Black Dragons Erfurt schaffen Achtungserfolg gegen HerneTorspektakel in Hannover

Die Fans des Hannover-Derbys bekamen 14 Tore zu sehen.  (Foto: TKH Photography)Die Fans des Hannover-Derbys bekamen 14 Tore zu sehen. (Foto: TKH Photography)
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Jetzt müssen die Westdeutschen aufpassen, dass sie sich nicht noch von den Hamburgern einholen lassen, die sich bis auf sechs Punkte dem HEV näherten. Auch Halle und Leipzig gewannen ihre Spiele, wenn auch mit Mühe und in Mellendorf war nach dem 8:6 am Pferdeturm der Jubel groß. Indirekter Meister von Hannover nach dem dritten Saisonerfolg gegen den Nachbarn vom Pferdeturm und jetzt sogar fünf Punkte Vorsprung vor Duisburg, das mit dem Punktgewinn gegen Hamburg immerhin die Indians wieder überholen konnte. Rostock verpasste knapp einen Punktgewinn in Halle, blieb somit fünf Punkte hinter den Indians und Essen konnte gegen Leipzig immerhin einen Zähler holen, verkürzte gegenüber Rostock auf drei Punkte. Ja, und dann kommen noch die Erfurter, die sich mit dem Erfolg gegen Herne Essen näherten.

Black Dragons Erfurt – Herner EV 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)

Eine böse Überraschung erlebte der Tabellenzweite beim Vorletzten. Die Black Dragons mussten, wollten sie noch eine Chance auf die Play-offs haben unbedingt gewinnen und dies setzten sie tatsächlich um. Nach ausgeglichenen ersten 16 Minuten traf Milan Kostourek für die Thüringer. Der Herner Artyom Alexandrov traf in der 25. Minute zum Ausgleich und dann kam es zu einem Doppelschlag der schwarzen Drachen, durch erneut Milan Kostourek (34.) in Überzahl und durch Maurice Keil (35.). In letzten zwanzig Minuten versuche Herne alles für den Anschluss und Ausgleich, kam jedoch nur zu einem Treffer, erzielt von Michael Ackers, ebenfalls in Überzahl in der 49. Minute.

Saale Bulls Halle – Rostock Piranhas  4:3 (2:3, 0:0, 2:0)

Dass die Piranhas derzeit gut in Form sind, bewiesen sie am Abend auch gegen Halle. Dabei starteten die Bulls stark in die Begegnung, führten nach vier Minuten nach Toren von Fabian-Leon Herschel und Chris Francis bereits mit 2:0. Dann kam Rostock zurück, glich durch Roman Tomanek (8.) und Viktor Beck (10.) aus. In der 14. Minute gelang Kevin Richter gar noch das 3:2 für die Piranhas. Im ausgeglichenen zweiten Drittel fiel kein Tor, dafür aber in den abschließenden zwanzig Minuten. Erst gelang Mark Heatley in Überzahl der Ausgleich und in der 55. Minute traf Finn Walkowiak zum glücklichen 4:3 für die Bulls.

Moskitos Essen – Icefighters Leipzig  4:5 (1:2, 2:1, 1:1, 0:1) n.V.

Die Pechsträhne der Moskitos geht weiter. Auch gegen Leipzig hielt man gut mit, um am Ende mit fast leeren Händen dazustehen. Dumm nur, dass die Icefighters mit 2:0 durch Dmitri Komnik (10.) und Hannes Albrecht (20.) in Führung gingen, ehe Marc Zajic (20.) noch der Anschluss gelang. Kaum hatte das zweite Drittel begonnen, da waren schon zwei Tore gefallen. Antti Paavilainen (21.) erzielte das 3:1 für Leipzig, im Gegenzug traf Niklas Hildebrand zum erneuten Anschluss. Als Enrico Saccomani in der 27. Minute in Überzahl das 3:3 markierte, da schienen die Moskitos auf dem richtigen Weg. Im dritten Drittel traf Lars Grözinger (43.) schnell zum 4:3, aber die gut aufgelegten Leipziger schlugen durch ihren Finnen Antti Paavilainen (50.) zurück, glichen zum 4:4 aus. Die Entscheidung fiel schließlich in der Verlängerung, als Erik-Dirk Virch (62.) für die Icefighters das Siegestor erzielte.

Füchse Duisburg – Crocodiles Hamburg 3:4 (2:0, 0:1, 1:2, 0:1) n.V.

Das war sehr ärgerlich für die Füchse. Im ersten Drittel spielten sie stark und waren folgerichtig auch erfolgreich. Arthur Lemmer (8.) und Markus Schmidt (13.) schossen das 2:0 heraus, aber das relativ schnelle 1:2 von Andre Gerartz (26.) im zweiten Drittel brachte den Füchse-Ansturm wieder zum erliegen. Trotzdem schienen die Duisburger auf der Siegesstraße, als Alexander Eckl (53.) sieben Minuten vor Schluss sogar das 3:1 erzielte. 126 Sekunden vor Schluss gelang dem Hamburger Leon Fern der Anschluss. Daraufhin nahm Hamburg seinen Keeper vom Eis und in Überzahl gelang tatsächlich der Ausgleich zum 3:3, erzielt von Dominik Lascheit (59.). In der Verlängerung war es dann Jordan Draper von den Crocodiles, der mit seinem Tor den zweiten Punkt an die Elbe holte.

Hannover Indians – Hannover Scorpions 6:8 (3:2, 2:1, 1:5)

Ein Torspektakel bekamen die 4400 Zuschauer, darunter etwa 500 aus Mellendorf, am Pferdeturm zu sehen. 14 Tore und im dritten Drittel ein kompletter Zusammenbruch der Indians, wobei der Start top war. Branislav Pohanka erzielte in der sechsten Minute das 1:0 in Unterzahl. Mit Hilfe von Überzahlspielen kippten die Mellendorfer das Ergebnis. Marius Garten (13.) und Patrick Schmid erzielten das 2:1 für die Scorpions aber noch vor der ersten Sirene führten wieder die Indians. Der beste Mann der Indians, Arnoldas Bosas (18.,19.) traf zum 2:2 und 3:2. Im zweiten Drittel verabschiedete sich der Topscorer der Gäste Patrick Schmid nach einem bösen Foul an Igor Bacek mit einer Fünfer plus Spieldauer und als Arnoldas Bosas (25.) das 4:2 geschossen hatte, schienen die Indians auf dem richtigen Weg. Das 3:4 von Ralf Rinke (32.) machte bei den Scorpions Kräfte frei und mitten in den Bemühungen um den Ausgleich traf Steven Raabe (37.) zum 5:3. Die Scorpions wechselten darauf den Keeper. Für Enrico Salvarani kam Ansgar Preuß und dann traf Ralf Rinke (41.) bereits nach 14 Sekunden im dritten Drittel zum 4:5. Scorpions-Neuzugang Julian Airich (43.) glich aus und Daniel Reiß (44.) markierte mit dem 6:5 mit einem Glücksschuss die Führung der Gäste. Zwar konnten die Indians mit dem 6:6 durch Thore Weyrauch (46.) noch einmal Hoffnung schöpfen aber ein schönes Rückhandtor von Sachar Blank (47.) und ein Empty-Netter von Marius Nägele (60.) besiegelten die Heimniederlage der Indians.


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