Boxen und ein wenig EishockeyZwischen Duisburg und Tilburg ging es zur Sache

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Zeitreise. Ab in die Siebziger Jahre. Damals, da war das Eishockey noch anders. Ruppiger, häufiger mit heftigen Prügeleien. In diese Zeit fühlten sich die Zuschauer in der Wedauer Scania-Arena versetzt, wo der Oberligist EV Duisburg das Testspiel gegen die Tilburg Trappers mit 3:0 (1:0, 2:0, 0:0) gewann – und wo bereits die erste Massenschlägerei des Spiels dafür sorgte, dass in der 27. Minute je vier Spieler auf beiden Seiten gleichzeitig auf die Strafbank wanderten.

Das Spiel war für die Füchse keine leichte Aufgabe. Verletzungen und Krankheit hatten den Kader auf gerade einmal zwölf Feldspieler und zwei Torhüter zusammenschrumpfen lassen. Doch auch diese wenigen Schwarz-Roten hatten den niederländischen Neu-Oberligisten gut im Griff. „Wir wussten nicht, was uns erwartet. Aber dieses Spiel war deutlich physischer als die drei Turnierspiele, die wir in der vergangenen Woche in Frankreich absolviert hatten“, sagte Trappers-Coach Bohuslav Subr. „Obwohl Duisburg nur mit zwölf Feldspielern auflief, haben sie schnell und hart auf den Körper gespielt.“ Zu seinem eigenen Team sagte er: „Einige haben gut gespielt, andere nicht.“

An der Duisburger Bande hatte EVD-Teamchef Lance Nethery diesmal die alleinige Verantwortung, da Trainer Tomas Martinec zur Feier „10 Jahre SAP-Arena“ als ehemaliger Spieler der Adler Mannheim eingeladen war. „Das ist völlig okay und war schon lange so abgesprochen“, sagte Nethery, der die Partie mit einem Lächeln kommentierte: „Das war ganz unterhaltsam. Heute wurde nicht nur Eishockey gespielt. Aber manchmal gehört das auch dazu. Die Jungs haben wirklich alles gegeben. Morgen wird es in Tilburg sicher schwer.“

Trotz des kleinen Kaders waren die Füchse über 60 Minuten die klar tonangebende Mannschaft. Mit einem harten Check von Raphael Joly gegen seinen Landsmann Maarten Brekelmans zeigte der Duisburger Stürmer, dass der kleine Kader auf Seiten der Gastgeber kein Freifahrtschein für die Gäste ist. Joly nutzte 36 Sekunden vor der ersten Pause dann auch ein Powerplay zum 1:0. Zwei Treffer von Verteidiger Markus Schmidt (29., 38.) sorgten mit dem 3:0 für klare Verhältnisse. Die Unterhaltung besorgten vor allem Joly, Yannis Walch und Chad Niddery mit bemerkenswerten Boxeinlagen, die unter dem Jubel der EVD-Fans auf die Strafbank gingen. Die Trappers übertrieben es bisweilen mit Nickligkeiten. Ein von Schiedsrichterin Ramona Weiss nicht geahndetes Foulspiel an André Huebscher regelte der EVD-Stürmer dann Sekunden später selbst. Geschenkt haben sich die Teams nichts. Bemerkenswert aber auch: Nach dem Zweikampf zwischen Walch und Danny Stempher gaben sich die beiden Kontrahenten einen kurzen Klaps auf den Rücken.

Tore: 1:0 (19:24) Joly (Bettahar, Huebscher/5-4), 2:0 (28:20) Schmidt (Huebscher, Gärtner), 3:0 (37:53) Schmidt (Pietsch). Strafen: Duisburg 26 + 10 (Niddery) + 10 (Huebscher), Tilburg 32 + 10 (Gudden). Zuschauer: 835.

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