Black Dragons Erfurt überraschen die Scorpions Indians gewinnen torreiches Spiel in Hamburg

Die Hannover Indians gewinnen in Farmsen mit 8:5. (Foto: Crocodiles Hamburg)Die Hannover Indians gewinnen in Farmsen mit 8:5. (Foto: Crocodiles Hamburg)
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Zwar beträgt der Tilburger Vorsprung immer noch sieben Punkte, aber jetzt haben die Hannover Scorpions ein Spiel mehr gehabt. Der dritte Spitzenclub im Norden, die Hannover Indians, konnten sich gegen die Crocodiles Hamburg mit 8:5 durchsetzen und haben jetzt sieben Punkte Vorsprung auf Halle und ein Spiel mehr als diese. Halle zeigte beim 5:2 in Rostock seine Krallen und schob sich an den spielfreien Essenern vorbei auf Platz vier. Auch Herne konnte sich an Essen vorbeischieben, so dass am Sonntag die Moskitos gegen Hamburg gefordert sind. Die durch die Planinsolvenz personell zuletzt geschwächten Crocodiles kassierten gegen die Indians die zu erwartende Niederlage und spüren nun die Leipziger im Nacken, die beim 2:0 gegen Duisburg zeigten, dass man weiterhin mit ihnen rechnen muss. Direkt hinter Leipzig Rostock, dass sich ein 2:5 gegen Halle leistete und jetzt am Sonntag noch an den Pferdeturm muss. Auf Platz zehn die Duisburger Füchse, denen nach dieser unnötigen Pleite im Kohlrabizirkus am Sonntag die nächste Niederlage droht, wenn Tabellenführer Tilburg an der Wedau auftaucht.

Harzer Falken – Herner EV 2:7 (1:0, 1:2, 0:5)

Letztendlich konnten die Harzer einem leidtun. Trotz des Abgangs von Toptorjäger Trattner zu den Hannover Indians zeigten die Falken ein leidenschaftliches Spiel vor fast 700 Zuschauern und dass es nach dem 2:2-Zwischenstand nach 40 Minuten noch eine heftige 2:7-Heimniederlage werden würde, hätte zu diesem Zeitpunkt niemand geahnt. Bis zur 40. Minute hatten Tim Dreschmann (9.) und Denis Gulda (31.) die beiden Falken-Tore erzielt, für den HEV trafen bis dahin Patrick Asselin (21.) und Julius Bauermeister (28.). In der 48. Minute brachte Patrick Asselin die Herner wieder in Führung und weil die Braunlager angesichts des Rückstandes die Verteidigung entblößten, wurden sie nun gnadenlos ausgekontert. Dennis Thielsch (52.), Brad Snetsinger (53.) und Sören Hauptig (56., 59.) trafen am Ende und machten das Ganze sogar noch zu einem Herner Schützenfest.

Crocodiles Hamburg – EC Hannover Indians 5:8 (2:3, 1:4, 2:1)

1742 Zuschauer, darunter auch eine Abordnung aus Hannover, wollten die Partie im Eisland Farmsen sehen, denn beide Mannschaften hatten, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, einige neue Akteure in ihre Trikots gesteckt. Auf Hamburger Seite waren dies der finnische Verteidiger Tuukka Laakso sowie die Leihgabe aus Halle, Phil Mietling. Auch noch relativ neu, da es erst sein zweites Wochenende in Hamburg ist, der Ex-Adendorfer Kenneth Schnabel. Auf Indians-Seite gaben ihr Debüt der Ex-Krefelder DNL-Verteidiger Philipp Hertel sowie Stürmer Louis Trattner, der während der Woche aus Braunlage kam. Obwohl beide Torhüter, Kai Kristian auf Crocodiles-Seite sowie Kevin Beech bei den Indians, gut hielten, kam es zu einem Offensivfeuerwerk mit immerhin 13 Toren. Beste Akteure dabei waren auf Gastgeberseite Josh Mitchell mit vier Assists und Lennart Palausch, dem neben seinem Assist noch zwei Tore gelangen. Auf Indians-Seite gefielen Thore Weyrauch, Brent Norris und Robby Hein, die allesamt drei Punkte zum Erfolg beitrugen. Die Tore der Hamburger, die vor allem in Überzahl brandgefährlich waren und auf sage und schreibe 75 Prozent kamen, erzielten Fabian Calovi (8.), Patrick Saggau (20.), Phil Miethling (31.) und Lennart Palausch (54., 56.). Für die abgezockt auftretenden Hannoveraner, die sich damit für die 2:6-Heimniederlage von vor wenigen Wochen erfolgreich revanchierten, trafen Lukas Valasek (8.), Branislav Pohanka (12.), Robby Hein (20.), Thore Weyrauch (25.), Brent Norris (30., 31., 46.) und Robert Peleikis (40.).

Rostock Piranhas – Saale Bulls Halle 2:5 (1:2, 0:2, 1:1)

Auch wenn es vor dem Spiel klar war, dass Halle kein leichter Gegner sein wird, am Ende stand eine relativ klare Niederlage für die Rostocker zu Buche und ein kleiner Rückschlag im Kampf um Platz sechs. Das Spiel an sich war relativ ausgeglichen und bereits nach einer Viertelstunde vorentschieden. In dieser 15. Minute hatten nämlich Chris Francis und Andreas Zille innerhalb von nur elf Sekunden zweimal den Puck an Rostocks Keeper Jakub Urbisch vorbei in die Maschen befördert und danach war die Marschroute für die defensivstarken Sachsen klar. Rostock kommen lassen und auf Konter lauern. Tatsächlich taten sich die Piranhas äußerst schwer und dass beide Treffer in Überzahl erzielt werden konnten, zeigt deutlich, wie stark die Hallenser Defensive auftrat. Lediglich Andrei Telyukin (18.) und der Neuzugang von Preussen Berlin, Josh Rabbani (54.) trafen für die Piranhas. Die, passend zur Sportart, cool auftretenden Bulls markierten in regelmäßigen Abständen ihre Tore nach dem 2:0 durch Tim May (34.), Jannik Striepeke (36.) und Nathan Burns (45.).

Hannover Scorpions – Black Dragons Erfurt 2:3 (2:1, 0:1, 0:0, 0:1) n.V.

Die Erfurter, Ende Dezember noch mit 1:8 dem gleichen Gegner auf eigenem Eis unterlegen, nahmen, völlig überraschend, Revanche an den Scorpions und brachten diese eine Niederlage bei, die nun wirklich nicht eingeplant war. Zwei Fakten waren dabei entscheidend. Einmal die Disziplin, denn Schiedsrichter Naust verteilte ganze vier Strafminuten und alle vier kassierten die Scorpions und zweitens: Die Defensive machte einen sehr guten Job und hatte mit Martin Otte-Günzler einen Hexenmeister zwischen den Pfosten, der sich nur zweimal bezwingen ließ und auf die perfekte Fangquote von 96,6 Prozent kam. Lediglich Patrick Schmid mit seinem 30. Saisontor und Dennis Schütt (10.) konnten ihn überwinden. Auf der Gegenseite wurde Christoph Mathis erheblich weniger geprüft, musste aber in der regulären Spielzeit ebenfalls zwei Tore hinnehmen, erzielt von Erfurts bestem Scorer Reto Schüpping (9.) und Michal Vazan (56.). Den Erfurter Jubel machte schließlich Oliver Kämmerer in der 64. Minute mit seinem 3:2 perfekt.

Icefighters Leipzig – Füchse Duisburg 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)

Ein absolut ausgeglichenes und sehr faires Spiel lieferten sich die beiden Kontrahenten um Platz sieben. Am Ende stand ein Schussverhältnis von 25:25 aber die beiden entscheidenden Tore hatten die Gastgeber markiert. Damian Schneider (34.) und Antti Paavilainen (57.) schossen den 2:0-Erfolg heraus und Leipzigs Keeper Mark Gunnar Arnsperger konnten sich sogar über einen Shutout freuen, während den Duisburgern nur die bittere Erkenntnis blieb, dass man ohne erzielte Tore auch keine Punkte gewinnen kann.

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