 Scorerpunkten auch in die Top 20 der Oberliga Nord ein. Aber nicht nur die Tore geben Grund zur Hoffnung. Körperbetont aber diszipliniert spielen die Falken ihr Spiel herunter. Bezeichnend eine Szene beim Spiel in Langenhagen, als es sich der Hannoveraner Justin Spenke auf dem auf dem Eis liegenden Robert Wittmann bequem gemacht hatte und mit diversen Rechts-Links-Kombinationen auf ihn einprügelte. Wie Wittmann nach dem Spiel zu Protokoll gab, juckte es schon in den Finger, doch geduldig dachte er an die Worte seines Trainers („Lasst Euch nicht provozieren“), ging in den „Schildkrötenmodus“ und ließ den Gegner gewähren. Dass er anschließend trotzdem 2+2 Strafminuten bekam, lag wohl einfach an der Annahme des Schiedsrichters, dass Wittmann doch irgendwas gemacht haben muss, damit der Gegenspieler so die Fassung verliert.

So gilt es in beiden Spielen den Gegner einen harten und taktisch klugen Kampf zu liefern und unbedingt Undiszipliniertheiten zu vermeiden. Denn wie sich Strafzeiten rächen, konnte man zuletzt in Rostock beobachten, als die Aufholjagd und der moralische Höhenflug der Harzer jäh durch ein Überzahltor der Piranhas beendet wurde.

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